Angela Merkel

09. April 2020 15:53; Akt: 09.04.2020 16:41 Print

«Es gibt einen Hoffnungsschimmer»

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine positive Zwischenbilanz der harten Beschränkungen für die Bürger in der Corona-Krise gezogen.

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht nach den neuesten Infektionszahlen in der Corona-Krise Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. (Bild: DPA/Markus Schreiber)

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Es gebe einen «Hoffnungsschimmer», sagte Merkel am Donnerstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Sonder-Videokonferenz der CDU- und CSU-Fraktion zur Lage im Kampf gegen die Corona-Krise. Der Maßstab des Handelns der deutschen Regierung sei es gewesen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Dies sei bislang ganz gut gelungen, wurde die Kanzlerin zitiert.

Es dauere mittlerweile beispielsweise länger, bis sich die Zahl der Infizierten verdopple, sagte Merkel nach diesen Angaben. Die Kanzlerin hatte diese Phasen schon früher als einen Maßstab genannt, der herangezogen werden könne, wenn es um Änderungen und womöglich Abschwächungen der Maßnahmen gehe.

Neue Beratungen

Zugleich machte Merkel in der Fraktionssitzung demnach klar, dass die Bürger in Deutschland sich darauf einstellen müssten, mit der Corona-Pandemie zu leben. Einzelne Schutzinstrumente müssten auch künftig genutzt werden. Klar sei, dass es ein schrittweises Vorgehen geben werde.

Merkel verwies nach diesen Informationen auf ihre geplanten Beratungen mit den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer nach den Osterfeiertagen, am 15. und 19. April. Dann soll darüber beraten werden, wie man weiter mit den beschlossenen Beschränkungen umgeht.

Bewährungsprobe für Europa

Mit Blick auf die schwierigen Verhandlungen der Euro-Finanzminister über ein großes Rettungspaket sagte die Kanzlerin demnach, es gehe um eine Bewährungsprobe Europas. Es müsse Solidarität gezeigt werden.

Die Fraktion tagte in den Zeiten der Corona-Krise erstmals per Videoschalte. Neben Merkel sollten auch Gesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Agrarministerin Julia Klöckner die aktuelle Lage bewerten.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland am 10.04.2020 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Merkel schön dass es einen Hoffnu.gsschimmer gibt, jedoch wenn ich die unterschiedlichen Regeln in Deutschland sehe, wo der eine mehr als der andere machen darf, dann denke ich dass dies sehr ungerecht ist. Ich denke dies nun auf die Europa um und kann nur sagen, wenn es so differenziert in Deutschland schon ist, dann kann es kein einheitliches Europa geben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland am 10.04.2020 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Merkel schön dass es einen Hoffnu.gsschimmer gibt, jedoch wenn ich die unterschiedlichen Regeln in Deutschland sehe, wo der eine mehr als der andere machen darf, dann denke ich dass dies sehr ungerecht ist. Ich denke dies nun auf die Europa um und kann nur sagen, wenn es so differenziert in Deutschland schon ist, dann kann es kein einheitliches Europa geben.