«Wir brauchen jetzt Wohnungen, nicht erst in zehn Jahren.» Mit dieser Aussage wurde vor zwei Wochen die Debatte zur Wohnungskrise in der Chamber eingeleitet. Mindestens 30.000 Menschen brauchen derzeit dringend bezahlbaren Wohnraum in Luxemburg – die Dunkelziffer wird von den Abgeordneten noch deutlich höher vermutet. Eine Situation, die den Einwohnern des Großherzogtums Angst macht. Unsere Leser haben uns ihre Geschichten erzählt.
Rentner Claude (65) habe «44 Jahre lang auf drei Schichten in Luxemburg gearbeitet» – eine Wohnung im Großherzogtum scheint für ihn allerdings ein unerreichbares Ziel zu sein. Nach Schicksalsschlägen habe er sich in Deutschland niedergelassen, würde aber gerne in sein Heimatland zurückkehren. «Aber als Rentner bin ich der Regierung egal, an mir ist jetzt nichts mehr zu holen», kommentiert der 65-Jährige die für ihn frustrierende Situation.
Antonio versucht sein Glück über den Fonds de Logement – bereits seit fünf Jahren, schreibt er. «Ich suche eine Einzimmerwohnung, aber jedes Mal wird mir gesagt, dass noch viele andere vor mir auf der Liste stünden», beschreibt er seine Lage, «obwohl ich weiß, dass es leerstehende Wohnungen gibt».
Selbst wer denkt, eine für sich bezahlbare Wohnung gefunden zu haben, könnte vom Gespräch mit der Bank ernüchtert werden, wie Irina schreibt. «Ich habe im Jahr 2020 eine Wohnung für 300.000 Euro gesucht und gefunden. Allerdings hat meine Hausbank mir den Kredit nicht gewährt, weil mir 150 Euro gefehlt haben», erzählt sie uns. Nach ihrer Beförderung habe sie zwar das Geld gehabt, allerdings seien zu dem Zeitpunkt die Preise bereits wieder explodiert. «Jetzt lebe ich in einer WG in einem 15-Quadratmeter-Zimmer, das mich 950 Euro monatlich kostet – fast mein halbes Gehalt.»
« Die Situation sorgt für eine Menge Frust »
Berufseinsteiger, die vom Eigenheim träumen, schieben die Umsetzung des Traums finanziell bedingt immer weiter nach hinten, oder müssen ihre Pläne ändern. «Als Berufseinsteiger, der den Mindestlohn verdient, kann ich es vergessen, hier eine Wohnung zu finden. Jetzt ist der Plan, dass meine Eltern ein kleines Apartment kaufen, in dem ich zur Miete wohnen kann», kommentiert ein weiterer Leser.
Nicht einmal eine stabile Finanzlage sei ein Garant für bezahlbaren Wohnraum. «Mein Mann und ich arbeiten seit 15 Jahren in Luxemburg. Er ist Direktor einer Bank, ich Risk Managerin. Und trotzdem finden wir kein einfaches Haus mit einem kleinen Garten für unsere Kinder. Die Situation sorgt für eine Menge Frust», gesteht eine Leserin.

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(Liz Mikos/L'essentiel)
Et ginn greng Gemengen, dei sech weigeren eng Baugeehmegung eraus ze ginn,obwuel et een Bauterrain ass...?
Nicht nur der luxemburgischen, auch der deutschen Regierung bis Du so egal wie Fliegendreck. Steuern darfst du auf deine mickrige Rente auch noch bezahlen.... Sorry, aber du bist nur ein "useless eater"!
Gitt an dAusland wunnen!!! Do huet en nach Liewensqualitéit!
Traureg, mais wouer! Ech studéieren säit 4 Joer am Ausland, an enger vun den Top 10 lierwernwärtesten Stied an der Welt. Mech wärt een zu Lëtzebuerg mat grousser Wahrscheinlegkeet net méi gesin:)
Nemmen eng Fro, sinn och är Breifkeschten voll vun permanenten Reklamen vun Immobilienhaien fir äert Haus ze kafen? Mir hunn pro Woch, net gelunn, 6-8 Reklamen, Enveloppen asw an onser Bréifkescht mat Proposen fir onst Haus ze kafen. Do misst och mol endlech en Stop kommen an des Immobilienboîten gebremst ginn. Ausserdem misst d'Regierung do kloer eng Grenz zeien vun déenen hiren Verkaafsprimen fir dat des ganz Magueien och endlech gestoppt ginn.
Nö mais iergendwann ass de Boom riwer ( wann och juste temporaire) an da geet eng no der aaner Faillite
net nëmmen aus der Breifkëscht, mä och aus dem Gemengebliëtchen lachen d'Immogangster sech en Eck weg an ons aus mat Fettgedrëcktem op Héichglanzpabeier mat iwerdeierten Preiser fir Hongerleiderbuden ... fir ze katzen op hier ongeheier Muëcht, déih sie hei am Land am Fong mat den déiwen ondurchsiechtbaren Fongen gelooss kréiën fir d'Leit aus dem Land ze verdreiwen ... d'Alternativ vun der Politik: op déih verseuchten Industriebrachen wunne goën, well déih schéin Platzen gin ëmmer als 1. un d'Verseuchungsindustrie ... an dann därf de Steierzuëler fir deier Suen op d'Gëfter wunne goën!
Man soll sich fragen, wodurch dieser Wohnungsmangel sowie die oftmals sehr hohen Preise/Mieten kommen? Unter anderem wollen dann auch die meisten immer mehr und größer, wenn möglich bitte sofort nach Arbeitseinstieg und die Arbeitsstelle um die Ecke. Dann kommt natürlich hinzu, dass es Käufer/Mieter gibt welche die gefragten Preise zahlten/zahlen können und die Spirale dreht sich nach oben, leider.
Nö hängt damit zusammen, dass immer mehr Geld gedruckt wird (Fiatgeld) und man keine Zinsen mehr auf dem Sparkonto bekommt (aufs Staatsanleihen kann man im Moment ja deswegen auch verzichten!).Hinzukommt dass die Nachfrage wesentlich höher ist als das Angebot!