Ticker – Wirtschaft

11. Mai 2020 10:02; Akt: 11.05.2020 10:02 Print

Lage auf US-​​Arbeitsmarkt «wird eher schlimmer»

Das Coronavirus lähmt weiterhin die Weltwirtschaft. Autobauer stellen die Produktion, Airlines den Flugverkehr ein. Es droht eine lange nicht dagewesene Krise.

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Das Wichtigste in Kürze

•Das Coronavirus trifft die global vernetzte Wirtschaft hart.

•Der Ölpreis stürzt ab.

•Die Kurse an den Aktienmärkten sinken in historischem Ausmaß. Notenbanken in den USA und Japan senken die Leitzinsen. Anleihenkäufe sollen die Märkte stabilisieren.


Montag, 11. Mai 2020

9.17 Uhr – Dax legt zu

Der Dax hat am Montag an seine jüngsten Kursgewinne angeknüpft. Der deutsche Leitindex rückte im frühen Handel um 0,28 Prozent auf 10.935,15 Punkte vor. Für den MDax ging es um 0,32 Prozent auf 24.040,75 Punkte nach oben. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, rückte ebenfalls moderat vor.

Angesichts der weiteren Normalisierung in der Corona-Krise sind die Vorgaben aus Übersee recht gut: Bereits an der Wall Street am Freitag und am Morgen in Asien blieben die Anleger risikofreudig. Die Märkte legten zu.

8.12 Uhr – Ölpreis fällt leicht

Die Ölpreise sind am Montag leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 30,68 US-Dollar. Das waren 30 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 15 Cent auf 24,59 Dollar.

Nach Entspannungssignalen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten USA und China in der Vorwoche verwiesen Marktbeobachter auf die immer noch schwache Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt und die Sorge vor erneut steigenden Fallzahlen in der Corona-Krise. In China sanken allerdings zuletzt die Lagerbestände an Rohöl, was eine weitere Nachfrageerholung andeutet.

Die Belastungen in Folge der Corona-Krise und des Preiskriegs beim Öl zwangen Saudi-Arabien zuletzt zu Sparmaßnahmen. Neben einer Leistungskürzung für Staatsbedienstete gab die Regierung bekannt, die Mehrwertsteuer von aktuell 5 Prozent zu verdreifachen.

Sonntag, 10. Mai 2020

16.46 Uhr – Finanzminister befürchtet Verschlimmerung der Lage auf US-Arbeitsmarkt

US-Finanzminister Steven Mnuchin rechnet infolge der Corona-Pandemie mit einer weiteren Verschlimmerung der Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA. «Die gemeldeten Zahlen werden wahrscheinlich schlimmer, bevor sie besser werden», sagte Mnuchin am Sonntag dem Sender Fox News mit Blick auf die Arbeitslosenstatistik.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April auf 14,7 Prozent angestiegen – den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen, im März bei 4,4 Prozent. Die hohe Arbeitslosenquote bildet noch nicht das ganze Ausmaß der Jobkrise ab, da die Quote für April nur die Lage bis Mitte März erfasst. Zudem haben sich viele Arbeitnehmer noch nicht arbeitssuchend gemeldet und werden daher nicht berücksichtigt.

Freitag, 8. Mai 2020

12.33 Uhr – Apple kündigt bei Ladenöffnungen Temperaturmessungen an

Apple macht ab Montag nach einer coronabedingten Auszeit seine Geschäfte in Deutschland mit Vorsichtsmaßnahmen und verkürzten Öffnungszeiten wieder auf. Bei Kunden soll am Eingang die Temperatur gemessen werden und sie müssen Gesichtsmasken tragen, wie der Konzern am Freitag ankündigte. Wer keine Mund-Nase-Bedeckung dabeihat, bekomme eine gestellt. Da nur eine eingeschränkte Kundenzahl den Laden betreten darf, um den Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten, könne es zu Wartezeiten kommen, warnte Apple.

Die Läden sollen von 11 bis 18 Uhr öffnen, und im Fokus werde die Beratung von Kunden mit technischen Problemen stehen, für die sie sich online anmelden könnten. Apple hatte seine rund 500 Stores wegen der Corona-Pandemie geschlossen, bisher wurden sie in China, Südkorea, Australien und Österreich wieder geöffnet.

10.36 Uhr – Spaniens Industrieproduktion bricht ein

Die spanische Industrieproduktion ist im März belastet durch die Corona-Krise verglichen mit dem Vormonat um 11,9 Prozent eingebrochen. Im Februar hatte sich die Produktion kaum verändert, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 9,6 Prozent gerechnet.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank die Produktion saisonbereinigt um 12,2 Prozent und unbereinigt um 10,2 Prozent. Spaniens Wirtschaft wurde im März von der Corona-Krise massiv getroffen. Die Einschränkungen von wirtschaftlichen Aktivitäten waren besonders weitgehend.

5.00 Uhr – Hohe US-Arbeitslosenquote erwartet

Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Corona-Pandemie Experten zufolge zuletzt dramatisch angestiegen. Die US-Regierung gibt am Freitag (14.30 Uhr MESZ) die Statistik für den Monat April bekannt. Analysten rechnen mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 15 Prozent, ein Berater von US-Präsident Donald Trump hatte sogar unlängst gewarnt, die Quote könne bereits 19 oder gar 20 Prozent betragen. In den USA haben wegen der Krise seit Mitte März bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren.

In der Woche bis zum 2. Mai hatten zuletzt rund 3,2 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den sechs Wochen zuvor hatten bereits 30,2 Millionen Menschen solche Hilfe beantragt – so viele wie nie zuvor in derart kurzer Zeit.

Donnerstag, 7. Mai 2020

5.59 Uhr – Chinas Exporte legen trotz Corona zu

Trotz des globalen Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im April überraschend gestiegen. Wie die Pekinger Zollbehörde am Donnerstag mitteilte, legten die Ausfuhren im Vergleich zum April des Vorjahren um 3,5 Prozent zu. Deutlich bergab ging es dagegen mit den Importen, die um 14,2 Prozent einbrachen. Analysten hatten sowohl bei Ein- als auch bei Ausfuhren mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Die strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Die Auswirkungen wurden daher besonders im Februar spürbar. Danach setzte eine langsame Erholung ein.

Mittwoch, 6. Mai 2020

8.03 Uhr – DGB warnt vor «Corona-Crash» auf Ausbildungsmarkt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert in der Corona-Krise mehr Einsatz von Politik und Wirtschaft für die Berufsausbildung. «Wir erwarten von Bundesregierung und Arbeitgebern, dass sie um jeden Ausbildungsplatz kämpfen», sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Berufsbildungsberichts, der am Mittwoch im Bundeskabinett beraten wird. In dem jährlichen Bericht wird die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ausführlich dargestellt.

«Ein Corona-Crash auf dem Ausbildungsmarkt muss verhindert werden, sonst droht sich die soziale Spaltung zu vertiefen», sagte Hannack. Auch nach der Krise würden die Unternehmen auf Fachkräfte angewiesen sein, aber schon vor Corona habe nur noch jeder fünfte Betrieb ausgebildet. Um ein weiteres Wegbrechen von Ausbildungsplätzen zu verhindern, schlägt der DGB einen Bonus für Unternehmen vor, die Azubis aus insolventen Betrieben übernehmen. Die Bundesregierung müsse zudem ein Sonderprogramm für außerbetriebliche Ausbildungsplätze auflegen.

2.28 Uhr – Disney-Gewinn bricht um über 90 Prozent ein

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat aufgrund der Corona-Pandemie einen gewaltigen Gewinneinbruch erlitten. Der Überschuss ging in den drei Monaten bis Ende März im Jahresvergleich um über 90 Prozent auf 460 Millionen Dollar (424 Mio Euro) zurück, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte. Dabei stiegen die Erlöse dank boomender TV- und Streaming-Angebote um 21 Prozent auf 18 Milliarden Dollar.

