Corona-Impfstoff

07. April 2021 16:11; Akt: 07.04.2021 16:34 Print

EMA empfiehlt Astrazeneca uneingeschränkt

Trotz seltener Fälle von Hirnthrombosen hat die EU-Arzneimittelbehörde die Risiken des Impfstoffs für gering erklärt und keine Einschränkungen empfohlen.

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Geht es nach der EMA darf der Impfstoff Astrazeneca weiter uneingeschränkt genutzt werden. (Bild: DPA/Matthias Bein)

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Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gibt weiterhin grünes Licht für den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca. Trotz sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen empfiehlt die EMA weiterhin uneingeschränkt die Anwendung des Impfstoffes. «Der Nutzen des Wirkstoffes bei der Bekämpfung von Covid-19 ist deutlich höher zu bewerten als die Risiken», sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Mittwoch in Amsterdam.

Die Experten stellten zwar einen Zusammenhang zwischen Impfstoff und Thrombosen bei einer sehr geringen Zahl von Blutplättchen fest. Dies trete allerdings sehr selten auf. Die Behörde hält damit weiterhin an ihrer Bewertung des Präparates fest. Experten hatten zuvor Meldungen von Thrombosen nach einer Impfung eingehend untersucht. Diese Analysen würden fortgesetzt, wie die EMA mitteilte.

Unklar ist, was für Folgen die EMA-Entscheidung nun für die Impfungen haben wird. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, hatten zuvor den Einsatz des Impfstoffes auf Personen ab 60 Jahre eingeschränkt. Hintergrund waren seltene Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen nach einer Astrazeneca-Impfung. In Deutschland gab es 31 Verdachtsfälle.

Geimpfte sollen auf die entfernte Möglichkeit der sehr seltenen Blutgerinnsel achten

Daraufhin hatte die EMA im März eine Expertengruppe eingesetzt. Sie hatte zunächst keinen Zusammenhang mit der Impfung festgestellt. Die Untersuchung war aber fortgesetzt worden. Die Experten vermuten, dass es um eine sehr seltene Immun-Reaktion gehe. Die meisten Fälle waren den Angaben zufolge etwa zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten. Die Experten hätten keine besonderen Risikofaktoren wie Alter oder Geschlecht festgestellt.

Geimpften riet die EMA, auf die entfernte Möglichkeit der sehr seltenen Blutgerinnsel zu achten. Bei entsprechenden Symptome sollten sie sofort medizinischen Rat einholen, hieß es weiter. Der Impfstoff mit dem Marktnamen Vaxzevria hatte Ende Januar eine bedingte Marktzulassung für die EU erhalten. Danach ist der britisch-schwedische Hersteller weiterhin verpflichtet, alle Daten zu möglichen Nebenwirkungen weiterzuleiten.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oservateur am 07.04.2021 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Bettel sagte am Anfang: koste was es kostet! Auch Menschenleben? Wieviel? Was ist der Lobby mit allen ihren Politikern ein Menschenleben wert? (anscheinend néischt)

  • Marco am 07.04.2021 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Die machen alles um auch noch den letzten Rest an Vertrauen den man in das Vakzin noch hatte zu vereiteln. Erst eher nicht über 65 dann ok für Ü65 dann nicht für Frauen unter 55 dann für alle nicht über 65 und jetzt wieder ok für alle!

  • Superjemp am 07.04.2021 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Léiwer gin ech um Corona futti, als ech mer den Astra Zeneca Dreck impfe loossen. Dann wor et wéinstens nët main Choix!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aarbechtsdeier am 08.04.2021 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EMA genau esou iwwerflesseg ewei dei ganz EU

  • Léon am 08.04.2021 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Moi je ne prend que le vaccin de la Russie , les autres vaccins sont pour la monarchie et le gouvernement luxembourgeois .

    • oui,oui am 08.04.2021 18:40 Report Diesen Beitrag melden

      Embe...

    einklappen einklappen
  • Egal am 08.04.2021 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ok! Und deshalb wird mit AZ geimpft, auch wenn ein Risikopatient ein Schreiben vom Arzt hat, der von AZ abrät... Wird einfach ignoriert, und trotzdem mit AZ geimpft (ging einer meiner guten Freundin, welche Krebs hatte, so...) Soviel zu "...sprechen Sie mit ihrem Arzt"!

  • jimbo am 08.04.2021 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Un all dFraen. De Risi vun enger Trombose ass bei der Antibabypell vill mei grouss ewei mat AstraZeneca. Just for Information!

  • Marco am 07.04.2021 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Die machen alles um auch noch den letzten Rest an Vertrauen den man in das Vakzin noch hatte zu vereiteln. Erst eher nicht über 65 dann ok für Ü65 dann nicht für Frauen unter 55 dann für alle nicht über 65 und jetzt wieder ok für alle!