Ticker – Wirtschaft

27. März 2020 18:22; Akt: 27.03.2020 18:22 Print

Trump beschimpft US-​​Autobauer GM auf Twitter

Das Coronavirus lähmt die Weltwirtschaft. Autobauer stellen die Produktion vorerst ein. Und jetzt streicht Ryanair alle Flüge für mindestens zwei Monate.

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Banken und Sparkassen werden geradezu überrannt von Anfragen nach KfW-Hilfskrediten. Denn kleine Betriebe bangen um ihre Existenz. (Bild: DPA/Frank Rumpenhorst)

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Das Wichtigste in Kürze

•Das Coronavirus trifft die global vernetzte Wirtschaft hart.

•Der Ölpreis stürzt ab.

•Die Kurse an den Aktienmärkten sinken in historischem Ausmaß. Notenbanken in den USA und Japan senken die Leitzinsen. Anleihenkäufe sollen die Märkte stabilisieren.


Freitag, 27. März 2020

18.15 Uhr – Trump schreit auf Twitter gegen GM

Weil der US-Autoriese mit der Produktion der Beatmungsgeräte kaum hinterherkommt, schimpft der US-Präsident auf Twitter in Großbuchstaben: «SIE MÜSSEN ANFANGEN, BEATMUNGSGERÄTE HERZUSTELLEN, JETZT!!!!!! FORD, FANG AN MIT BEATMUNGSGERÄTEN, SCHNELL!!!!»

11.51 Uhr – Europas Börsen schlittern ins Minus

Nach drei gewinnträchtigen Handelstagen in Folge ist die Erholung an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Freitag ins Stocken geraten. Börsianer begründeten dies mit negativen Nachrichten aus Italien, Spanien und den USA zu den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der EuroStoxx 50 notierte am späten Vormittag 2,7 Prozent tiefer bei 2771 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich für den Eurozonen-Leitindex aber dennoch ein satter Gewinn von knapp 9 Prozent an.

Die Notenbanken und Regierungen versuchen derzeit weltweit mit allen Mitteln, sich gegen die Corona-Krise zu stemmen. «Es braucht Anzeichen dafür, dass die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden und ein Ende des wirtschaftlichen Stillstands damit einkalkuliert werden kann», erklärte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader.

07.48 Uhr – Große Nachfrage nach KfW-Hilfskrediten

Banken und Sparkassen werden geradezu überrannt von Anfragen nach KfW-Hilfskrediten. Die Zeit drängt: Kleine Betriebe bangen um ihre Existenz, ganze Branchen trifft die Corona-Krise hart. Bis Mittwochabend lagen der KfW 195 Anträge über insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor. «Wir erhalten Kreditanträge über alle Größenklassen verteilt, der Schwerpunkt liegt jedoch bei kleinvolumigeren Kreditanträgen bis eine Million Euro», sagte eine Sprecherin der staatlichen Förderbank in Frankfurt.

Donnerstag, 26. März 2020

11.41 Uhr – Flughafen Saarbrücken plant Kurzarbeit

Der Flughafen Saarbrücken will für seine Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragen. Dazu haben die Flughafen Saarland GmbH und der Betriebsrat der Gesellschaft eine Vereinbarung unterzeichnet, wie der Flughafen am Donnerstag mitteilte. Dies betreffe rund 100 Beschäftigte. Hintergrund für die schwierige Lage seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

Derzeit gibt es vom Flughafen Saarbrücken noch täglich (außer Samstags) eine Flugverbindung nach Berlin-Tegel mit der Airline Danish Air Transport (DAT). Die Verbindung nach Hamburg sei von Luxair vorübergehend ausgesetzt worden, sagte ein Sprecher. Zum Sommerflugplan könne man derzeit keine Aussagen treffen. «Das steht alles noch in den Sternen.»

In 2019 hatten rund 365 000 Passagiere den Regionalflughafen Saarbrücken genutzt. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) über die geplante Kurzarbeit berichtet.


Mittwoch, 25. März 2020

13.31 Uhr – Renault verschiebt Hauptversammlung

Der französische Automobilhersteller Renault verschiebt wegen der Corona-Krise seine zunächst für den 24. April geplante Hauptversammlung. Es solle nun ein neuer Termin im Mai oder Juni gefunden werden, teilte Renault am Mittwoch in Boulogne-Billancourt bei Paris mit. Ein wichtiger Aktionär bei Renault ist der französische Staat mit 15 Prozent der Anteile.