Vor allem Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts, Kreuzfahrten und Fanartikel-Shops litten jedoch massiv unter der Pandemie - hier fiel der Betriebsgewinn um 58 Prozent, obwohl die Virus-Krise sich erst zum Quartalsende hin richtig ausbreitete. Das Streaming-Geschäft mit dem florierenden neuen Videodienst Disney+ wuchs zwar enorm, verursacht bislang aber hohe Kosten. Das Minus der Sparte fiel mit 812 Millionen Dollar mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.

Dienstag, 5. Mai 2020

12.50 Uhr – Ölpreise legen deutlich zu

Die Ölpreise haben am Dienstag deutlich zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent lag zuletzt bei 29,27 US-Dollar. Das waren 2,07 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 2,00 Dollar auf 22,38 Dollar zu.

Händler verwiesen auf Berichte, laut denen die Rohölschwemme an den Märkten abebben könnte. Offenbar mache sich die verringerte Ölförderung bemerkbar. So sind laut einem Bericht des Datenunternehmens Genscape die Lagerbestände am Umschlagplatz für WTI in Cushing zuletzt so wenig gestiegen wie seit Mitte März nicht mehr. Nichtsdestotrotz blieben die weltweiten Lagerkapazitäten zuletzt knapp. In Indien erreichten die Rohöl-Lager an Land ihre Kapazitätsgrenze. Laut dem Ölminister des Landes sind sogar die Tanks für die strategische Reserve voll.

8.30 Uhr – Total kappt Investitionen

Der französische Ölkonzern Total streicht nach einem herben Gewinneinbruch in der Corona-Krise seine Investitionen zusammen. Mit 14 Milliarden US-Dollar (12,8 Mrd Euro) will das Unternehmen in diesem Jahr fast ein Viertel weniger investieren als im Februar angekündigt, teilte es bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag in Paris mit. Im ersten Quartal blieb Total wegen der eingebrochenen Nachfrage und des abgesackten Ölpreises nur noch knapp in der Gewinnzone. Der Überschuss brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 99 Prozent auf 34 Millionen Dollar ein.

Die Konzernführung verschärft nun den schon eingeleiteten Sparkurs. Die Betriebskosten sollen jetzt um mehr als eine Milliarde Dollar sinken. Hinzukommen sollen Einsparungen in gleicher Höhe bei den Energiekosten. Wegen der Corona-Krise ist die Mobilität in vielen Staaten weltweit fast zum Erliegen gekommen und der Verkehr per Auto und Flugzeug eingebrochen. Das belastet die Nachfrage nach Öl enorm.

8.00 Uhr – Shutdown kostet 4 Milliarden Dollar pro Woche

Australiens Wirtschaft verliert in Folge des Shutdowns wegen der Corona-Pandemie jede Woche vier Milliarden australische Dollar (2,3 Mrd Euro). Der breite «wirtschaftliche Schock» lasse das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bis Juni deutlich zwischen voraussichtlich zehn bis 15 Prozent sinken, sagte der australische Finanzminister Josh Frydenberg am Dienstag.

Josh Frydenberg, Finanzminister von Australien. Foto: Mick Tsikas/dpa

Seit Mitte März hat Australien seine Grenzen geschlossen. Unternehmen haben vorübergehend den Betrieb stillgelegt, während die Regierung zugleich strikt dafür sorgt, dass die Menschen Abstand halten. Würden die Restriktionen noch weiter verschärft, vergleichbar dem achtwöchigen Lockdown in Europa, würde das BIP sogar um rund 24 Prozent oder 120 Milliarden Dollar im zweiten Quartal sinken, so Frydenberg.

7.40 Uhr – Eurokurs stabilisiert sich

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag nach deutlichen Vortagesverlusten über 1,09 US-Dollar stabilisiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,0908 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit ungefähr auf dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,0942 Dollar festgesetzt.

5.30 Uhr – Auto-Branche fordert neue Kaufprämien

Neben den Herstellern haben sich auch die «Autoländer» Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg für finanzielle Anreize stark gemacht, um die schwache Nachfrage anzukurbeln. Beim «Autogipfel» am Dienstag beraten Bundesregierung und Branche über die schwierige Lage der Schlüsselindustrie in der Corona-Krise – eine Entscheidung über Kaufprämien wird aber nicht erwartet. Die Bundesregierung hatte im Vorfeld versucht, Erwartungen zu dämpfen. Die Grünen warnten, pauschale Prämien dürfe es nicht geben. Anreize sollten außerdem flankiert werden durch einen Abbau des Dieselprivilegs und einen Umbau der Kfz-Steuer.

Montag, 4. Mai 2020

14.17 Uhr – Bauern können auf zusätzliche Hilfen hoffen

Von der Coronakrise betroffene Bauern in der EU können auf zusätzliche Sonderhilfen hoffen. Die EU-Kommission schlug am Montag vor, dass Mitgliedstaaten von ihnen noch nicht verplante Mittel aus dem Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Unterstützung von Landwirten und kleineren Lebensmittelunternehmen nutzen sollten. Bauern könnten so bis zu 5000 Euro und Kleinbetriebe bis zu 50.000 Euro erhalten. Der Vorschlag brauche allerdings noch die Zustimmung des EU-Ministerrates und des Europaparlaments, teilte die EU-Kommission mit.

11.47 Uhr – Reisebranche büßt fast elf Milliarden Euro Umsatz ein

Die wirtschaftliche Lage der Reisewirtschaft in der Corona-Krise hat sich dem Branchenverband DRV zufolge weiter verschärft. Der Verband rechnet inzwischen mit Umsatzeinbußen von mindestens 10,8 Milliarden Euro bis Mitte Juni. «Das Geschäft der Reisebüros und Reiseveranstalter ist durch staatliche Anordnung fast vollständig zum Erliegen gekommen», sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig am Montag in Berlin. Eine Besserung sei nicht in Sicht. Die weltweite Reisewarnung aufgrund der Corona-Pandemie war jüngst bis Mitte Juni verlängert worden. «Vor Ende der Pfingstferien in Deutschland werden keine Auslandsreisen möglich sein», sagte Fiebig.

8.09 Uhr – US-Vorwürfe gegen China belasten Ölpreis

Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 26,21 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 1,36 Dollar auf 18,42 Dollar nach.

Händler verweisen auf eine zuletzt wieder verschärfte Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung China wegen der Corona-Krise. Das habe Sorgen in puncto eines erneuten Hochkochens des Handelsstreits geweckt. In einem westlichen Geheimdienstpapier wird China zudem scharf für den Umgang mit der Corona-Krise kritisiert. Ein erneuter Handelskonflikt könnte die Weltwirtschaft belasten und die Nachfrage nach Rohöl zusätzlich dämpfen.

7.39 Uhr – Eurokurs gibt etwas nach

Der Kurs des Euro ist am Montag etwas gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,0938 US-Dollar gehandelt. Am Freitagabend hatte der Euro noch knapp unter 1,10 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,0876 Dollar festgesetzt.

Der Handel verlief zum Wochenstart zunächst in ruhigen Bahnen. Am Vormittag wird der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone veröffentlicht. Die Umfrage könnte einen Hinweis auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft im Monat Mai geben. Zudem steht der Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Eurozone auf dem Programm. Es handelt sich allerdings um die zweite Schätzung des Konjunkturindikators. Beachtet werden dürften vor allem die Daten aus Italien und Spanien, da hier keine Erstschätzung durchgeführt wurde. Beide Länder sind besonders hart von der Corona-Krise betroffen.

Sonntag, 3. Mai 2020

17.38 Uhr – Trump-Betater Kudlow rät zum abwarten

Die US-Regierung will nach Angaben des Wirtschaftsberaters von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, vor möglichen weiteren Konjunkturhilfen zunächst abwarten. Es könnte ein weiteres Hilfspaket als Reaktion auf die Corona-Krise geben, entschieden sei aber noch nichts, sagte Kudlow am Sonntag dem US-Fernsehsender CNN. Vorerst gebe es eine Pause, um zu sehen, welche Wirkungen die bisherigen Hilfen zeigten. «Wir werden in ein paar Wochen sehen, was zu tun ist.»

