Für 1 1/2 Monate

30. Oktober 2020 19:40; Akt: 30.10.2020 19:43 Print

Belgien schließt die meisten Geschäfte ab Montag

Die Corona-Lage in Belgien ist dramatisch. Krankenhäuser sind zum Teil an ihren Kapazitätsgrenzen. Nun zieht die Regierung die Reißleine.

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Gipsfiguren und Büsten stehen in einem Geschäft im belgischen Brüge im Schaufenster. (Bild: DPA/Virginia Mayo)

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Im schwer vom Coronavirus getroffenen Belgien müssen die meisten Geschäfte ab Montag wieder schließen. Ausnahmen gebe es etwa für Supermärkte, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach einer Krisensitzung in Brüssel. «Das sind die Maßnahmen der letzten Chance.» Gemessen an der Einwohnerzahl zählt Belgien nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur derzeit die meisten Corona-Infektionen in der Europäischen Union.

Die nächtlichen Ausgangssperren in Belgien bleiben bestehen. Kneipen, Restaurants und Cafés, Kultur- und Sportstätten sind ohnehin bereits geschlossen. Die Kontaktbeschränkungen werden nun weiter verschärft, wie De Croo sagte. Künftig dürfen Belgier demnach nur einen Besucher pro Woche zu Hause empfangen; bei Alleinstehenden sind es zwei. Bislang waren es - mit Maske - vier.

Berufe mit engem Kundenkontakt wie Friseure müssen ihre Arbeit einstellen. Die neuen Regeln sollen zunächst für eineinhalb Monate gelten. Für die geschlossenen Geschäfte soll am 1. Dezember eine Zwischenbilanz gezogen werden. Kunden können aber weiter Waren aus den geschlossenen Geschäften abholen oder sich liefern lassen.

Meiste Infektionen pro 100.000 Einwohner in der EU

In Belgien steigen die Infektionszahlen seit Wochen rasant. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes zählten innerhalb einer Woche zuletzt im Schnitt 15.316 Infektionen am Tag - ein neuer Rekord. EU-weit registrierte das Nachbarland innerhalb von zwei Wochen die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner: 1600. Das sind neun Mal so viele wie in Deutschland. Jeder vierte Corona-Test fiel in Belgien zuletzt positiv aus.

Die bisherigen Maßnahmen haben nicht zu einer Entlastung geführt. Vielmehr verschärfte sich in den vergangenen Wochen die Lage in den Krankenhäusern dramatisch. Die Grenzen der Kapazität wurden mitunter schon erreicht. Dutzende Patienten mussten in andere Krankenhäuser transferiert werden. Zuletzt lagen 6187 Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus, 1057 von ihnen auf der Intensivstation. «In sehr vielen unserer Krankenhäuser ist eine ganze Zeit schon die Schmerzgrenze überschritten», sagte De Croo.

Der Verband der belgischen Krankenhäuser hatte jüngst Alarm geschlagen und einen Lockdown gefordert. Dies sei die einzige Möglichkeit, einen kompletten Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Ähnlich äußerten sich führende Virologen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Egal am 30.10.2020 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weini endlech och hei?

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  • egaalwaat am 30.10.2020 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • egaalwaat am 30.10.2020 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich!!!

  • Egal am 30.10.2020 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weini endlech och hei?

    • @Egal am 01.11.2020 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      nee merci spärt iech an mais losst eis a rouh

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