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13. Januar 2021 15:29; Akt: 13.01.2021 15:46 Print

Chef wollte Mitarbeiter zur Impfung zwingen

In einer Zahnarztpraxis hat ein Chef seine Mitarbeiter gedrängt, sich gegen Corona impfen zu lassen. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt.

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Wie viele Mitarbeiter der Aufforderung nachgekommen sind, ist nicht bekannt.

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Ein Zahnarzt aus dem bayrischen Pfaffenhofen ist offenbar begeistert von der Corona-Impfung – und wollte deshalb, dass auch all seine Mitarbeiter sich impfen lassen. Für sich und seine Angestellten hatte er einen Termin im Impfzentrum organisiert. So weit, so gut. Doch zuvor ließ er seinen Mitarbeitern per WhatsApp ausrichten, dass sich alle zu diesem Termin einzufinden hätten, denn: «Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt.»

Impfzwang durch die Hintertür

Auf Nachfrage des Donaukurier räumte der Arzt zwar eine unglückliche Wortwahl ein, blieb aber dabei: «Ich ziehe das durch. Ich habe mich wirklich damit auseinandergesetzt. Ich stehe sehr hinter dieser Impfung.»

Der Mediziner ist nun aber abgetaucht, ihm droht mächtig Ärger. «Arbeits- und berufsrechtlich ist eine Impfpflicht für Praxis­mitarbeiter bisher nicht durchsetzbar», so der Präsident der bayerischen Landeszahn­ärztekammer, Christian Ber­ger, im Gespräch mit der Bild. «Unabhängig von diesem Sachverhalt ist von Gesetzes wegen die Er­teilung eines Rügebescheids, gegebenenfalls mit Auferle­gung einer Geldbuße bis ma­ximal 5000 Euro vorgese­hen.» Es ginge aber auch heftiger: Bei schweren Verstö­ßen gegen die Berufsordnung sind Strafen bis zu 100.000 Euro oder der Entzug der Approbation möglich.

Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet

Die Staats­anwaltschaft befasst sich nun mit dem Fall: «Bei uns ist eine Strafanzeige gegen einen Zahnarzt im Zusammenhang mit dessen möglicher Auffor­derung an seine Mitarbeiter, sich mit der Corona-Schutz­impfung impfen zu lassen, eingegangen.» Laut Bild wird nun aufgrund des erpresserischen Tons der WhatsApp-Nachricht der Anfangs­verdacht einer Straftat geprüft.

Der Arzt bekam zudem einen Shitstorm ab, Unbekannte ließen sogar eine schwarze Plastiktüte vor seiner Praxistür liegen. Mutmaßlich war Hundekot darin, berichtet Bild. Wie viele der Beschäftigten der Aufforderung gefolgt sind, ist nicht bekannt.

(L'essentiel/red)

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