Regierung und Kongress in den USA hatten angesichts der Corona-Krise seit Ende März gewaltige Konjunkturpakete auf den Weg gebracht, um rund 2,7 Billionen US-Dollar in die leidende Wirtschaft zu pumpen. Bis Februar hatte die US-Konjunktur noch gebrummt, an der Börse wurden Höchststände gemeldet, und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von gut zwei Prozent. Doch die rasante Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang März machte die guten Konjunkturaussichten zunichte - nun steuern die USA wegen der Corona-Krise auf eine tiefe Rezession zu.

Kudlow räumte ein, der Wirtschaft des Landes stünden ohne Zweifel noch schwierige Monate bevor. Er betonte aber: «Wir versuchen, da durchzukommen.»

Donnerstag, 30. April 2020

14.32 Uhr – Über 30 Millionen Arbeitslose in den USA

Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschließlich 25. April belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren.

14.09 Uhr – Ölkonzern ConocoPhilips kappt Förderung

Der US-Ölkonzern ConocoPhilips hat im ersten Quartal einen Milliardenverlust eingefahren und drosselt die Ölförderung weiter. Wegen einer Abschreibung auf eine Beteiligung und einer Wertminderung wegen gesunkener Ölpreise stand unter dem Strich ein Verlust von 1,7 Milliarden US-Dollar (1,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Houston mitteilte.

Über das erste Quartal förderte ConocoPhilips außerhalb Libyens im Schnitt 1,3 Millionen Barrel (159 Liter) Öl täglich. Wegen des Preisverfalls infolge der Corona-Krise will der Konzern die Förderung im Mai um geschätzt 230.000 Barrel täglich kürzen, im Juni sollen es dann schon 420.000 Fass weniger sein.

Eine Quartalsdividende will Conoco dennoch ausschütten, mit 42 Cent. Ende des ersten Quartals hätten die Barmittel bei 4,2 Milliarden Dollar gelegen. Inklusive Kreditlinien und kurzfristigen Anlagen liege die Liquidität bei 14 Milliarden Dollar.

10.06 Uhr – 10,1 Millionen Deutsche in Kurzarbeit

Deutschlands Unternehmen haben in der Corona-Krise bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Dies gab die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag bekannt. Damit wurden alle Prognosen von Volkswirten übertroffen. Die Schätzungen der Experten hatten zwischen drei und sieben Millionen Menschen gelegen. Im gesamten Krisenjahr 2009 waren 3,3 Millionen Anzeigen für Kurzarbeit bei der Bundesagentur eingegangen.

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Christoph Soeder/dpa

«Die Corona-Krise dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen», sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. «Dadurch gerät auch der Arbeitsmarkt stark unter Druck.» Die Arbeitslosigkeit sei erstmals in der Nachkriegszeit in einem April gestiegen. Normalerweise sinkt die Arbeitslosigkeit in dieser Jahreszeit wegen der Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt.

9.38 Uhr – Spaniens Wirtschaft bricht wegen Corona ein

Spaniens Wirtschaft ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. In den ersten drei Monaten des Jahres sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent geschrumpft, wie das nationale Statistikinstitut am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Gegenüber dem Vorquartal lag der Rückgang bei 5,2 Prozent.

Als Grund für den schweren konjunkturellen Rückschlag in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone gelten harte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Spaniens Wirtschaft ist damit im ersten Quartal ähnlich stark eingebrochen wie die Konjunktur in Frankreich. Die französische Wirtschaft ist laut Daten vom Donnerstagmorgen in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal um 5,8 Prozent und zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent geschrumpft.

Mittwoch, 29. April 2020

11.42 Uhr – Wirtschaftsstimmung bricht in Rekordtempo ein

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich in der Corona-Krise so stark wie noch nie eingetrübt. Der von der EU-Kommission erhobene Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im April um 27,2 Punkte auf 67,0 Zähler, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Erhebungsbeginn im Jahr 1985. Der Indikator liegt aktuell knapp über seinem Rekordtief, das er während der globalen Finanzkrise im Frühjahr 2009 erreicht hatte.

Die Stimmungseintrübung betraf alle relevanten Wirtschaftsbereiche. Besonders stark brach der Indikator für den Dienstleistungsbereich ein. Der Indikator für die erwartete Beschäftigung fiel auf ein Rekordtief.

09.47 Uhr – Viele Unternehmen sehen eigene Existenz bedroht

Wegen der Corona-Krise sehen viele deutsche Unternehmen einer Umfrage zufolge ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Fast ein Drittel der vom Münchner Ifo-Institut befragten Firmen fürchtet demnach eine schnelle Insolvenz, sollten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch längere Zeit andauern. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichen Mitteilung hervorgeht, sagten 29,2 Prozent der befragten Firmen, sie könnten maximal drei Monate durchhalten. Etwas mehr als die Hälfte (52,7 Prozent) hätte bis zu sechs Monate Luft.

«Das sind beunruhigende Zahlen, die auf eine kommende Pleitewelle hindeuten», sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Besonders kritisch sei die Lage im April im Einzelhandel eingeschätzt worden. Hier hätten 44,9 Prozent der Unternehmen geantwortet, sie könnten maximal drei Monate durchhalten. Insgesamt können 63,2 Prozent der Einzelhändler nach eigenem Bekunden höchstens ein halbes Jahr überstehen.

07.37 Uhr – Ölpreise steigen - Unsicherheit hält aber an

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben damit an die Erholung vom Vorabend angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 21,25 Dollar. Das waren 79 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 1,62 Dollar auf 13,96 Dollar je Barrel. Zwischenzeitlich war der Preis für US-Öl am Dienstagvormittag bis an die Marke von 10 US-Dollar gefallen.

Trotz der leichten Erholung bleibt die Unsicherheit am Rohölmarkt bestehen. Einer wegen der Corona-Pandemie wegbrechenden Nachfrage steht ein viel zu hohes Angebot gegenüber. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Erdöl in die verbliebenen freien Lager fließt. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Lager innerhalb des nächsten Monats ihr Limit erreichen werden.

07.22 Uhr – Corona-Krise reißt Airbus in die roten Zahlen

Die Corona-Krise und Sonderabschreibungen haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im ersten Quartal in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 481 Millionen Euro nach einem Gewinn von 40 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch in Toulouse mitteilte. Der Umsatz sank wegen Unterbrechungen bei der Flugzeug-Auslieferung infolge der Pandemie um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sackte um knapp die Hälfte auf 281 Millionen Euro nach unten.

Für das laufende Jahr wagt Airbus-Chef Guillaume Faury wegen der unklaren Dauer und Folgen der Coronavirus-Pandemie weiterhin keine neue Geschäftsprognose. Das Unternehmen fährt seine Flugzeugproduktion wie bereits bekannt um rund ein Drittel zurück, weil viele Airlines ihre bestellten Maschinen erst später abnehmen wollen.


Dienstag, 28. April 2020

12.22 Uhr – Dax steigt weiter

Der Dax hat am Dienstag an seinen starken Wochenauftakt angeknüpft und weiter zugelegt. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Mittag um 1,93 Prozent auf 10.866,24 Punkte. Zwischenzeitlich hatte das Börsenbarometer ein neues Erholungshoch seit dem Tiefpunkt des Corona-Crashs Mitte März erreicht. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Dienstag um 1,18 Prozent auf 22 849,88 Punkte nach oben. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand 2 Prozent im Plus.

«Immer mehr Länder gehen, wenn auch nur sehr kleine, Schritte aus dem Lockdown heraus in Richtung Normalität», schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Auch wenn der Weg bis dahin noch sehr weit sei, verstärke sich an den Börsen damit auch die Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung.

10.59 Uhr – Starke Kreditnachfrage bei Unternehmen

Die Nachfrage der Unternehmen nach Bankkrediten ist in der Corona-Krise kräftig gestiegen. Besonders deutlich erhöhte sich die Nachfrage nach kurzfristigen Krediten, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Grund sei der erhöhte Liquiditätsbedarf der Unternehmen. Dagegen sei der längerfristige Finanzierungsbedarf für Investitionen und Übernahmen zurückgegangen.

