Joko und Klaas

14. Mai 2020 13:46; Akt: 14.05.2020 13:46 Print

Mit Penissen zur Primetime gegen Sexismus

Die zwei TV-Moderatoren Joko und Klaas sorgen immer wieder für Schlagzeilen mit ihren Auftritten im Fernsehen. Am Mittwoch überraschten sie aber wohl alle.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Show «Joko und Klaas gegen Prosieben» gibt es für die zwei Moderatoren 15 Minuten Sendezeit zur Primetime zu gewinnen. Mit denen dürfen sie machen was sie wollen. Oft nutzen sie diese Zeit für Blödeleien. Nicht so am Mittwoch.

«Das werden heute die wohl speziellsten 15 Minuten, die wir je gesendet haben», twitterte Klaas kurz vor 20.15 Uhr. Auf Prosieben warnte man, dass man nicht wisse, was Joko und Klaas vor hätten. Dann folgte ein schlechtes Intro mit absurdem Jingle. In klassischer Manier der Moderatoren. Danach wurde es aber dunkel und die Autorin Sophie Passman trat vor die Kamera.

Sie kündigte eine «Sonderausstellung» an. Angelehnt an die Ausstellung «Körperwelten», würde sie die Zuseher durch die «Männerwelten»-Räume führen. Kurz darauf gesellte sich Moderatorin Palina Rojinski dazu, die meinte, sie hätte ein Exponat mitgebracht. Dann zeigte sie das Bild eines blanken Penis, welches sie via Social Media zugesendet bekommen hatte. «Ich finde das unter aller Sau, ich finde es verstörend und es grenzt an virtuellen Missbrauch», sagte Rojinski dazu. Diese sogenannten «Dick Pics» würde sie täglich auf Instagram zugesendet bekommen.

Daraufhin sah man Moderatorin Janine Michaelsen, Journalistin Visa Vie und Model Stefanie Giesinger. Allesamt lasen äußerst sexistische Kommentare vor, die unter Beiträge von ihnen gepostet wurden.

Im dritten Raum warteten die Moderatorinnen Colien Ulmen-Fernandes und Katrin Bauerfeind. Sie führten ein «Theaterstück» vor, lasen dabei Chatverläufe vor, die Frauen tatsächlich so passiert sind. Alle begannen recht harmlos, dann kippte die Stimmung und die Herren verlangten sexuelle Handlungen von ihren Gegenübern oder beschimpften sie aufs übelste.

Das Schlusswort bekamen erneut Frauen. Frauen, die nicht nur belästigt, sondern auch vergewaltigt wurden. Sie erzählten von ihren Erfahrungen und allen voran, wie sie gekleidet waren. Danach verdunkelte sich das Bild erneut bevor Hilfsangebote für Frauen eingeblendet wurden.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.