Aktion «Tinfoil»

13. September 2021 21:35; Akt: 14.09.2021 14:03 Print

Anonymous-​​Hacker kapern Websites von Attila Hildmann

Das Hacker-Kollektiv Anonymus hat die Kontrolle über fast alle Kanäle des rechtsextremen Corona-Leugners Attila Hildmann übernommen.

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Das Hackerkollektiv Anonymous hat nach eigenen Angaben in der Aktion «Tinfoil» (Alufolie) Websites und Telegram-Kanäle, des für seine Verschwörungstheorien bekannten Kochs Attila Hildmann gekapert und vom Netz genommen. Wer am Montag eine Seite Hildmanns aufrief, gelangte zu einem deutschen Video und Transkript der Gruppe. Darin erklärte diese, dass sie außerdem Zugang zu E-Mails, Kontakten, Notizen und persönlichen Daten von Followern und Followerinnen des rechtsextremen Aktivisten habe.

Die Hacker erhielten nach eigenen Angaben für ihre Aktion Hilfe von einem IT-Experten und früheren Helfer Hildmanns namens «Kai», der seinen Zugriff auf Hildmanns Kanäle nutzte, um diese zu übernehmen, wie der «Spiegel» berichtet. Man habe nun die alleinigen Administratorenrechte, gaben die Hacker an, und Hildmann habe keine Möglichkeit, diese zurückzubekommen. Damit hat er auch die wichtigsten Kontakte zu seinen noch 70.000 Followern und Followerinnen weitgehend verloren.

Daten von etlichen Sexworkerinnen gefunden

In einem Video, das die Hacker auf Hildmanns Website posteten, sagt ein elektronisches Antlitz der Anonymous-Symbolfigur: «Attila, wir haben dir keinen Honig um den Mund geschmiert, sondern Bienen in den Rachen geworfen, und im Gegenzug hast du uns alles anvertraut. Deine Telegram-Kanäle und -Gruppen, deine Websites, deine E-Mails, deine Notizen, deine Kontakte, die persönlichen Daten deiner Follower und Kunden sowie vieles, vieles mehr, ohne auch nur einmal zu hinterfragen.» Wie «Watson» schreibt, sollen unter den erbeuteten Daten, nebst Details zu aktuellen und früheren Geschäftspartnern Hildmanns, unter anderem auch die Kontakte von zwei Dutzend Sexworkerinnen sein.

Das Hackerkollektiv drohte außerdem damit, dass es in den kommenden Tagen Behörden und Presse das «wahre Gesicht» Hildmanns, den es als «weinerliches Kind» beschrieb, zeigen wolle. Sie verfügen laut der «Frankfurter Allgemeinen» über mehr als 20 Mailaccounts von Hildmann mit über 100.000 Mails. Darin soll sich auch für die Behörden brisantes Material befinden: Kai habe den Behörden Videos zugestellt, die vermutlich strafbare Handlungen Hildmanns zeigen würden, doch diese hätten jeweils nicht reagiert.

Laut «Spiegel» meldete sich Hildmann am Montagmorgen in einer Sprachmitteilung zu Wort, in der er bestätigte, dass er die Kontrolle über seine Netz-Aktivitäten verloren habe. «Alle meine Kanäle sind jetzt weg. Alle Domains hat sich die Person mit einer Lüge gekapert», sagte er. Hildmann hatte sich vor einigen Monaten in die Türkei abgesetzt, um sich dem Zugriff der Justiz zu entziehen. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung gegen ihn.

(L'essentiel/AFP/trx)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mp3 am 14.09.2021 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial xD Der Aluhut König fällt immer weiter.

  • Verschwerungstheorie am 14.09.2021 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    "...unter anderem auch die Kontakte von zwei Dutzend Sexworkerinnen sein." ...und AQnon betritt den Raum... lol!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Verschwerungstheorie am 14.09.2021 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    "...unter anderem auch die Kontakte von zwei Dutzend Sexworkerinnen sein." ...und AQnon betritt den Raum... lol!

    • Kee Su am 14.09.2021 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      et ass QAnon

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  • mp3 am 14.09.2021 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial xD Der Aluhut König fällt immer weiter.