Schwächer sei dagegen die Nachfrage nach Hausbaukrediten und Verbraucherkrediten ausgefallen, heißt es unter Bezug auf eine regelmäßige Umfrage der EZB unter Banken. Es habe sich vor allem die schlechtere Stimmung der Verbraucher ausgewirkt, ebenfalls eine Folge der Corona-Pandemie.

6.38 Uhr – Arbeitslosigkeit in Spanien gestiegen

Im ersten Quartal ist die Arbeitslosenquote in Spanien erstmals seit einem Jahr wieder gestiegen. Die Quote habe auf 14,41 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikbüro INE am Dienstag mit. Im Schlussquartal 2019 lag sie bei 13,78 Prozent. Nach Einschätzung von Experten dürften sich die vollen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt erst im zweiten Quartal zeigen. Analysten hatten für das erste Quartal einen deutlich stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone erwartet.

Spaniens Arbeitsmarkt hatte stark unter der Euro-Schuldenkrise gelitten. Zum Höhepunkt der Krise im Jahr 2013 war die Arbeitslosenquote bis auf etwa 27 Prozent gestiegen. Seitdem hatte sich die Lage kontinuierlich verbessert.

6.38 Uhr – Nissan

Der japanische Autohersteller Nissan will die Produktion massiv herunterfahren. Die Zahl der Autos, die zu Hause produziert werden, sollen im Mai um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Nissan plane, im kommenden Monat nur rund 13.400 Fahrzeuge zu produzieren, verglichen mit fast 61.000 Einheiten, die im Mai letzten Jahres hergestellt wurden. Dies geht aus Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen.

Im Juni soll die Inlandsproduktion auf 33.700 Fahrzeuge reduziert werden, ein Rückgang von rund 63.700 Einheiten im Vergleich zum vergangenen Jahr und ein Rückgang von 43 Prozent gegenüber dem vorherigen Zeil von rund 59.300 Autos. Nissan lehnte es ab, sich zu seinen Produktionszielen zu äußern.


Montag, 27. April 2020

9.38 Uhr – Weg für Staatshilfen frei

Der angeschlagene Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen. Die EU-Kommission erteilte wegen der Coronavirus-Pandemie am Montag die Genehmigung für ein Kreditprogramm der Bundesregierung und des Landes Hessen in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro.

Somit könne Deutschland Condor einen Teil der coronabedingten Einbußen ersetzen, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. «Wir bemühen uns in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten um Lösungen, wie Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften unterstützt werden können.»

7.54 Uhr – Ölpreise geben wieder nach

Nach einer Stabilisierung zum Ende vergangener Woche haben die Ölpreise am Montagmorgen wieder nachgegeben. Der Preis für US-Öl fiel wegen knapper werdender Öllager im asiatischen Handel unter die Marke von 16 Dollar. Besonders im Fokus steht die Lage in Cushing im Bundesstaat Oklahoma, dem Hauptumschlagplatz für US-Erdöl. Vor einer Woche war der Preis für US-Öl zum Kontraktwechsel zeitweise in den Negativbereich gerutscht.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 20,84 Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für die US-Sorte WTI sank um 1,69 Dollar auf 15,25 Dollar je Barrel.

Marktbeobachter verwiesen auf die geringe Nachfrage nach Rohöl in führenden Industriestaaten. Trotz erster Anzeichen für eine Verbesserung der Lage in den am stärksten vom Coronavirus getroffenen europäischen Ländern und der vorsichtigen Lockerung der Ausgangsbeschränkungen bleibt die Wirtschaft in Europa und vielen anderen Staaten weltweit gehemmt.

Sonntag, 26. April 2020

4.00 Uhr – Europas Großkonzerne streichen Dividende

Schlechte Zeiten für Aktionäre: Reihenweise kappen Europas Großkonzerne die geplante Gewinnausschüttung. Fast ein Viertel, genau 141 der 600 Unternehmen im europäischen Aktienindex Stoxx haben einer Übersicht der DZ Bank zufolge bisher bekanntgegeben, dass sie die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr streichen. Die erwartete Ausschüttung im Stoxx für das Geschäftsjahr 2019 falle demnach um 23 Prozent auf rund 310 Milliarden Euro, rechnet DZ-Bank-Experte Michael Bissinger vor. «Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die Ausschüttungen weiter reduziert werden.» Ein Rückgang der Dividenden um etwa 40 Prozent erscheine realistisch - ähnlich drastisch wie in der Finanzkrise 2008/2009.

Freitag, 24. April 2020

14.22 Uhr – Merkel will Störungen in europäischen Lieferketten verringern

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für ein gemeinsames Vorgehen in Europa ausgesprochen, um Störungen insbesondere in europäischen Lieferketten zu minimieren. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Videokonferenz Merkels und mehrerer Bundesminister mit Spitzenverbänden der Wirtschaft und Gewerkschaften über die Lage in der Corona-Krise mit.

Im Fokus standen demnach Herausforderungen von besonders betroffenen Branchen wie etwa dem Einzelhandel, dem Gastgewerbe aber auch von Teilen der Industrie. Merkel habe am Freitag auf die umfangreichen Rettungspakete verwiesen, die die deutsche Bundesregierung zur Unterstützung der Wirtschaft und zum Erhalt von Arbeitsplätzen auf den Weg gebracht habe. Ein weiteres Thema seien «geeignete wirtschaftspolitische Maßnahmen» gewesen, die helfen könnten, das Wiederanlaufen der Wirtschaft in Deutschland und Europa zu unterstützen.

8.42 Uhr –Nestlé profitiert von Hamsterkäufern

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé hat im ersten Quartal von den Hamsterkäufen infolge der Corona-Pandemie profitiert. In den ersten drei Monaten fiel das Wachstum höher aus, als Experten erwartet hatten. Allerdings zehrte der Anstieg des Schweizer Franken die Zuwächse in der Bilanz komplett auf. Zudem wirkten sich die Verkäufe von Sparten aus, so dass der Umsatz zurückging. Der Erlös sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf 20,8 Milliarden Schweizer Franken (rund 20 Mrd Euro), wie das an der Börse wertvollste europäische Unternehmen am Freitag in Vevey mitteilte. Das organische Wachstum - also ohne Währungs- und Verkaufseffekte - habe 4,3 Prozent betragen.

Die Folgen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns sind nach Darstellung von Nestlé bisher nicht einzuschätzen. Auch wenn es noch zu früh sei, die vollen Auswirkungen von Covid-19 zu beurteilen, «halten wir an unserem ursprünglichen Ausblick für das Gesamtjahr 2020 vorläufig fest», hieß es. Demnach sollen der Umsatz im laufenden Jahr ohne die Währungs- und Übernahmeffekte und die operativen Margen zulegen. Zudem soll auch der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie steigen.

8.15 Uhr – Ölpreis steigt wieder

Die Ölpreise haben am Freitag ihre deutliche Erholung vom Vortag fortgesetzt. Ausschlaggebend war am Mittwoch jedoch keine Entspannung bei Nachfrageschwäche und Angebotsüberfluss, vielmehr sorgten politische Spannungen zwischen den USA und Iran für steigende Risikoprämien bei Rohöl.

Nach einem Zwischenfall auf offener See hatte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch die Marine angewiesen, iranische Schiffe zu zerstören, sollten sie sich amerikanischen Schiffen in den Weg stellen. Am Donnerstag reagierte Iran scharf mit Gegendrohungen. Die Beziehungen zwischen den USA und dem ölreichen Iran sind seit langem stark belastet.

Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zuletzt 22,48 Dollar. Das waren 1,15 Dollar mehr als am Vortag. Die US-Sorte WTI wurde je Barrel zu 17,70 Dollar gehandelt. Sie kostete damit 1,20 Dollar mehr als am Donnerstag. Dagegen waren die Erdölpreise am Montag und Dienstag noch kollabiert. Auch die Börsen wurden dadurch stark belastet, da mit dem Preiskollaps Sorgen um den amerikanischen Energiesektor verbunden sind.

