Corona-Pandemie

23. Oktober 2020 16:26; Akt: 23.10.2020 17:37 Print

Regierung verhängt nächtliche Ausgangssperre

LUXEMBURG – Weil die Infektionszahlen im Großherzogtum in den vergangenen Tagen Rekordwerte erreicht haben, hat am Freitag der Regierungsrat neue Maßnahmen beschlossen.

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«Das Virus ist momentan überall. Wenn wir nicht reagieren, riskieren wir, dass die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern deutlich nach oben geht», sagte Premierminister Xavier Bettel am Freitag im Anschluss an die außerordentliche Tagung des Regierungsrates. Es hätten sich in den vergangenen Tagen wieder verstärkt ältere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Um eine dramatische Situation zu verhindern, habe sich die Regierung dazu entschlossen, die Restriktionen nun zu verschärfen.

In Wohnungen dürfen nur vier haushaltsfremde Personen empfangen werden. Im Restaurants dürfen nur noch vier Personen zusammenkommen. Eine Schutzmaske zu tragen, ist bei Treffen von mehr als vier Personen Pflicht. Bei Versammlungen mit mehr als zehn Personen gilt dann Maskenpflicht und die Einhaltung des Mindestabstandes von zwei Metern. Ebenso wurden sämtliche Sportveranstaltungen abgesagt. Ausnahmen gelten für die erste Fußballliga und Spiele der Fußball-Nationalmannschaft. Außerdem wird es eine nächtliche Ausgangssperre geben. Diese gilt für die Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Die Sperrstunde gilt auch für die Gastronomie.

Die entsprechenden Gesetze werden laut Bettel am Wochenende erarbeitet. Zeitgleich soll auch ein neuer Strafenkatalog ausgearbeitet werden. Sie könnten dann Ende der Woche in Kraft treten.

« Wir zahlen jetzt einen kleinen Preis »

Gesundheitsministerin Paulette Lenert erklärte im Anschluss, dass sich die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen nicht stabilisiert haben. Auch am Freitag wurden ihrem Ministerium rund 500 Neuinfektionen gemeldet. Insbesondere Analysen des Klärwassers hätten ergeben, dass das Virus wieder flächendeckend aktiv ist. «Wir gehen deshalb von einer sehr hohen Dunkelziffer aus», sagte Lenert. Die Gesundheitsministerin ergänzte, dass der Anteil der Infizierten im Alter über 65 Jahren in den vergangenen Tagen um das Doppelte angestiegen sei. Die Situation in den Krankenhäusern sei zwar weiterhin unter Kontrolle, allerdings bestehe die Gefahr, dass die Lage problematisch wird.

Lenert verteidigte die neuen Maßnahmen, die noch von der Chamber abgesegnet werden müssen. «Wir zahlen jetzt einen kleinen Preis, um zu einem späteren Zeitpunkt keinen höheren zahlen zu müssen. Wir beschließen sie nicht mit Freude, weil sie die Menschen in ihrer Freiheit einschränken. Wir wollen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben so gut es geht am Leben halten.»

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • muna am 23.10.2020 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sot den idioten merci dä sech un näischt kännen halen vir mech misst et nar mä streng reegelen gin

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  • Jos am 23.10.2020 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man manche Kommentare hier so liest, möchte man meinen, das Virus hätte bei einigen Menschen das Gehirn befallen! Tatsache ist doch, dass die Infektionszahlen wieder runter müssen, da wir alle nicht wollen, dass irgendwann die Kliniken vielleicht überlastet werden. Das Patentrezept hierzu hat niemand. Man kann nur versuchen, die Kontakte zwischen den Bürgern auf ein gewisses Minimum vorerst zu begrenzen. Welche Maßnahmen hierzu notwendig sind muss man eben ausprobieren. Es gibt doch schlimmeres, als mal ein paar Wochen nachts nicht auszugehen, oder?

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  • DeMeckerer am 23.10.2020 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Damit habe ich kein Problem, Nachts schlafe ich sowiso.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Luxemburggibbi am 28.10.2020 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    In der Schule entstehen keine Infektionsketten. (dito H.Meisch) Ergo, kommt wir gehen alle in die Schuhe und alles wird besser.

  • dnt1976 am 27.10.2020 01:38 Report Diesen Beitrag melden

    In vielen Ländern Europas gibt es überhaupt keine Übersterblichkeit, in einigen Ländern schon. Übersterblichkeiten hat man aber auch die Jahre vorher schon regelmässig gesehen. Bayern hatte in Deutschland die strengsten Massnahmen, heute die höchste Todesrate in Deutschland,. Fast 1/3 aller Todesfälle stammen aus Bayern. Spanien hatte von Anfang an die strengsten Massnahmen und heute ebenfalls die höchste Todesrate in Europa..

  • dnt 1976 am 27.10.2020 01:29 Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda-Maschinerie läuft....jede Saison sterben Menschen an Grippen . Duchschnittlich sterben in Europa 75.000 und weltweit 600 000 / saison (Oktober-März) daran (WHO Angaben).Also Grippen darf man nicht verharmlosen wie es die Regierungen tun. Ohne Test kann man Influenza von Covid oder grippalen Infekt nicht voneinander unterscheiden. Wie schwer nun Grippewellen ausfallen, das ist jedes Jahr von Land zu Land sehr unterschiedlich. Man kann also nicht die Mortalität von einer Gegend auf eine andere übertragen..Masken sowie Ausgangssperren, vermeiden nicht die Verbreitung von Viren.

  • packtiech am 26.10.2020 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wie man sieht kann man alles mit den Menschen machen solange sie unter Hysterie leiden, schrecklich...Gehirnwäsche wie in einer Sekte!

    • @packtiech am 26.10.2020 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      Na du warst fleissig, Hast du auf jeden Kammentare gepost?

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  • Léon am 25.10.2020 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Pas pour moi