Doktor Sex

15. August 2018 10:14; Akt: 15.08.2018 10:14 Print

«War es das mit uns oder ist es nur eine Phase?»

Sues Freund hat Schluss gemacht, spricht aber trotzdem von einer gemeinsamen Zukunft.

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Um eine Beziehung zu überdenken, braucht es wirkliche Distanz. (Bild: iStock)

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Frage von Sue (24) an Doktor Sex: Mein Freund hat vor zwei Wochen Schluss gemacht. Dennoch gibt es viele Aspekte, die meiner Meinung nach – und offenbar auch für ihn – dagegensprechen, dass wir uns definitiv trennen. So wurde er zum Beispiel wütend, als meine Mutter ihn aus dem Familienchat entfernte. Und den Gruppenchat meines Vaters verlässt er nicht.

Als er ging, sagte er, dass unsere Beziehung vielleicht in Zukunft funktionieren werde, jetzt aber nicht. Trotzdem sind seine Sachen immer noch bei mir und auch ich habe noch Dinge in seiner Wohnung. Er hat aber noch nie davon gesprochen, dass ich mein Zeug bei ihm abholen solle, und sich seinerseits auch nie angeschickt, dies bei mir zu tun.

Seit einer Woche haben wir nun gar keinen Kontakt mehr miteinander. Mich verunsichert das sehr und ich weiß nicht, wie ich mich in der ganzen Sache verhalten soll. Was denkst du über diese Geschichte: Handelt es sich tatsächlich, wie er denkt, nur um eine Phase, oder ist dies eine definitive Trennung?

Antwort von Doktor Sex

Liebe Sue

Es ist unmöglich, deine Frage aufgrund der wenigen mir zur Verfügung gestellten Fakten auch nur annähernd zu beantworten. Und sogar wenn ich viel mehr wüsste, könnte ich dir nicht sagen, wie es mit euch beiden weitergehen wird oder ob eure Beziehung in ferner Zukunft einmal wirklich funktionieren wird, wie dein Freund zu glauben scheint.

Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass es für euch beide besser wäre, wenn ihr euch nun nicht an diesen Strohhalm klammern und die bestehende Situation einfach so belassen würdet, wie sie im Moment ist, sondern den Worten deines Freundes nun auch die entsprechenden Taten folgen lasst.

In einem ersten Schritt bedeutet dies, eure Haushalte klar zu trennen und auch noch bestehende familiäre Verbindungen – egal ob sie virtuell oder analog sind – auf eine Form zu reduzieren, die der nun nur noch kollegial-freundschaftlichen Beziehung entspricht. Konkret heißt dies, dass dein Freund auch den Chat deines Vaters verlässt.

Dass ihr euch vorerst eine Weile nicht mehr seht und keinen Kontakt mehr zueinander habt, versteht sich eigentlich von selbst. Ihr seid ja nun kein Paar mehr und entsprechend geht ihr eure Lebenswege in unterschiedliche Richtungen. Auch wenn es am Anfang schwierig zu sein scheint, sich nicht mehr zu sehen: Man trennt sich nun mal definitiv nicht zusammen.

Sinnvoll scheint mir, dass du dich innerlich ganz auf diese neue Situation einlässt. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dich wieder vermehrt mit deinen Kollegen zu treffen und dich um deine Hobbys zu kümmern. Vielleicht willst du den Trennungsschmerz aber auch nutzen, um in deinem Leben etwas gänzlich Neues zu beginnen.

Wenn ihr dann beide genügend Distanz habt zu eurer Beziehung, also vielleicht in einem halben Jahr, könnt ihr euch zusammensetzen und die Möglichkeit prüfen, erneut zusammenzukommen. Vermutlich habt ihr dann aber beide ganz andere Projekte am Laufen und einigt euch bestenfalls darauf, einander freundschaftlich verbunden zu bleiben. Alles Gute!

(L'essentiel/wer)

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