Donnerstag, 23. April 2020

7.03 Uhr – Historischer Rückgang der Übernachtungen in Spanien

Die Übernachtungen in spanischen Hotels und Pensionen sind im März wegen der Corona-Krise um 61,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Insgesamt seien 8,3 Millionen Übernachtungen registriert worden, teilte das Nationale Statistikamt INE am Donnerstag mit. Im März vergangenen Jahres seien es noch 21,5 Millionen gewesen. Der Rückgang bei Übernachtungen von Spaniern habe bei 64,6 Prozent gelegen, der von Ausländern bei 58,9 Prozent, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Bezug auf das INE.

Der Einbruch dürfte im April noch wesentlich heftiger ausfallen, weil die Schließung der Hotels im März erst am 19. März mit einer Übergangsfrist von sieben Tagen angeordnet worden war. Inzwischen sind fast nur noch Angestellte und Kranke in Hotels untergebracht.

7.03 Uhr – Flugverkehr bricht um zwei Drittel ein

Der internationale Passagierverkehr könnte bis September 2020 um bis zu 1,2 Milliarden Reisende abnehmen. Das erwartet die Luftfahrtbehörde der Vereinten Nationen (ICAO) unter Berufung auf Prognosen.

Sollte die Prognose Realität werden, würde das einem Rückgang von zwei Drittel in den ersten drei Quartalen entsprechen, teilt die ICAO mit. Infolge des Ausbruchs der Pandemie ist der weltweite Flugverkehr fast zum Stillstand gekommen. Geschlossene Grenzen, Reisebeschränkungen und ein markanter Rückgang der Nachfrage haben den Markt einbrechen lassen.

Mittwoch, 22. April 2020

8.10 Uhr – Spanische Tourismusbranche schwer getroffen

Die Coronavirus-Krise trifft die spanische Tourismusbranche hart – allen voran Hochburgen wie Mallorca oder Andalusien. So sank die Zahl der Beschäftigten der Branche, die Beiträge an die staatliche Sozialversicherung zahlen, auf den Balearen im vergangenen Monat im Vergleich zu März 2019 um 17,4 Prozent, wie das spanische Verkehrsbüro Turespaña mitteilte. Das bedeute den Verlust von mehr als 14.500 Arbeitsplätzen. Nach dieser Erhebung folgt hinter den Balearen mit den Hauptinseln Mallorca, Ibiza und Menorca die südspanische Region Andalusien mit einem Minus von 16,8 Prozent.

In ganz Spanien ging die Zahl der Erwerbstätigen im Tourismussektor, die bei der Sozialversicherung angemeldet waren, laut Turespaña um 9,9 Prozent oder gut 240.000 auf knapp 2,2 Millionen Menschen zurück. Der Tourismussektor beschäftige 11,9 Prozent aller spanischen Erwerbstätigen, hieß es.

7.45 Uhr – Ölpreisverfall geht weiter

Am Ölmarkt geht es weiter kräftig nach unten. Zum Handelsstart am Mittwoch stand vor allem der Preis für die Nordseesorte Brent unter Druck – dieser fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende der Neunziger. Der Preis für Lieferungen im Juni fiel um bis zu 3,35 Dollar oder 17 Prozent auf 15,98 Dollar. Damit kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent erstmals seit 1999 weniger als 16 Dollar.

Zuletzt konnte sich der Kurs wieder etwas erholen und lag bei 16,64 Dollar - das Minus beträgt aber immer noch mehr als 2,69 Dollar oder knapp 14 Prozent. Damit beschleunigt sich auch beim Brent-Öl die Talfahrt dramatisch. Mitte April hatte ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte noch rund 30 Dollar gekostet.

Montag, 20. April 2020

8.35 Uhr –Boeing verliert weitere Bestellungen

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing muss in der Corona-Krise erneut eine Absage für eine Bestellung des Problemfliegers 737 Max hinnehmen. Die China Development Bank Financial Leasing Co. hat einen Auftrag über 29 Maschinen zurückgezogen, wie das chinesische Unternehmen am Montag (Ortszeit) mitteilte. Damit sinke die Zahl der noch offenen Bestellungen für den Boeing-Flieger 737 auf 70 Stück, hieß es weiter.

Der Airbus-Rivale verliert mit seinem nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenjet 737 Max immer mehr Aufträge. Im ersten Quartal wurden unter dem Strich 314 Bestellungen für das Modell zurückgezogen. Die Coronavirus-Pandemie erschwerte die Lage für Boeing in den vergangenen Monaten noch zusätzlich.

(Bild: Ted S. Warren/AP/dpa)

8.02 Uhr – Ölpreise sinken deutlich

Die Ölpreise sind im asiatischen Handel am Montag gefallen. Während der Nachfrageeinbruch wegen der Corona-Krise weiter anhält, mehrten sich am US-Markt zuletzt die Sorgen, die dortigen Öl-Lagerstätten könnten ihre Kapazitätsgrenzen erreichen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 27,64 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI sank um 3,59 Dollar auf 14,68 Dollar und damit auf ein Tief seit 21 Jahren.

Der Einbruch der Preise für US-Öl belief sich damit seit Jahresbeginn auf knapp 75 Prozent. Die Sorgen in Bezug auf die Rohöllager ließen die Kurse im Vergleich zum Nordsee-Öl stärker einbrechen, hier beliefen sich die Abschläge in diesem Jahr zuletzt auf 68 Prozent.

Marktbeobachter sahen in den Zahlen einen Anhaltspunkt für das, was Europa und Nordamerika noch bevorsteht.


Freitag, 17. April 2020

11.58 Uhr – Erste Fluglinie führt Bluttests vor Abflug durch

Die Fluggesellschaft Emirates hat einem Bericht von CNN zufolge damit begonnen, vor dem Abflug am internationalen Flughafen Dubai bei ihren Passagieren Covid-19-Bluttests abzunehmen. Es dauere dabei jeweils 10 Minuten, bis ein Ergebnis vorliege.

Am Mittwoch hätten Mitarbeiter der emiratischen Gesundheitsbehörde erstmals solche Tests bei einem Flug nach Tunesien durchgeführt, teilte die Fluggesellschaft mit. «Wir wollen unsere Testmöglichkeiten in Zukunft auf andere Flüge ausweiten», so ein Sprecher von Emirates. «So können wir unseren Passagieren vor Ort eine Bestätigung liefern, wenn Sie ein Land reisen, das einen Testnachweis von Covid-19 verlangt.»

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Seit 6. April 2020 gehen wieder die ersten Flüge von Dubai nach Frankfurt, London-Heathrow, Paris, Zürich und Brüssel.

Die verwendeten Bluttests diagnostizieren keine aktive Infektion mit dem Coronavirus, sondern prüfen das Blut auf Antikörper darauf. Antikörper aber werden in einem frühen Stadion der Ansteckung nicht unbedingt angezeigt.

Dennoch, so CNN, dürften solche Tests angesichts der weltweit bestehenden Reisebeschränkungen von Flugpassagieren weltweit als ein Schritt in die richtige Richtung gesehen werden.

6.58 Uhr – Börse in Tokio legt zu

Die Börse in Japan ist auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen geklettert. Die von US-Präsident Donald Trump präsentierten Richtlinien für ein Wiederhochfahren der Wirtschaft wirkten sich positiv auf die Stimmung aus, hieß es bei Marktteilnehmern. Der Nikkei-Index gewann 2,6 Prozent auf 19.782 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte gut ein Prozent auf 1437 Zähler zu.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 107,69 Yen und stagnierte bei 7,0793 Yuan. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0868 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0525 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,4 Prozent auf 1,2498 Dollar.

5.36 Uhr – Chinas Wirtschaft bricht ein

Wegen der Corona-Krise ist die chinesische Wirtschaft zu Jahresbeginn massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent, wie das Statistikbüro am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit 6,5 Prozent gerechnet. Es war das erste Minus seit mindestens 1992 als mit der Aufzeichnung von Daten zur Wirtschaftsleistung begonnen wurde. Die Volksrepublik hatte wegen der Epidemie das öffentliche Leben massiv eingeschränkt, wobei viele Unternehmen nicht mehr arbeiten konnten.

