Coronavirus

25. März 2020 16:16; Akt: 25.03.2020 17:58 Print

Deshalb hat Luxemburg so hohe Covid-​​19-​​Fallzahlen

LUXEMBURG – Premierminister Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert haben sich am Mittwoch zu den aktuellen Entwicklungen im Kampf gegen die Pandemie geäußert.

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In Luxemburg bleibe die Lage aufgrund des weiterhin stark um sich greifenden Coronavirus «sehr ernst». Das betonte Premierminister Xavier Bettel (DP) am Mittwochnachmittag während der wenige Stunden zuvor anberaumten Pressekonferenz zur Corona-Krise. Die Zahl der Infizierten stieg auch von Dienstag auf Mittwoch wieder stark an: 234 Neuerkrankungen wurden erfasst. Damit zählt das Großherzogtum nun insgesamt 1333 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben. Neue Todesfälle gibt es nicht, wie Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) später erklärte. Bisher sind acht Patienten in Luxemburg an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Danach kündigte Bettel neue Maßnahmen zur Rettung der Wirtschaft an. Die Regierung wolle neun Milliarden Euro in die Hand nehmen, damit die Betriebe des Landes die Krise überstehen. «Wir hatten vor dem Ausbruch eine sehr starke Wirtschaft. Das wird uns nun helfen», sagte der Staatschef. Insgesamt hätten rund 15.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Davon betroffen seien etwa 100.000 Angestellte. Mit einer Milliarde Euro wolle die Regierung diesen Betrieben «schnell und unbürokratisch» unter die Arme greifen.

Höhere Strafen bei Zuwiderhandlung «nicht ausgeschlossen»

Bettel bedankte sich noch einmal bei allen, die dabei helfen, diese Krise zu meistern – den Arbeitskräften im Gesundheitssektor, in der Privatwirtschaft, aber auch allen Privatpersonen, die dem Virus den Kampf angesagt haben. Wer sich noch immer nicht an die Regeln hält, müsse weiterhin mit Konsequenzen rechnen. Durchschnittlich führe die Polizei pro Tag 200 Kontrollen durch und verhänge 40 Bußgelder. Eine Erhöhung der Strafen – 145 Euro für Privatpersonen und 4000 Euro für Gaststätten – sei bisher nicht vorgesehen, aber auch nicht ausgeschlossen.

Die Gesundheitsministerin erklärte, dass derzeit 143 Personen aufgrund von Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden. 21 Patienten – davon sechs aus Frankreich – auf der Intensivstation. Das vierte Versorgungszentrum, das die Krankenhäuser entlasten soll, nehme am Donnerstag in Grevenmacher den Betrieb auf.

Bestellung für Krankenhäuser lässt auf sich warten

Der von der Regierung auf der Website govjobs.lu geschaltete Aufruf zur Rekrutierung von freiwilligen Helfern, war nach Ansicht Lenerts «ein voller Erfolg». Mehr als 10.000 Personen hätten sich dort registriert. Das im Ausland bestellte medizinische Material habe das Großherzogtum noch nicht erreicht. Arztpraxen und Krankenhäuser würden derzeit aus Reservebeständen versorgt.

Die im Vergleich mit anderen Ländern hohen Fallzahlen in Luxemburg erklärte die LSAP-Politikerin mit der Vielzahl an Tests, die hierzulande durchgeführt würden. «Wir haben beinahe 10.000 Tests durchgeführt. Außerdem werden in Luxemburg auch Verdachtsfälle, deren Testergebnis nicht eindeutig war, zu den positiven Fällen gezählt», so Lenert. Weiterhin sollen aber nur Patienten, die Symptome aufweisen, getestet werden.

(sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jeanpaul am 25.03.2020 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Das Wars Banker erwirtschaften überhaupt nichts, wenn der Staat Geld locker macht sind die komplett überflüssig! Besser gesagt Teil des Problems, siehe Börse!

  • Das Wars am 25.03.2020 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bleiben die Banker zu Hause, habt ihr keine Wirtschaft mehr. ????????????

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  • Pit Meier am 25.03.2020 22:26 Report Diesen Beitrag melden

    Die Ministerin sagte, dass Tests von Personen, die keine Symptome zeigen, eine Verschwendung der Tests darstellen würde, weil die Tests dann sowieso negativ wären. Das steht im Gegensatz zu allen Daten des RKI und anderer Experten, die sagen, dass ganz viele Infizierte keine oder minimale Symptome aufweisen würden. Ich überlasse die Schlussfolgerung dem Leser!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pit Meier am 25.03.2020 22:26 Report Diesen Beitrag melden

    Die Ministerin sagte, dass Tests von Personen, die keine Symptome zeigen, eine Verschwendung der Tests darstellen würde, weil die Tests dann sowieso negativ wären. Das steht im Gegensatz zu allen Daten des RKI und anderer Experten, die sagen, dass ganz viele Infizierte keine oder minimale Symptome aufweisen würden. Ich überlasse die Schlussfolgerung dem Leser!

    • Joss Noss am 26.03.2020 12:28 Report Diesen Beitrag melden

      Also dann muss man sich JEDEN Tag Testen lassen oder wie??? Während der Test ausgewertet wird kann ich mich ja anstecken.... Dann doch besser wenn man schon Symptome hat.

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  • jeanpaul am 25.03.2020 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Das Wars Banker erwirtschaften überhaupt nichts, wenn der Staat Geld locker macht sind die komplett überflüssig! Besser gesagt Teil des Problems, siehe Börse!

  • Das Wars am 25.03.2020 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bleiben die Banker zu Hause, habt ihr keine Wirtschaft mehr. ????????????

    • Albatros blanc am 26.03.2020 09:07 Report Diesen Beitrag melden

      Quatsch: 70% des Bruttosozialprodukts wird nicht im Finanzsektor erwirtschaftet...

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