Coronavirus

16. Juli 2020 12:36; Akt: 16.07.2020 12:36 Print

Covid-​​19 bei ungeborenem Kind nachgewiesen

In Frankreich konnten Ärzte zum ersten Mal eine Covid-19-Übertragung im Mutterleib nachweisen. Das Ungeborene steckte sich über die Plazenta an.

storybild

Schwangere können in seltenen Fällen Covid-19 auf ihr ungeborenes Kind übertragen, das haben Ärzte in Frankreich nun erstmals nachgewiesen. (Bild: iStock)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ärzten aus Frankreich ist es erstmals gelungen, eine Übertragung des Coronavirus von einer schwangeren Frau auf ihr ungeborenes Kind nachzuweisen: Der Junge zeigte nur wenige Tage nach seiner Geburt im März schwere neurologische Symptome und litt zudem an Hirnschwellungen, wie die Mediziner im Fachblatt Nature Communications berichten. Typische Symptome, die auch bei mit Corona infizierten Erwachsenen auftreten.

Bei der 23-jährigen Mutter war in der 35. Schwangerschaftswoche das Coronavirus nachgewiesen worden und auch bei ihrem Sohn fielen die Tests nach der Kaiserschnittgeburt positiv aus. Zunächst zeigte das Kind jedoch keinerlei Symptome. Erst am dritten Tag habe der Junge erste schwere Covid-19-Symptome gezeigt. Laut Studienbericht versteifte sich der Körper des Babys. Das Kind wirkte reizbar und trank nicht mehr so gut wie zuvor. Außerdem zeigte das Neugeborene eine Schädigung des weißen Gewebes im Hirn.

Noch bevor die Ärzte mit einer Behandlung begannen, ließen die Symptome allerdings nach. Innerhalb von drei Wochen erholte sich der Junge laut Studie aus eigener Kraft. Und auch die Mutter ist mittlerweile wieder symptomfrei.

Ansteckung über Plazenta

Frühere Untersuchungen hatten bereits nahegelegt, dass Sars-CoV-2 in seltenen Fällen von der Mutter auf das ungeborene Kind übergehen kann - ein Nachweis fehlte bislang jedoch. Diesen will nun das französische Ärzteteam erbracht haben. «Wir haben gezeigt, dass die Übertragung von der Mutter auf den Fötus über die Plazenta in den letzten Wochen der Schwangerschaft möglich ist», so Studienleiter Daniele de Luca vom Antoine-Béclère-Krankenhaus nahe Paris. Im Rahmen der Untersuchung habe man Proben des Fruchtwassers, der Plazenta und des Blutes der Mutter sowie des Neugeborenen analysiert.

Wie die Ergebnisse zeigen, war die Viruskonzentration in der Plazenta am höchsten. Über Plazenta und Nabelschnur sei das Virus dann zum ungeborenen Kind gelangt. «Die schlechte Nachricht ist, dass dies tatsächlich passiert ist und passieren kann», so De Luca. «Die gute Nachricht ist, dass es selten ist - sehr selten im Vergleich zur gesamten Weltbevölkerung.»

Schwangere und auch ungeborene Kinder gelten bislang nicht als Risikogruppen für schwere Covid-19-Verläufe. Schwangeren wird geraten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Kontakt zu Personen zu vermeiden, die Erkältungssymptome oder Fieber haben. So soll das Ansteckungsrisiko gesenkt werden.

(L'essentiel/kiky)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peur am 16.07.2020 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et après on dit nous qu'il n'y a aucun risque pour les femmes enceintes ni pour les bébés. Comment peuvent-ils avoir le recul nécessaire pour déclarer ce genre de choses ??

    einklappen einklappen
  • TontonB am 17.07.2020 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Et quand pourra-t-on détecter le covid chez un enfant pas encore conçu ?

  • n imp am 17.07.2020 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    la plupart doivent encore aller travailler pas de dispense pour femmes enceintes si elles ont un travail non risqué car elles ne sont pas considérées comme personnes vulnérables et ceci qu'à Luxembourg !!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • TontonB am 17.07.2020 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Et quand pourra-t-on détecter le covid chez un enfant pas encore conçu ?

  • n imp am 17.07.2020 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    la plupart doivent encore aller travailler pas de dispense pour femmes enceintes si elles ont un travail non risqué car elles ne sont pas considérées comme personnes vulnérables et ceci qu'à Luxembourg !!!!

  • Peur am 16.07.2020 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et après on dit nous qu'il n'y a aucun risque pour les femmes enceintes ni pour les bébés. Comment peuvent-ils avoir le recul nécessaire pour déclarer ce genre de choses ??

    • @Peur am 17.07.2020 09:04 Report Diesen Beitrag melden

      oui il vaut ne pas être enceinte pour l'instant, enfermez vous c'est plus sûr, oh Mamm oh Kanner!

    einklappen einklappen