(Bild: DPA)

3.38 Uhr – Uber schreibt über 2 Milliarden ab

Der Fahrdienstvermittler Uber kündigt wegen der Coronavirus-Krise milliardenschwere Abschreibungen an. Gleichzeitig zieht der Konzern seine Jahresprognose zurück. Das Unternehmen teilte am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit, dass der Verlust im ersten Quartal aufgrund von Abwertungen in der Bilanz um 1,9 Milliarden bis 2,2 Milliarden Dollar höher als bisher angenommen ausfallen dürfte. Uber steckt ohnehin schon tief in den roten Zahlen; im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar verbucht.

Die am 6. Februar ausgegebenen Geschäftsprognosen für das laufende Jahr zog Uber zudem zurück - angesichts der Coronavirus-Pandemie sei es derzeit unmöglich, Vorhersagen zu Finanzergebnissen zu machen, hieß es.

Zunächst hatte Uber nur angekündigt, dass ein Hilfsprogramm für Fahrer und Lieferanten, die unter der Krise litten, die Erlöse im vergangenen und laufenden Quartal belaste. Die nunmehr angekündigten Abschreibungen beziehen sich laut der Medieninformation vom Donnerstag auf Minderheitsbeteiligungen, die Uber an anderen Unternehmen hält. Ein ausführlicher Quartalsbericht solle am 7. Mai vorlegt werden, hieß es weiter.

3.28 Uhr – Boeing nimmt Produktion wieder auf

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Coronavirus-Krise gestoppte Flugzeugproduktion schon in der kommenden Woche wieder anlaufen lassen. Dies teilte der Airbus-Rivale am Donnerstag (Ortszeit) in Seattle mit. Der Betrieb in den Fabriken in der Region Puget Sound im Bundesstaat Washington solle ab 20. April schrittweise wieder hochgefahren werden, hieß es. Boeings Aktien reagierten nachbörslich mit einem über achtprozentigen Kurssprung.

Rund 27.000 Beschäftigte sollen laut Boeing die Arbeit wieder aufnehmen. Zunächst würde die Montage von den Modellen 747, 767 und 777 wieder aufgenommen, hiess es weiter. Ab dem 23. oder 24. April auch diejenige der 787. Die Luftfahrtbranche bräuchte aber finanzielle Hilfen vom Staat, sagte Boeing-Chef Dave Calhoun.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Fertigung im vergangenen Monat auf unbestimmte Zeit angehalten worden. Wegen eines seit Januar geltenden Fertigungsstopps bei dem nach zwei Flugzeugabstürzen weltweit mit Startverboten belegten Modells 737 Max wird Boeings Produktion zunächst jedoch stark eingeschränkt bleiben.

(Bild: DPA)

Donnerstag, 16. April 2020

13.58 Uhr – Deutscher Hersteller verlangt 120 Euro für zehn Masken

Der deutsche Maskenhersteller Trigema stellt seit März täglich Zehntausende Schutzmasken her. Dabei verlangt er einen stolzen Preis: Ein Pack mit 10 Masken kosten 120 Euro. Der Firmeninhaber Wolfgang Grupp verteidigt die Preise: Es seien fünf Arbeitsgänge nötig, um eine Maske herzustellen. «Der Preis ist für mich angemessen, wenn die Löhne und Sonderausgaben gedeckt sind», erklärte Grupp der Zeitung die Welt. Er helfe gerne, könne «die Masken aber nicht verschenken», so Grupp. Aktuell sind bei Trigema über eine Million Masken bestellt. Wer heute eine Bestellung aufgibt, kann frühestens Anfang Mai mit einer Auslieferung rechnen.

(Bild: DPA)

Mittwoch, 15. April 2020

20.43 Uhr – Amazon setzt Betrieb in Frankreich aus

Nach einem Gerichtsurteil setzt Amazon den Betrieb seiner Verteilzentren in Frankreich vorläufig aus. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte dem Online-Händler zuvor auferlegt, sich auf eine Auswahl wichtiger Artikel zu beschränken.

Wie lange die Aussetzung laufen soll, wurde explizit nicht mitgeteilt. «Diese Woche werden wir die Mitarbeiter unserer Verteilzentren bitten, zuhause zu bleiben», schrieb das Unternehmen.

Das Gericht hatte am Dienstag erklärt, der Online-Händler habe in der Coronavirus-Krise seine Verpflichtungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in seinen Logistikzentren nicht ausreichend erfüllt. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben erstaunt über das Urteil und kündigte an, dagegen in Berufung zu gehen.

18.51 Uhr – Gaststättenverband fordert Rettungspaket

Bars, Clubs und Restaurants bleiben in der Corona-Krise deutschlandweit für ungewisse Zeit geschlossen. Deshalb benötigt die Branche aus Sicht des Gaststättenverbands Dehoga ein Rettungspaket. «Unsere Betriebe waren die ersten, die geschlossen wurden, und sind nun die letzten, die wieder öffnen dürfen», sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Mittwochabend.

Zuvor hatten Bund und Länder über die Beschlüsse zur Fortdauer der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie informiert. Gastronomiebetriebe müssen demnach weiterhin geschlossen bleiben.

Als Teil des Rettungspakets für die Gastro-Branche forderte der Dehoga unter anderem die Bildung eines «Rettungs- und Entschädigungsfonds» mit direkten Finanzhilfen für die Betriebe. Ein weiterer Baustein müsse die Herabsetzung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent im Gastgewerbe sein – auch dort, wo vor Ort konsumiert wird. Bislang gilt dort der höhere Steuersatz von 19 Prozent.

5.49 Uhr – Hilfspaket für Airlines

Die US-Regierung hat sich Insidern zufolge grundsätzlich mit den amerikanischen Fluggesellschaften auf ein Hilfspaket im Volumen von 25 Milliarden Dollar geeinigt. Das Geld solle bei der Zahlung von Löhnen helfen, sagten am Dienstag mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Ankündigung werde im Laufe des Tages erwartet.

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Es werde damit gerechnet, dass die sechs größten US-Gesellschaften - American Airlines, United Airlines, Delta, Southwest Airlines, JetBlue and Alaska Airlines - die Vereinbarung annehmen. Die Hoffnung auf die Hilfen hatte den Gesellschaften an der Wall Street deutlich Auftrieb gegeben. Die Branche erleidet wegen der Coronavirus-Epidemie hohe Verluste.


Dienstag, 14. April 2020

19.49 Uhr – Arbeitgeber fordern: Rom sollte ESM-Kredite nehmen

Der größte italienische Arbeitgeberverband Confindustria hat in der Corona-Krise von der Regierung in Rom einen Kurswechsel in der Debatte über Hilfskredite des europäischen Rettungsschirms ESM gefordert. Regierungschef Giuseppe Conte betont bisher, Rom werde auf Geld des Stabilitätsmechanismus ESM verzichten.

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Der Unternehmerverband verlangte dagegen am Dienstag die Nutzung solcher Mittel für das Gesundheitssystem: In einer «so heiklen Zeit ist es von entscheidender Bedeutung, alle verfügbaren Instrumente einsetzen zu können», hieß es. «Die Confindustria appelliert daher an die Regierung und an alle politischen Kräfte, die vom ESM zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Mittel zu verwenden (...).» Politischer Streit über Begriffe sei fehl am Platz.

17.45 Uhr –Dax profitiert von Chinas Konjunkturdaten

Positiv aufgenommene Wirtschaftsdaten aus China haben den Dax am Dienstag gestützt. Der deutsche Leitindex schloss 1,25 Prozent höher bei 10 696,56 Punkten. Allerdings hatten technische Störungen bei der Deutschen Börse schon früh eine stundenlange Unterbrechung des Xetra-Handel ausgelöst. Erst am frühen Nachmittag war es dem Börsenbetreiber gelungen, die Probleme zu lösen.

Vom Crash-Tief Mitte März hat sich der Dax nun schon um fast 30 Prozent nach oben gearbeitet. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Dienstag 1,24 Prozent auf 22 374,20 Punkte.