Renault hatte nach früheren Angaben wegen der Covid-19-Krise bis auf weiteres zwölf Fabriken in Frankreich mit rund 18.000 Beschäftigten geschlossen. Im Land gelten strikte Ausgangsbeschränkungen, die Pandemie forderte bereits über 1000 Todesopfer.

7.48 Uhr – Ölpreis erholt sich weiter

Die jüngste Erholung der Ölpreise hat auch am Mittwoch angehalten. Am frühen Morgen sorgten Nachrichten über eine politische Einigung in den USA auf ein Konjunkturpakets im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für mehr Zuversicht an den Rohstoffmärkten. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 27,82 US-Dollar. Das waren 67 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI stieg um 78 Cent auf 24,80 Dollar.


Dienstag, 24. März 2020

16.28 Uhr – Unternehmen können Sozialbeiträge später zahlen

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Sozialversicherungsträger.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro. In einem der dpa vorliegenden Schreiben der Sozialversicherungsträger heißt es, Stundungen seien bis Juni zu gewähren. «Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht.» Ein zentraler Punkt ist, dass keine Stundungszinsen berechnet werden sollen.

13.14 Uhr – Ryanair streicht alle Flüge

Europas größte Billig-Airline Ryanair hat wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate gestoppt. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass keine Flüge im April und Mai stattfinden werden, teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary in Dublin mit. Letztlich hänge das aber von den Regierungsanweisungen ab. Niemand wisse, wie lange die Pandemie dauern werde. Ryanair steht laut O'Leary aber bereit, gestrandete Passagiere zurückzufliegen oder sich zum Beispiel an Medikamenten-Lieferungen zu beteiligen.

Bereits vor etwa einer Woche hatte die irische Airline diesen Schritt angekündigt. Damals plante die Fluggesellschaft, ihr Angebot um bis zu 80 Prozent zurückzufahren.

12.50 Uhr – Chevron kappt Förderung und Investitionen

Der US-Ölkonzern Chevron streicht im Zuge der Corona-Krise und fallender Ölpreise seine Förderpläne und Investitionen zusammen. Auch der Rückkauf eigener Aktien werde vorerst gestoppt, teilte der Konkurrent des Ölriesen ExxonMobil am Dienstag im kalifornischen San Ramon mit. Statt 20 Milliarden US-Dollar (18,6 Mrd Euro) will Chevron in diesem Jahr nur noch 16 Milliarden Dollar in sein Geschäft investieren. Die Produktion im texanischen Permbecken soll 20 Prozent geringer ausfallen als zuletzt geplant.

Zudem gibt der Konzern voraussichtlich deutlich weniger Geld an seine Anteilseigner zurück. Das jährliche Aktienrückkaufprogramm von 5 Milliarden Dollar wurde den Angaben zufolge ausgesetzt. Seit dem Jahreswechsel habe Chevron für 1,75 Milliarden Dollar eigene Anteile vom Markt zurückerworben. Die Dividenden sollen dennoch weiter fließen.

Im ersten Quartal strich der Konzern mehr als eine halbe Milliarde Dollar aus dem Verkauf seines Anteils am Fördergebiet Malampaya auf den Philippinen ein. Im April soll der Verkauf von Förderrechten in Aserbaidschan und einem Anteil an einer Pipeline weiteres Geld einbringen. Auch das Sparprogramm geht weiter. Bis Ende des Jahres will das Management die Betriebskosten um mehr als eine Milliarde Dollar senken.

12.24 Uhr – Wirtschaftsstimmung auf Rekordtief

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus und die ergriffenen Gegenmaßnahmen haben der Wirtschaft Europas einen schweren Schlag versetzt. Darauf deutet eine große Umfrage in Unternehmen hin, die als Richtschnur für die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung gilt. In der Eurozone brach die Wirtschaftsstimmung ebenso dramatisch ein wie in Großbritannien.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

09.29 Uhr – Dax erholt sich wieder

Die Panik am deutschen Aktienmarkt scheint verflogen. Der Dax gewann wenige Minuten nach dem Auftakt 6,17 Prozent auf 9280,29 Punkte. Zuletzt bewegte sich der deutsche Leitindex in diesem Bereich am 13. März. Am Vortag hatte der Dax nach seinem freundlichen Ausklang der Vorwoche zwar wieder im Minus geschlossen, aber immerhin klar über seinem Tagestief.

