Dr Sex

23. Oktober 2019 10:59; Akt: 23.10.2019 11:08 Print

«Meine Sexaffäre bedroht die Paarbeziehung!»

Vor zwei Monaten ist Björns Außenbeziehung aufgeflogen. Nun geht es ums Aufarbeiten, aber dies gelingt nicht wie gewünscht. Was nun?

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Eine Beziehung zu erneuern oder sogar zu verbessern, ist nicht einfach.

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Frage von Björn (39) an Dr Sex: Schon vor Jahren hatte ich das Bedürfnis nach einem Abenteuer. Meine Frau wusste aber nichts davon, denn sie hätte es nicht gutgeheißen. Ich hielt daher im Verborgenen Ausschau. Vor zwei Jahren lernte ich eine Frau kennen und bald hatte ich mit ihr dann Sex. Seither trafen wir uns so alle paar Wochen.

Vor zwei Monaten flog die Sache auf. Meine Frau fiel aus allen Wolken und ist sehr enttäuscht. Ich weiß, dass ich sie gekränkt habe, und das tut mir echt leid. Sie hat mir nun angeboten, sie wiederzuerobern. Dies bedinge aber, mit ihren Hochs und Tiefs zu leben und ihr zu zeigen, dass ich für sie da sein will.

Ich sagte ihr, dass wir aus dieser Geschichte beide lernen könnten und es möglich sei, unsere Beziehung nicht nur zu erneuern, sondern sogar zu verbessern. Dazu brauche es meiner Ansicht nach aber beide und eine Begegnung auf Augenhöhe. In Gesprächen gelingt uns dies aber nicht. Gibt es einen Weg, der für uns beide zu einer Win-win-Situation führt?

Antwort von Dr Sex

Lieber Björn

Ich denke, du und deine Frau sprecht von verschiedenen Dingen und habt unterschiedliche Positionen in dieser Angelegenheit. Bevor es also um Lernen und Verbessern der Beziehung gehen kann, ist es wichtig, dass ihr euch erst einmal Klarheit verschafft über die individuelle Ausgangslage von euch beiden.

Die Art, wie du deine Frage formulierst, wirkt auf mich sachlich und kühl. Du scheinst Beziehung – und vermutlich dein ganzes Sein – eher vom Kopf her, also denkend zu erleben. Bei deiner Frau scheint das Denken hingegen eine untergeordnete Rolle zu spielen. Sie hat vermutlich einen emotionaleren und gefühlsbetonteren Zugang zu eurer Beziehung und zum Leben.

Diese Unbewusstheit über die Verschiedenheit in der Wesensart führt zwangsläufig zu Missverständnissen und dem Gefühl, nicht «erfolgreich» zu sein. Es ist, als ob ein Kreis und ein Quadrat sich gegenseitig davon überzeugen wollten, ihre äußere Form und das sich daraus ergebende Erleben der Welt sei das einzig Richtige.

Was ihr braucht, ist die Möglichkeit von einer übergeordneten Ebene aus auf euch und eure Beziehung zu schauen, um so eine gemeinsame Ebene zu finden, von der aus Verständigung möglich werden könnte. Allein dürfte dies eher schwierig sein. Ich empfehle euch daher, die Unterstützung einer Fachperson in Anspruch zu nehmen. Alles Gute!

(L'essentiel/wer)

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