«L'essentiel»-Umfrage

22. Oktober 2020 12:09; Akt: 22.10.2020 12:52 Print

«Eine kleine Ausgangssperre schadet nichts»

Uns hat eure Meinung interessiert. Was halten Luxemburger und «L'essentiel»-Leser von den Corona-Regeln? Hier ist das Ergebnis.

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Weltweit polarisieren die Corona-Maßnahmen der Regierungen, um die Pandemie zu bekämpfen, soviel kann man sagen. L'essentiel wollte wissen, wie ihr zu den Regeln im Großherzogtum steht, und hat Leser und Passanten in Esch-sur-Alzette befragt.

Éliane, 55, die am Dienstag in Esch unterwegs war, findet: «Das Virus ist da, aber wir sollten mit den Regeln auch nicht übertreiben.» Die Steinforterin sei mit der Strategie der Luxemburger Regierung zufrieden, wünsche sich aber mehr Kontrollen. «Erst letztes Wochenende wurde eine Party mit 150 Leuten aufgelöst!», führt sie aus. Sie selbst hat für sich einen Weg gefunden, mit der aktuellen Situation umzugehen. «Ich bin vorsichtig, aber ich will auch nicht aufhören mein Leben zu leben», sagt sie.

Éliane und Alessandra

Gegen einen neuen Lockdown ist auch die 27-jährige Alessandra aus Hesperange. «Ich habe Angst um die Gastronomie, die schon so viel verloren hat. Es wäre schlimm, alles zu schließen, auch wenn die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle niederschmetternd ist. Wenn man zur Risikogruppe gehört, sollte man besonders vorsichtig sein, nicht ins Restaurant gehen und nur wirklich notwendige Dinge erledigen. Vorsichtig sein und nicht alles nochmal schließen, das halte ich für die beste Lösung», resümiert sie und ist damit auf der Linie der Luxemburger Regierung.

Fast 36 Prozent der L'essentiel-Leser sehen das genauso. «Die derzeit geltenden Maßnahmen in Luxemburg sind genau richtig. Die Leute müssen sie aber auch gewissenhaft einhalten, was leider nicht bei jedem der Fall ist», kommentiert ein Leser die Umfrage.

Die Umfrage ist beendet.

Weniger als ein Sechstel der Teilnehmer der Umfrage finden die Beschränkungen zu hart. Nur rund 14 Prozent haben mit «Zu streng! Ich fühle mich in meiner Freiheit eingeschränkt» geantwortet. Ein Leser kommentiert: «Völlig übertrieben besonders in einigen Nachbarländern! Einen erneuten Lockdown mache ich nicht mehr freiwillig mit!»

«Bars, Restaurants, sogar Schulen sollten geschlossen werden»

Die Mehrheit der befragten Leser, und zwar 45 Prozent, findet die Maßnahmen der Regierung zu lasch. «Keen wonner wann et emmer mei Covidfäll get», schreibt Karin in den Facebook-Kommentaren. Und auch Paula, 43, die L'essentiel auf der Straße in Esch getroffen hat, findet, dass härter durchgegriffen werden sollte. «Der Anstieg der Todesfälle wird immer besorgniserregender. Ich befürchte, dass mehr Grenzbewohner nach Luxemburg kommen, weil wir nicht so viele Beschränkungen haben. Eine kleine Ausgangssperre schadet nichts. Besonders den jungen Leuten, die vor nichts Respekt haben, nicht », sagt die Düdelingerin.

Kocan, eine 17-jährige Schülerin, stimmt dem zu. Ihrer Meinung nach «sollten Bars, Restaurants und sogar Schulen geschlossen werden. In meiner Klasse mussten viele in Quarantäne, weil sie Kontakt mit einem Infizierten hatten.»

Knapp fünf Prozent wollten sich kein Urteil erlauben und stimmten für die letzte Umfrageoption. Und so gibt es auch diplomatische Meinungen unter den Kommentaren: «Es bringt nichts über Tod oder Leben zu streiten [...] Es ist immer schwer für den, den es trifft. Deshalb zerstreitet euch nicht.»

(mei/nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • troes jliette am 22.10.2020 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ältere Menschen müssen auch einkaufen gehen oder sollen sie zu Hause verhungern.

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  • Claudio am 22.10.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Pseudofreiheit. Genau meine Worte. Das predige ich schon seit Monaten. Lockdowns verlängern die Pandemie um Jahre. Und, in Restaurants und Bistros die sich an die Hygienevorschriften halten, hat sich noch keine Person infiziert. Da hat man die Bevölkerung unter Kontrolle. Bei einem erneuten Lockdown würden die illegalen Partys nur noch zunehmen. Übrigens, wenn ich sehe wie in der Belle Etoile und in anderen Einkaufszentren ältere Personen (70+) bis zu einem Dutzend ohne Maske und Abstand bei den Lotterieannahmestellen und Getränkeausgaben zusammengepferscht stehen, muss man sich doch einige Fragen stellen. Genau diese Generation müsste mit dem besten Beispiel voran gehen. Ich bin auch Rentner und halte mich an die Regeln.

  • Ech am 22.10.2020 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausgangspär? Ma soss geet et Iech nach leif Leit. Wann en Verdacht ob Corona as därf deen na 5 Deeg matX Leit schaffen goen bis en getest get, an waan en dann positiv as, dierfen dei dei 5 deeg mat him geschafft hun och 5 deeg duerch Geigend rennen, bis dei getest gin, asw.. An elo wonneren mer ons iwwer exponetiell steigend Zuelen, all Nikki konnt dat doten schon am Viraus ausrechnen. Dat doten kann just nach Express sin fir Zuelen an der Statistik heich ze haalen. Gitt waakreg.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ëddes am 26.10.2020 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wat e Gemeckers an eng Panik. Kuckt et positiv. Moies an Owes kee Stau a gläich geet et an d'Schivakanz. Do as et méi sëcher wéi hei.

  • Love am 23.10.2020 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Sache ist doch ganz einfach, man muss nur das Problem lösen : Kneipen, Bars, Cafés und Discotheken für 2 Monate schließen. Private Feste nur bis max. 10 Personen. Ab der 11 Person zahlt der Verantwortliche pro Person mehr 1000 Euro Strafe

  • Love am 23.10.2020 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was mich immer wieder amüsiert ist die Tatsache, dass die Jugendlichen, die immer geschrien haben, die ALTEN hätten denen deren Zukunft geklaut, heute ihre Gesundheit oder ihr Leben riskieren, weil sie unbedingt PARTY machen wollen

  • Octopus@Robert am 23.10.2020 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld

  • idiot am 22.10.2020 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Joo ech fannen daat och ass daat verbuerden