Chinas Außenhandel war im März von der Corona-Krise deutlich schwächer als befürchtet getroffen worden.

16.08 Uhr – G7-Staaten wollen armen Ländern Schulden stunden

Die führenden Industriestaaten wollen die ärmsten Länder der Welt mit Schuldenerleichterungen unterstützen, damit diese die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie besser abfedern können. Die Staaten der G7-Gruppe seien bereit, den Schuldendienst für die ärmeren Länder zeitlich begrenzt auszusetzen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums nach einem Telefonat der G7-Minister und Zentralbankchefs. Voraussetzung sei die Beteiligung aller G20-Staaten, hieß es. Damit müsste unter anderem auch China zustimmen, das Kredite an viele Entwicklungsländer vergeben hat.

Auch der Topf des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Notkredite solle aufgestockt werden, forderten die G7-Finanzminister demnach. Der IWF hatte bereits am Montag Schuldenerleichterungen für 25 der ärmsten Länder angekündigt.

Bruno Le Maire, Wirtschafts- und Finanzminister von Frankreich. Foto: Alessandro Della Valle/dpa

In Frankreich erklärte Finanzminister Bruno Le Maire, es gebe im Rahmen der G20 bereits einen Konsens dafür, den ärmsten Ländern im laufenden Jahr einen Zahlungsaufschub einzuräumen. «Wir haben das im Rahmen des Pariser Clubs erreicht und im Rahmen der G20, da China unser Vorgehen unterstützt hat», sagte Le Maire am Dienstag. Das betreffe 76 Länder, hauptsächlich in Afrika. Bei der Einigung gehe es um rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Pariser Club hat 22 Mitglieder, unter ihnen auch Deutschland. Sie haben vergleichbare Kreditregeln und verhandeln immer wieder über größere Schuldennachlässe.

14.34 Uhr – IWF erwartet globale Rezession

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einer globalen Rezession. Die Wirtschaftsleistung werde um drei Prozent schrumpfen, betonte der IWF am Dienstag in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung. Das wäre ein schlimmerer Wirtschaftseinbruch als jener nach der globalen Finanzkrise 2008/2009. Im Januar hatte der IWF für 2020 noch ein Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert.

Kristalina Georgiewa, Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Foto: Liu Jie/XinHua/dpa

Für das kommende Jahr rechnet der IWF nun mit einer deutlichen Erholung. Die globale Wirtschaft soll dann im Vergleich zum Vorjahr um starke 5,8 Prozent wachsen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr 2020 weitgehend unter Kontrolle gebracht werden kann und sich auch das Wirtschaftsleben wieder normalisiert, wie der IWF mitteilte. Die Organisation warnte allerdings, dass die jüngsten Prognosen wegen der anhaltenden Pandemie noch mit «extremer Unsicherheit» behaftet seien.

10.59 Uhr – Rekordhoch des Goldpreises

Der Goldpreis hat seinen Höhenflug im Zuge der Corona-Krise nach den Osterfeiertagen fortgesetzt. Am Dienstagmorgen wurde die Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London bei 1727,09 US-Dollar gehandelt. Das ist der höchste Preis seit Ende 2012. In Euro gerechnet stieg die Notierung bis auf 1580,09 Euro und damit so hoch wie noch nie.

Nach Einschätzung des Edelmetallhändlers Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus profitierte das Edelmetall von seinem Status als sicherer Anlagehafen. «Die Verunsicherung der Investoren ist weiterhin groß», sagte Zumpfe. Noch seien die Auswirkungen der Corona-Krise für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nicht abzuschätzen und die Nachfrage nach Gold sei weiterhin vergleichsweise hoch.

Am Markt wird darüber hinaus auf die Geldflut führender Notenbanken im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise verwiesen. Mit einer erneuten Lockerung der Geldpolitik und milliardenschweren Wertpapierkäufen versuchen unter anderem die US-Notenbank Fed oder die Europäische Zentralbank den Einbruch der Konjunktur abzufedern. Das drückt tendenziell auf die Zinsen etwa von Staatspapieren, wodurch zinslose Geldanlagen wie Gold im Vergleich attraktiver werden.

Goldhändler Zumpfe verwies aber auch auf Risiken für die weitere Entwicklung am Goldmarkt: «Nach dem rasanten Anstieg der vergangenen Tage wird der Goldpreis auch zunehmend anfällig für vorübergehende Korrekturen.»

9.31 Uhr – Renault steigt aus Partnerschaft aus

Der französische Autobauer Renault steigt aus einer Partnerschaft mit dem chinesischen Automobilhersteller Dongfeng aus. Das Unternehmen verringert damit seine Aktivitäten in China. Die beiden Partner hätten eine Vereinbarung getroffen, wonach Renault seinen 50-Prozent-Anteil am Gemeinschaftsunternehmen an Dongfeng überträgt, wie aus einem Statement von Renault vom Dienstag hervorgeht. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht genannt.

Das Gemeinschaftsunternehmen war 2013 an den Start gegangen. Aktuell belastet die Covid-19-Krise den Automarkt, weshalb einige Autobauer ihre Aktivitäten unter die Lupe nehmen. Renault will sich in China nun auf leichte Nutzfahrzeuge und Elektroautos konzentrieren, hieß es weiter.

8.30 Uhr – Eurokurs und Ölpreis

Der Kurs des Euro ist am Dienstag gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0944 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in der vergangenen Nacht nur knapp über 1,09 Dollar gestanden hatte. Marktbeobachter verwiesen auf eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten, die auch dem Euro etwas Auftrieb verleihen konnte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0867 Dollar festgesetzt.

Die Ölpreise haben am Dienstagmorgen leicht zugelegt. Nachdem sich führende Förderländer auf eine Kürzung der Fördermenge geeinigt hatten, waren die Ölpreise zwischenzeitlich stark geschwankt. Ungeachtet der Einigung im Preiskrieg hält die Nachfrageschwäche aufgrund der Corona-Pandemie weiter an. Die Preise bewegten sich daher am Morgen wieder ungefähr auf dem Niveau vom Wochenstart. Gestützt wurden sie am Morgen durch chinesische Handelsdaten, die für März nicht so schwach wie von einigen Analysten befürchtet ausgefallen waren.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen mit 31,93 US-Dollar 19 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI für Mai stieg um 17 Cent auf 22,58 Dollar.

7.03 Uhr – Chinas Exporte sinken im März um 6,6 Prozent

In Folge des Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im März erneut gesunken. Der Rückgang fiel mit einem Minus von 6,6 Prozent im Vorjahresvergleich zwar noch immer deutlich aus. Das Minus war aber nicht mehr so groß wie noch im Januar und Februar, als die Ausfuhren um 17,2 Prozent eingebrochen waren. Die beiden Monate werden wegen des chinesischen Neujahrsfests als ein gemeinsamer Zeitraum gerechnet.

Wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten des Pekinger Statistikamts hervorging, zeigte sich zuletzt bei den Importen eine deutliche Stabilisierung: Nach einem Minus von vier Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres gingen sie im März in US-Dollar gerechnet nur noch um 0,9 Prozent zurück.

Während die Exporte im März einen Wert von umgerechnet 185,15 Milliarden US-Dollar (169,2 Mrd. Euro) erreichten, lag der Wert der Einfuhren bei 165,25 Milliarden Dollar.

Montag, 13. April 2020

14 Uhr – Kia setzt Produktion teilweise aus

Der südkoreanische Autohersteller Kia Motors fährt die Produktion herunter. Der Konzern wolle den Betrieb in drei Fabriken im Land aussetzen, da die Coronakrise die Exporte nach Europa und in die Vereinigten Staaten belaste.

(Bild: Keystone)

Das sagte ein Gewerkschaftsvertreter am Montag in Bezug auf eine Mitteilung des Unternehmens. Die Gewerkschaft habe sich nicht entschieden, ob sie den Plan wegen der laufenden Verhandlungen über die Bezahlung akzeptieren wolle, sagte er, ohne näher darauf einzugehen. Der Betrieb würde zunächst vom 23. bis 29. April ausgesetzt. Kia Motors äußerte sich nicht unmittelbar auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

13.30 Uhr – EU-Kommissarin warnt vor Übernahmen

Die Europäische Union hält Beteiligungen von Regierungen an Unternehmen für notwendig, um Übernahmen durch chinesische Firmen abzuwenden.

