Trotz Rekordzahlen

29. Oktober 2020 08:32; Akt: 29.10.2020 08:42 Print

Europa macht dicht – Schweden lockert

Schweden geht erneut einen Sonderweg. Während andere europäische Länder ihre Corona-Maßnahmen verschärfen, verzichtet das skandinavischen Land darauf.

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Die zweite Corona-Welle trifft auch Schweden hart. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsbehörden 1980 neue Corona-Fälle. Das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Corona-Toten stieg um neun auf 5927.

Doch anstatt wie andere europäische Länder auf strengere Maßnahmen zu setzen, lockert das Land die Corona-Regeln sogar. So gilt beispielsweise weiterhin keine Maskenpflicht. Geschäfte und Restaurants in Stockholm haben weiterhin normal geöffnet. Und auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind teilweise randvoll.

Erst kürzlich hob die Gesundheitsbehörde ihre seit dem 1. April geltenden Zusatz-Empfehlungen, wie zum Bespiel den Verzicht auf öffentliche Verkehrsmittel, für über 70-Jährige auf. Zudem wurde Anfang Oktober das Besuchsverbot in Altenheimen aufgehoben. Ebenso wird die Obergrenze für Zuschauer bei Kultur- und Sportveranstaltungen ab dem 1. November von 50 auf 300 Personen angehoben.

«Das Timing ist entscheident»

Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell warnt vor landesweiten Corona-Restriktionen. «Die Leute können sich an so strenge Anweisungen nur eine begrenzte Zeit lang halten und das Timing ist entscheidend.» Zudem meint er: «Wir dürfen nicht zu früh anfangen und auch nicht zu lange warten.»

In Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen gibt es allerdings verschärfte Corona-Empfehlungen. Den Bewohnern in Skane-Region (Süd-Schweden) wird geraten, öffentliche Verkehrsmittel, Geschäfte, Museen und Fitness-Studios zu meiden.

Den Bewohnern der Universitätsstadt Uppsala seit letzter Woche empfohlen, auf öffentliche Verkehrsmittel und physische Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts möglichst zu verzichten.

(L'essentiel/mon/REUTERS)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • packtiech am 29.10.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    ist ganz einfach, in Schweden gehen sie,meiner Meinung nach, zu lasch vor und wir übertreiben es einfach...

  • Manuel am 29.10.2020 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An Schweden hun se keng Kläranlagen fir ze mossen, an Penzionskeesen sin eidel, Natur mecht de Rescht.

  • jimbo am 29.10.2020 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An engem Land mat engem gudde Gesondheetssystwm wou dBevölkerung doduerch iwwerduerchschnettlech 80+ ereescht ass et normal dass do beemol mei Leit stierwen wann soueppes ass

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Manuel am 29.10.2020 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An Schweden hun se keng Kläranlagen fir ze mossen, an Penzionskeesen sin eidel, Natur mecht de Rescht.

  • packtiech am 29.10.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    ist ganz einfach, in Schweden gehen sie,meiner Meinung nach, zu lasch vor und wir übertreiben es einfach...

  • Jos. am 29.10.2020 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gin de Schweden komplett recht. Dat wat hei am Moment ofleeft ass e Skandal.

    • packtiech am 29.10.2020 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      jop zemools well et epidémiologësch kee Sënn mëcht

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  • jimbo am 29.10.2020 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An engem Land mat engem gudde Gesondheetssystwm wou dBevölkerung doduerch iwwerduerchschnettlech 80+ ereescht ass et normal dass do beemol mei Leit stierwen wann soueppes ass

    • @jimbo am 29.10.2020 12:59 Report Diesen Beitrag melden

      si gesin daat och aaneschters wéi mir, ass richteg, bei engem Triage gin déi vun ënner 80 Joër geholl, bei eis wier daat e Skandal

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