Kreuzfahrt

29. Juli 2020 12:01; Akt: 29.07.2020 13:20 Print

Ein Passagier steckt auf Schiff 700 weitere an

Das Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» ist zu einem Symbol der Corona-Krise geworden. Mehr als 700 Personen haben sich dort mit dem Virus angesteckt.

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Die mehr als 700 Coronavirus-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» gehen einer Studie zufolge höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Passagier zurück. Eine genetische Analyse zeige, dass alle Coronaviren dieselbe Mutation aufwiesen, berichtete ein Team des japanischen Instituts für Infektionskrankheiten in der US-Fachzeitschrift PNAS.

Insgesamt haben die Forscher Proben von 148 Passagieren und Besatzungsmitgliedern entnommen. Laut den Wissenschaftlern haben sich die Personen wahrscheinlich bei großen Versammlungen in den Gemeinschaftsräumen angesteckt. Dort haben die Passagiere gesungen, getanzt oder Shows besucht.

13 Todesfälle und 712 Infizierte

Eigentlich hätte die Kreuzfahrt nur 14 Tage dauern sollen – für viele Passagiere wurde es ein fast einmonatiger Horrortrip. Als die «Diamond Princess» am 20. Januar mit 2666 Gästen und 1045 Crew-Mitgliedern im japanischen Yokohama ablegte, hatte keiner mit einer wochenlangen Quarantäne gerechnet. Das neuartige Coronavirus galt damals noch weitgehend als regionales Problem der chinesischen Wuhan-Region. Am 4. Februar kam die Schocknachricht: Die Seuche ist an Bord, zehn Reisende wurden bereits positiv getestet.

«Das Schiff wird mindestens 14 Tage in Quarantäne bleiben», erklärte der zum US-Tourismus-Riesen Carnival gehörende Kreuzfahrtveranstalter Princess Cruise. Erst am 2. März verließ der Captain als letzte Person das Schiff. Laut WHO wurden bis zum 14. April rund 13 Todesfälle und 712 Infizierte gemeldet. Die «Diamond Princess» wurde zum ersten Corona-Hotspot außerhalb Chinas.

(L'essentiel/Sven Forster)

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