Aruba

13. November 2018 07:00; Akt: 13.11.2018 07:19 Print

Das Traumziel aller Beach Boys und Girls

Seit Tom Cruise in der Karibik Cocktails mixte, sehnen sich viele nach einem Ort, wo das Meer und die Luft immer warm sind: willkommen auf Aruba!

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Würde nicht der Passatwind wehen, wäre es schon am Vormittag unerträglich heiß hier. Wir stehen im Schatten der Mangroven von Mangel Halto, einem der schönsten Strände von Aruba. Draußen im Dunst erkennen wir das südamerikanische Festland. Schon schräg, dass man von den Niederlanden nach Venezuela blicken kann, geht es mir durch den Kopf, als plötzlich ein Hipster in Badehosen neben uns im Unterholz auftaucht, in der Hand ein Netz voller Meeresfrüchte.

Es ist Frank Kelly, auf der Insel bestens bekannt als Künstler, Partylöwe – und Wildbeuter. Frank serviert uns Tintenfisch mit Wildblumen. Wir bekommen eine Ahnung vom entbehrungsreichen Leben der einstigen Ureinwohner, den Arawak-Indianern.

Islas Inutiles, unnütze Inseln, nannten die spanischen Entdecker die ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao. Erst die Holländer erkannten deren strategische Lage und machten die wüstenartigen Eilande urbar. Sie forcierten den Aloe-Vera-Anbau im großen Stil.

Dennoch blieb Aruba ein vergessener Fleck auf der Landkarte. Das änderte sich in den 50er-Jahren mit dem venezolanischen Ölboom und dem Bedürfnis der USA, das Erdöl an einem politisch stabilen Ort zu verarbeiten. Die amerikanischen Ölarbeiter waren es auch, die die Insel mit ihren traumhaft weißen Sandstränden in der Heimat bekannt machten.

Eine gigantische Spielwiese

Die Beach Boys erledigten mit dem Titelsong «Kokomo» für den Film «Cocktail» mit Tom Cruise den Rest: Seither ist die Insel ein typischer Sehnsuchtsort und mit seinen Casinos, endlosen Stränden und Ferienresorts eine gigantische Spielwiese für Jetsetter, Wassersportler und Party-People.

Und dazu noch ein geografisches Unikum: Politisch gehört die Insel zum Königreich Niederlande, ihre Bewohner sind EU-Bürger, sprechen Niederländisch – und Papiamento, die Kreolsprache der aus Westafrika verschleppten Sklaven. Alles und jeder auf der Insel ist «dushi» – süß. Besonders stolz sind die Einheimischen auf ihren Karneval (Sonntag, 3. März 2019) – er gilt als einer der sichersten in der gesamten Neuen Welt.

«One happy island»

Überhaupt ist Aruba ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen: 97 Nationen leben auf der Insel, die etwas größer als Appenzell Innerrhoden ist, getreu dem Slogan «one happy island» friedlich zusammen. Die Kanonen im historischen Fort am Hauptort Oranjestad mussten nur selten abgefeuert werden, um unliebsame Piraten in die Flucht zu schlagen.

Heute fallen die Freibeuter aus Europa und Nordamerika meist am Flug- oder Kreuzfahrthafen ein und machen die Insel mit SUVs, ATVs, Quads und auf Harleys unsicher. Und haben dabei garantiert die Beach Boys im Ohr: «Aruba, Jamaica – ooh, I wanna take ya ...»

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.