«Es ist unvermeidlich»

02. Juni 2020 20:12; Akt: 02.06.2020 20:28 Print

Angst vor neuer Corona-​​Welle steigt in den USA

In zahlreichen US-Bundesstaaten finden trotz der Corona-Beschränkungen Massenproteste statt. Mehrere Gouverneure fürchten sich nun vor einer zweiten Corona-Welle.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd kommt es seit Tagen in zahlreichen US-Staaten zu heftigen Protesten. Tausende gehen auf die Straßen und demonstrieren gegen Polizeigewalt. In den USA befürchtet man nun, dass es wegen der Massenansammlungen zu einer zweiten Corona-Welle kommen könnte. Der Grund: Die Abstandsregeln werden meistens nicht eingehalten. Zudem würden viele Demonstranten keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. «Ob sie aufgebracht sind oder nicht – das schützt sie nicht vor dem Virus», sagt Bradley Pollock von der University of California, Davis.

Und der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, sagte gegenüber CNN: «Ich bin zutiefst besorgt. Die Corona-Fälle werden ansteigen – es ist unvermeidlich.» In New York teilt man seine Befürchtungen. «Ich würde mir wünschen, dass jeder erkennt, dass diese Pandemie im Zusammenhang mit den Menschenansammlungen gefährlich ist. Ich werde deshalb weiterhin alle auffordern, die Abstandsregeln einzuhalten und eine Maske zu tragen», so der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio.

«Es ist falsch, keine Maske zu tragen»

Andrew Cuomo, Gouverneur von New York, betont zwar, dass die Menschen in den USA das Recht hätten, auch während einer Pandemie zu demonstrieren. Trotzdem meint er: «Sie haben aber kein Recht, andere Menschen zu infizieren. Sie haben auch kein Recht, so zu handeln, dass die öffentliche Gesundheit gefährdet wird.» Er fordert deshalb: «Demonstrieren Sie mit einer Maske! Es ist falsch, keine Maske zu tragen. Zudem ist es respektlos. Sie gefährden so unnötig das Leben anderer Menschen.»

In Atlanta hat die Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms eine klare Botschaft an die Demonstranten: «Wenn Sie gestern Abend protestierend auf der Straße waren, dann sollten Sie diese Woche wohl einen Covid-Test machen.» Zudem weist Bottoms auf die besondere Corona-Gefährdung vieler Afroamerikaner hin: «Die Pandemie in den USA, die schwarze und farbige Menschen in größerer Zahl tötet, hält an.» Statistiken zufolge sind Afroamerikaner überproportional betroffen. Die Gründe dafür sind demnach die soziale Benachteiligung und höhere Tendenz zu Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes.

(L'essentiel/mon)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monique am 03.06.2020 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    "und höhere Tendenz zu Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes" sou wéi den George Floyd, deen dowéint net 8 Minutte konnt aushale mat engem Knéi um Hals? Am Eescht awer, wann se et géifen hikréien datt déi Leit en anstännege Salaire hätten datt se net op bëlleg héich prozesséiert "Liewens"mëttel missten zeréck gräifen, géif et en och besser goen. Ze soen et géif un der Genetik leien ass hei sech et einfach ze einfach man. Sou.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Monique am 03.06.2020 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    "und höhere Tendenz zu Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes" sou wéi den George Floyd, deen dowéint net 8 Minutte konnt aushale mat engem Knéi um Hals? Am Eescht awer, wann se et géifen hikréien datt déi Leit en anstännege Salaire hätten datt se net op bëlleg héich prozesséiert "Liewens"mëttel missten zeréck gräifen, géif et en och besser goen. Ze soen et géif un der Genetik leien ass hei sech et einfach ze einfach man. Sou.