Nordrhein-Westfalen

17. Juni 2020 13:29; Akt: 17.06.2020 13:42 Print

400 neue Corona-​​Fälle bei Ausbruch in Fleischfabrik

Große Schlachthöfe haben immer wieder mit Corona-Ausbrüchen zu kämpfen. In der Fleischfabrik des Branchenriesen Tönnies sind zuletzt 400 Mitarbeiter positiv getestet worden.

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400 Neuinfizierte gibt es in dem Schlachthof in Nordrhein-Westfalen. (Bild: DPA/David Inderlied)

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Mit 400 Neuinfizierten allein seit Anfang der Woche nimmt der Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück immer größere Ausmaße an. Von den bislang 500 am Mittwoch vorliegenden Testergebnissen der Mitarbeiter in dem Schlachthof und Fleisch-Zerlegebetrieb im ostwestfälischen Kreis Gütersloh seien 400 positiv auf das Virus getestet worden. Weitere Ergebnisse stünden auch noch aus. Die Zeitungen Westfalen-Blatt und Neue Westfälische hatten zuvor darüber berichtet.

Am Nachmittag wollten der Kreis Gütersloh und Tönnies bei einer Pressekonferenz über das Geschehen informieren. Das NRW-Gesundheitsministerium kündigte zudem an, im Gesundheitsausschuss des Landtages ausführlich zu informieren. Am Dienstag hatte das Unternehmen von 128 positiv auf das Virus getesteten Mitarbeitern gesprochen und Maßnahmen zugesagt, die Ausbreitung einzudämmen.

Reihentests brachte nur wenige Fälle ans Licht

Bei einem großangelegten Corona-Reihentest durch die Gesundheitsbehörden nach einem Ausbruch in einer Fleischfabrik im Kreis Coesfeld im Mai waren bei Tönnies zunächst nur wenige Fälle festgestellt worden. Nach Unternehmensangaben wurde allerdings bei späteren Tests ein Infektionsherd identifiziert. Obwohl alle Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt worden seien, habe es weitere Infektionen in dem Schweinefleisch-Zerlegebetrieb gegeben.

Der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, zeigte sich schockiert über den sprunghaften Anstieg: «Die Firma muss ihre Produktion runterfahren, soweit es eben geht», sagte der CDU-Politiker der Neuen Westfälischen. Jetzt gelte es zu schauen, wo die Betroffenen und ihre Kinder untergebracht seien.

(l'essentiel/dpa)

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