Montag, 23. März 2020

12.09 Uhr – Dax wieder auf Talfahrt

Die hohe Unsicherheit rund um die Coronavirus-Pandemie hat am Montag den deutschen Aktienmarkt erneut auf Talfahrt geschickt. Der zweitägige Stabilisierungsversuch vor dem Wochenende ist damit vorerst wieder verflogen. Aktuell beunruhigen vor allem parteipolitische Querelen in den USA die Anleger. Der Dax sackte bis zur Mittagszeit um 2,99 Prozent auf 8661,76 Punkte ab, womit die Verluste sich seit Handelsauftakt etwas verringerten.

8.38 Uhr – Ifo: Corona-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. «Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag.

«Auch am Arbeitsmarkt kommt es zu massiven Verwerfungen», betont Fuest. Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein. Für einen zweimonatigen Teilstillstand der Wirtschaft errechnet das Ifo-Institut Kosten zwischen 255 und 495 Milliarden Euro. Bei drei Monaten sind es demnach 354 bis 729 Milliarden.

Samstag, 21. März 2020

7 Uhr – Air Canada streicht 5100 Stellen

Die kanadische Fluggesellschaft will wegen der Coronavirus-Pandemie vorübergehend mehr als 5100 Stellen streichen, wie die Flugbegleitergewerkschaft erklärte. Bis mindestens Ende April seien die Entlassungen wirksam. Kürzlich hatte die Airline schon mitgeteilt, dass sie als Reaktion auf die Coronavirus-Krise schrittweise den Großteil ihrer internationalen Flüge bis zum 31. März aussetzen werde.


Freitag, 20. März 2020

15.45 Uhr – ArcelorMittal stellt seinen Betrieb ein

ArcelorMittal fährt seine Produktion an den Standorten Belval, Differdingen und Rodingen ab diesem Freitag schrittweise herunter. Im Anschluss sollen die Maschinen sieben Tage lang still stehen.

13.40 Uhr – IWF: Italien wird eine Rezession erleben

Die italienische Wirtschaft wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie schrumpfen. Der IWF rechnet für 2020 mit einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent, wie aus einer am Freitag vorgestellten Prognose hervorging. Der IWF räumte ein, dass es angesichts der anhaltenden Covid-19-Epidemie noch «sehr unsicher» sei, um wie viel geringer das Wachstum in Italien genau ausfallen werde. «Es besteht ein hohes Risiko eines deutlich schwächeren Ergebnisses», hieß es.

11.01 Uhr – Restaurantkette Vapiano ist insolvent

Die Restaurantkette Vapiano ist zahlungsunfähig. «Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten», teilte das Unternehmen in Köln mit.

7.49 Uhr – Tokio

Die Aktienkurse an der Börse in Seoul haben nach der Talfahrt in den vergangenen Tagen wieder deutlich zugelegt. Der L

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerd am 21.03.2020 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Der Ölpreis stürzt ab. as normal wann Leit net mei sou vill fueren kennen, Nowehen kommen nach am Een vum Joer,wann emmer mei Leit hir Rechnungen net mei kennen bezuellen.

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  • Megadeath am 27.03.2020 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Trump as dach een arsch

Die neusten Leser-Kommentare

  • Megadeath am 27.03.2020 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Trump as dach een arsch

  • Gerd am 21.03.2020 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Der Ölpreis stürzt ab. as normal wann Leit net mei sou vill fueren kennen, Nowehen kommen nach am Een vum Joer,wann emmer mei Leit hir Rechnungen net mei kennen bezuellen.

    • Léon am 24.03.2020 19:02 Report Diesen Beitrag melden

      Le ciel et plus clair et moins de pollution, c’est la preuve que c’est l’aviation qui pollue la planète.

    • Corona am 27.03.2020 18:29 Report Diesen Beitrag melden

      Et Socrate est un chat, pauv' con !

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