Coronavirus

10. Juli 2020 17:02; Akt: 12.07.2020 15:53 Print

Deswegen ist Covid-​​19 so schwer zu stoppen

Forscher fanden heraus, wie Viren unseren genetischen Code stehlen und mit der Information effizienter werden.

storybild

Wie man am Beispiel der ersten erfolgreichen Mutation des Coronavirus sieht, lernen Viren von der Information unserer Zellen und passen sich dementsprechend an. (Bild: istock)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Grund, warum Viren sich weiterentwickeln und mutieren, so wie es aktuell beim Coronavirus der Fall ist, besteht darin, dass sie sich an uns anpassen und unseren genetischen Bauplan analysieren, um effizienter zu werden.

In einer neuen Studie fanden Virologen heraus, dass Viren unseren genetischen Code stehlen, Proteine herstellen und dadurch effektiver werden. Die erste Mutation des Coronavirus, die noch infektiöser ist als die Ursprungsvariante, ist ein Beispiel für so einen erfolgreichen Diebstahl. Hier war es nur ein Protein, das in der Viren-Struktur verändert wurde – und das mit Erfolg.

Viren produzieren unbekannte Proteine

Auch die Influenza-Viren gehen so vor. Gewisse Viren (die zur Gruppe der RNA-Viren gehören) haben also ein fortgeschritteneres Verständnis von der Struktur des Menschen als wir selbst. «Um zu verstehen, wie ein Erreger in seinem Wirt arbeitet und eine Infektion auslöst, müssen wir auch verstehen, welche Proteine ein Erreger encodiert und wie sie funktionieren», erklärt Dr. Ivan Marazzi, Co-Autor der Studie.

Um sich zu vermehren, brauchen Viren einen Wirt und dessen Zellen. Mithilfe verschiedener Bausteine wie Proteinen reproduziert ein Virus sich dann. Geschieht eine Neuanpassung mit unbekannten Proteinen, spricht man von einem daraus entstehenden Hybrid-Gen.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Cell veröffentlicht.

(L'essentiel/ga)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.