Dr Sex

18. Juli 2018 10:24; Akt: 18.07.2018 10:26 Print

«Schmerzen die Brüste, weil ich schwanger bin?»

Emily hatte vor kurzem ihr erstes Mal. Seither ist sie sehr beunruhigt.

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Schmerzen in den Brüsten sind Symptome, die viele Frauen vor der Mens erleben. (Bild: Ocskaymark)

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Frage von Emily (15) an Dr Sex: Ich hatte neulich mit meinem Freund das erste Mal Sex. Wir haben mit einem Kondom verhütet, da ich die Pille noch nicht habe. Heute, also nur einen Tag später, schmerzen meine Brüste und ich habe klebrigen Ausfluss. Da meine Periode schon mehr als zwei Wochen her ist, habe ich große Angst, schwanger geworden zu sein.

Weil ich nach dem Sex das Kondom nicht überprüft habe, weiß ich nicht, ob es auch wirklich gehalten hat. Aber ich nehme an, dass mein Freund mir etwas gesagt hätte, wenn er beim Ausziehen Risse festgestellt hätte. Bin ich schwanger, weil mir einen Tag nach meinem ersten Mal die Brüste wehtun, oder wovon könnten die Schmerzen kommen?

Antwort von Dr Sex

Liebe Emily

Du bist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht schwanger, sondern erlebst einfach die typischen Anzeichen der bevorstehenden Monatsblutung. Symptome einer Schwangerschaft wie Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit oder spezielle Gelüste stellen sich – wenn überhaupt – nämlich erst später und nicht schon am nächsten Tag ein.

Für einen Schwangerschaftstest ist es leider noch etwas zu früh, denn ein solcher gibt erst etwa vierzehn Tage nach einer Risikosituation ein verlässliches Resultat. Falls du ihn später nutzen willst: Du kriegst ihn für etwas mehr als 10 Euro in Warenhäusern oder Apotheken und kannst ihn ganz einfach selber zu Haus anwenden.

Schmerzen in den Brüsten – manche Frauen sprechen auch von einem Ziehen –, eine Überempfindlichkeit der Brustwarzen und verstärkter Ausfluss sind Symptome, die viele Frauen vor der Mens erleben. Bei manchen kommen auch Hitzewallungen, Bauchschmerzen oder -krämpfe und Stimmungsschwankungen hinzu.

All diese Phänomene sind auf die hormonellen Veränderungen zurückzuführen, die im Verlauf des Zyklus auftreten. In der Fachsprache ist in diesem Zusammenhang oft vom prämenstruellen Syndrom (PMS) die Rede. Unter diesem Begriff sind über 150 mögliche Symptome zusammengefasst, die unterschiedlich oft und intensiv, jedoch stets in der zweiten Zyklushälfte auftreten.

Sie beginnen 10 bis 14 Tage vor der Menstruation, werden dann zunehmend stärker und verschwinden am ersten oder zweiten Tag der Blutung wieder. Diesen Symptomen lässt sich nur bedingt vorbeugen. Die Beschwerden fallen jedoch oft schwächer aus, wenn die von ihnen betroffenen Frauen die Tage vor der Menstruation etwas ruhiger angehen.

Einige haben so starke Symptome, dass sie nicht arbeiten können. In solchen Fällen ist fachliche Unterstützung nötig. Die Angebote reichen von medikamentösen bis zu psycho- und körpertherapeutischen Behandlungen. Auch Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder komplementärtherapeutische Verfahren wie beispielsweise Shiatsu werden angewendet.

Zum Schluss noch ein Tipp für den Fall, dass bei euch tatsächlich einmal ein Kondom reißen sollte. Für diesen Fall gibt es die Pille danach. Sie ist auch für unter 16-jährige, urteilsfähige Frauen ohne Rezept oder Begleitung einer erwachsenen Person in Apotheken erhältlich. Wichtig ist, dass diese Notfallverhütung so schnell wie möglich, jedoch spätestens 72 Stunden nach der Risikosituation eingenommen wird. Alles Gute dir!

(L'essentiel/wer)

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