Corona-Pandemie

03. April 2020 08:40; Akt: 03.04.2020 08:55 Print

«Erste Hinweise, dass Medikamente helfen»

Gesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass es bald einen Wirkstoff gegen das Coronavirus geben wird, weiß aber dass es noch Monate dauern kann.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hegt große Hoffnung, dass Forscher bald ein Medikament gegen das Coronavirus entwickeln. (Bild: DPA/Odd Andersen)

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. «Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen», sagte der CDU-Politiker in Bild live. Dazu sollten Studien «schnellstmöglich möglich» gemacht werden. Allerdings müsse auch aufgepasst werden: Die Patienten müssten geschützt werden, da jedes Medikament auch Nebenwirkungen habe. Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem «alten Malaria-Mittel» Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten.

Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn, und ist damit auf einer Linie mit vielen Experten. «Die Impfstoffentwicklung ist noch mal herausfordernder. Das Malaria-Medikament kennen wir seit Jahren und Jahrzehnten. Da kennen wir Wirkungen und Nebenwirkungen», sagte Spahn. Diese Wirkungen und Nebenwirkungen müsse man nun neu für den Einsatz zur Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen abwägen.

« Es kann auch zwölf Monate dauern »

«Der Impfstoff ist eher eine Frage von mehreren Monaten als von wenigen Monaten.» Er wolle sich aber nicht festlegen, sagte Spahn und fügte hinzu: «Ich wäre der glücklichste Gesundheitsminister der Welt, wenn wir in drei oder sechs Monaten einen Impfstoff hätten. Ich bin aber auch Realist genug und von Fachleuten beraten, um zu wissen, es kann auch zwölf Monate dauern.» Deshalb dürfe die Politik keine falschen Hoffnungen wecken.

Bayer hatte am Donnerstag mitgeteilt, in Europa Produktionsmöglichkeiten für den Wirkstoff Chloroquin im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 zu schaffen. Das bereits in den 1930er Jahren entwickelte Medikament zur Malariaprophylaxe ist schon seit einigen Wochen im Gespräch, nachdem Tests an Zellkulturen eine Hemmung der Vermehrung des neuartigen Coronavirus gezeigt hatten.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pas am 03.04.2020 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der spahn ist ein idiot

  • Daweb am 04.04.2020 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo geff bayer e bessi ze verdingen hu schliesslich milliarde kloen an amerika wéint dem glyphosat

  • Rom B. am 03.04.2020 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist schon seit 4 Wochen bekannt, siehe Marseille.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daweb am 04.04.2020 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo geff bayer e bessi ze verdingen hu schliesslich milliarde kloen an amerika wéint dem glyphosat

  • Claude am 03.04.2020 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Spahn soll Schness haalen an zerecktrieden, wat deen de Leit schon en scheiss gezielt huet geet ob keng Kuhhaut, Merkel iwwregens och.

  • pas am 03.04.2020 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der spahn ist ein idiot

  • Rom B. am 03.04.2020 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist schon seit 4 Wochen bekannt, siehe Marseille.

  • Mell C am 03.04.2020 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird die Pharmakonzerne sicher freuen. Wenigstens einer der dran verdient. Traurig aber wahr.