Einem Bericht der Zeitung «Financial Times» (FT) zufolge fordert die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, die Mitgliedsländer auf, Anteile an Unternehmen zu kaufen, um der Bedrohung durch chinesische Übernahmen entgegenzuwirken.

«Wir sehen keine Probleme mit Staaten, die notfalls als Marktteilnehmer auftreten, wenn sie Anteile an einem Unternehmen mit der Absicht erwerben, eine solche Akquisition zu verhindern,» sagt Vestager in einem Interview der FT. Es bestünde ein echtes Risiko, dass durch die Coronavirus-Krise angeschlagene Unternehmen Gegenstand einer Übernahme werden könnten.


Freitag, 10. April 2020

1.25 Uhr – EU stellt 500 Milliarden Euro bereit

Im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise haben die EU-Staaten ein Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro für Arbeitnehmer, Firmen und schlingernde Staaten geschnürt. Die Einigung erzielten die Finanzminister am späten Donnerstagabend nach extrem langwierigen und schwierigen Verhandlungen. Deutschlands Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigte sich zufrieden. «Heute ist ein großer Tag europäischer Solidarität und auch Stärke», sagte der SPD-Politiker in Berlin.

Foto: Virginia Mayo/dpa

Das nun vereinbarte Paket enthält drei Punkte - nach Centenos Worten jeweils ein «Sicherheitsnetz» für Jobs, für kleine und mittlere Unternehmen und für angeschlagene Staaten wie Italien oder Spanien, die ohnehin verschuldet sind und nun auch noch von der Corona-Pandemie schwer getroffen werden.

Als Hilfe für Staaten sind vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM von bis zu 240 Milliarden Euro vorgesehen; für Unternehmen soll es ein besonderes Kreditprogramm der Europäischen Investitionsbank EIB geben, das 200 Milliarden Euro mobilisieren soll; und Arbeitnehmern soll das von der EU-Kommission vorgeschlagene Kurzarbeiter-Programm namens «Sure» im Umfang von 100 Milliarden Euro zugute kommen.

Donnerstag, 9. April 2020

13.40 Uhr – Lufthansa verliert eine Million Euro pro Stunde

Die größte europäische Fluggesellschaft Lufthansa ist in argen Geldsorgen. Die Airline verliert aktuell 1 Million Euro – und das pro Stunde. Das teilte CEO Carsten Spohr in einer Videomitteilung den Angestellten mit. «Wir können diese Krise ohne staatliche Hilfe nicht durchstehen», so Spohr weiter.

9.07 Uhr – Dax legt zu: Anleger setzen auf EU-Hilfspaket

Nach der Atempause zur Wochenmitte geht es mit den Kursen am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag wieder aufwärts. Der Dax stieg im frühen Handel um 1,5 Prozent auf 10 487 Punkte. Gespannt warten die Marktakteure auf die Fortsetzung der Verhandlungen der Eurogruppe über ein Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise. «An den Börsen rechnen alle mit einer schnellen Einigung», sagte Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Sollte diese allerdings ausbleiben, wäre das ein harter Schlag für die Aktienmärkte.

06.00 Uhr – EZB fordert Solidarität

Die Chefin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde hat die EU-Staaten zu mehr Solidarität aufgerufen. «Solidarität ist in Wirklichkeit Selbstinteresse», betonte sie in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag in mehreren europäischen Zeitungen.

«Die Regierungen müssen sich gegenseitig unterstützen, damit sie zusammen die optimale politische Reaktion zeigen gegen einen allgemeinen Schock, für den niemand verantwortlich ist», forderte Lagarde weiter.

«Es ist notwendig, dass die finanzpolitische Reaktion auf diese Krise überall in der Euro-Zone mit ausreichender Stärke erfolgt», führte Lagarde zudem aus. Eine vollständige Koordinierung von Finanz- und Geldpolitik sei der beste Weg, Industrie und Arbeitsplätze zu schützen. Um einen dauerhaften Schaden zu verhindern, müsse die Wirtschaft in eine Wartestellung versetzt werden.

05.00 Uhr – WTO befürchtet Absturz des Welthandels

Rund eine halbe Milliarden Menschen könnten im Zuge der Corona-Krise nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. «Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008», heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 5,50 Dollar am Tag zur Verfügung hätten, würde um 548 Millionen auf fast vier Milliarden steigen.


Mittwoch, 8. April 2020

15.00 Uhr – WTO befürchtet Absturz des Welthandels

Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Absturz des Welthandels infolge der Corona-Krise um 13 bis 32 Prozent. Dies sei die Spanne zwischen einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario, teilte die WTO am Mittwoch in Genf mit. «Der unvermeidliche Rückgang bei Handel und Produktion wird schmerzhafte Konsequenzen für Haushalte und Unternehmen haben, ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, das diese Krankheit verursacht», sagte WTO-Chef Roberto Azevedo.

Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Entscheidend sei es auch, bereits jetzt die wirtschaftspolitisch richtigen Weichen zu stellen. Im Idealfall sei eine schnelle und kräftige Erholung möglich. «Und wenn die Länder kooperieren, werden wir eine schnellere Erholung erleben, als wenn jedes Land für sich alleine agiert.»

9.14 Uhr – Erholung beim Dax ausgebremst

Nach zwei starken Börsentagen ist die Erholung am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch ins Stocken geraten. Die Finanzminister der Europäischen Union konnten sich nicht auf ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket einigen. Stattdessen vertagten sie sich auf Donners

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hardcore-Kapitalist am 15.04.2020 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Hurra, ein Hilfspaket für die Fluggesellschaften! Bitte investiert unsere Steuergelder in Fluggesellschaften und in Adidas (2,4 Milliarden Sofortkredit)!! Es wäre ganz schlimm, wenn ihr Krankenhäuser bauen würdet oder medizinische Geräte oder die Gehälter des Pflegepersonals verdoppeln würdet oder eine internatioanle Seuchen-Eingreif-Truppe bilden würdet oder kleine Unternehmer und Betriebe oder Umweltschutzorganisationen unterstützen würdet. All das brauchen wir nicht, wir brauchen Fluggesellschaften und Adidas!

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  • Wer Mist am 09.05.2020 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Die Arschlöcher sollen mal lieber in den USA messen, Hr,Hr, alle dod, dem Trump sterben die Wähler weg.

  • Megadeath am 27.03.2020 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Trump as dach een arsch

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wer Mist am 09.05.2020 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Die Arschlöcher sollen mal lieber in den USA messen, Hr,Hr, alle dod, dem Trump sterben die Wähler weg.

  • Léon am 23.04.2020 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Et la pollution aussi, les avions sont responsables du réchauffement climatique. La terre ce porte beaucoup mieux sans les avions.

    • Tor Tor am 09.05.2020 19:33 Report Diesen Beitrag melden

      Tor Tor Tor

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  • Léon am 21.04.2020 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    non Merci je ne prend pas l’avion de la mort

  • so einfach geht's am 20.04.2020 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Trump zettert gegen China, China stoppt Kauf von Boeing's 737 Max.

  • Hardcore-Kapitalist am 15.04.2020 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Hurra, ein Hilfspaket für die Fluggesellschaften! Bitte investiert unsere Steuergelder in Fluggesellschaften und in Adidas (2,4 Milliarden Sofortkredit)!! Es wäre ganz schlimm, wenn ihr Krankenhäuser bauen würdet oder medizinische Geräte oder die Gehälter des Pflegepersonals verdoppeln würdet oder eine internatioanle Seuchen-Eingreif-Truppe bilden würdet oder kleine Unternehmer und Betriebe oder Umweltschutzorganisationen unterstützen würdet. All das brauchen wir nicht, wir brauchen Fluggesellschaften und Adidas!

    • pitti am 23.04.2020 08:08 Report Diesen Beitrag melden

      Sehr richtig

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