Im Shutdown

14. Januar 2021 07:49; Akt: 14.01.2021 08:19 Print

Empörung über Essenspakete für Kinder

In Großbritannien sorgt die Verteilung von qualitativ minderwertigen Lebensmittelpaketen an Kinder aus armen Familien für Empörung.

storybild

Von wegen 30 Pfund: Simon Young zeigt die dürftige Menge an Lebensmitteln, die im Rahmen des kostenlosen Schulessens verwendet werden (Bild: South West News Service Ltd / Action Press / picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Großbritannien werden wegen des Schul-Shutdowns ärmere Familien mit Essenspaketen versorgt. Theoretisch eine gute Idee, sollen doch damit Eltern für ihre Kinder zu Hause «ein einfaches und gesundes Mittagessen» für die gesamte Arbeitswoche zubereiten können. Doch die Realität sieht gar nicht so appetitlich aus.

Boris Johnson «entsetzt»

Wie das Foto einer Mutter, die den Inhalt des mageren Pakets abfotografierte, zeigt, enthielten die Pakte drei Äpfel, zwei Bananen, zwei Karotten, zwei Kartoffeln, eine Dose Bohnen, ein Brot mit Käsescheiben, Nudeln und fünf süße Riegel. Ihr Wert beträgt jeweils rund fünf Pfund (5,60 Euro) – dabei sollten sie Essensgutscheine im Wert von 30 Pfund ersetzen.

Gegenüber dem Sender BBC erklärte die Mutter, dass sie sich «sehr traurig und deprimiert» fühlte, als sie das Paket öffnete. Damit ist sie nicht alleine. Die dafür zuständige Firma musste sich einem gewaltigen Shitstorm aussetze. Sogar der britische Premierminister Boris Johnson meinte, die Pakete seien «entsetzlich. Sie sind eine Beleidigung für die Familien, die sie erhalten haben.»

Firma versucht Flucht nach vorne

Die Firma Chartwells, die die Pakete zur Verfügung stellte, versucht nun zu retten, was zu retten ist. Zuerst entschuldigte sie sich für die «unzureichende» Menge des darin enthaltenen Essens und versuchte die Flucht nach vorne: Es habe «Tausende von Lebensmittelpaketen pro Woche in einem extrem kurzen Zeitraum» bereitgestellt. In einer Erklärung hieß es, alle Pakete würden ab nächster Woche die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllen.

Großbritannien hat am Mittwoch so viele Tote durch Corona an einem Tag gemeldet wie noch nie. 1564 Menschen seien mit oder an dem Virus gestorben, teilten die Behörden mit. Allerdings sind in der Zahl auch Todesfälle aus dem vergangenen Jahr enthalten, die bisher nicht in den Statistiken auftauchten. Der bisherige Tagesrekord lag bei 1325 Toten am 8. Januar.

(L'essentiel/dob)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kiki am 14.01.2021 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig so etwas familien anzutun, wo schon wenig haben.

  • SuperLuxembourger am 14.01.2021 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Welche wenig haben oder die wenig haben! Neben Inhalt, welche bei den meisten Kommentaren hier mehr als bedenklich ist, sollte man wenn man seine Meinung öffentlich wiedergeben möchte auf Rechtschreibung und Grammatik achten. Vorher sein Gehirn einschalten und seine Meinung auf Wahrheit überprüfen wäre auch nicht schlecht!!

    einklappen einklappen
  • Nico am 14.01.2021 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    nehmt euch das Gold und Geld der Royalen Herrschaften. Unglaublich. in Ländern wo so viel Geld vorhanden ist. Aber so ist das eben. Kacke fällt immer nur in eine Richtung, und das ist nicht nach Oben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Besser wéi näischt am 14.01.2021 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Do as dach souguer Geméis an Uebst dobäi. Wou as de Problem? Dat do as fir en Englänner gesond Iessen. Kuckt emol wat déi soss sou a sech erastiechen.

  • Nico am 14.01.2021 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    nehmt euch das Gold und Geld der Royalen Herrschaften. Unglaublich. in Ländern wo so viel Geld vorhanden ist. Aber so ist das eben. Kacke fällt immer nur in eine Richtung, und das ist nicht nach Oben

  • SuperLuxembourger am 14.01.2021 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Welche wenig haben oder die wenig haben! Neben Inhalt, welche bei den meisten Kommentaren hier mehr als bedenklich ist, sollte man wenn man seine Meinung öffentlich wiedergeben möchte auf Rechtschreibung und Grammatik achten. Vorher sein Gehirn einschalten und seine Meinung auf Wahrheit überprüfen wäre auch nicht schlecht!!

    • @Superluxemburger am 14.01.2021 11:10 Report Diesen Beitrag melden

      ...Inhalt, welcheR bei den meisten... Und ein paar Kommas fehlen auch. Ich sag's nur. ;-)

    • Susi am 14.01.2021 11:16 Report Diesen Beitrag melden

      Korrekt wäre: "...sollte man, wenn man seine Meinung öffentlich wiedergeben möchte, auf Rechtschreibung und Grammatik achten..." Nur so am Rande...

    einklappen einklappen
  • Kiki am 14.01.2021 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig so etwas familien anzutun, wo schon wenig haben.