Corona-Pandemie

20. März 2020 13:44; Akt: 20.03.2020 16:06 Print

«Ich kann nicht sagen, wann diese Krise vorbei ist»

LUXEMBURG – Die Regierung hat am Freitag neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Lungenkrankheit Covid-19 beschlossen. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Freitag haben sich Luxemburgs Minister erneut zu einer Krisensitzung aufgrund der Covid-19-Pandemie getroffen. Im Anschluss teilte Premierminister Xavier Bettel (DP) die beschlossenen Maßnahmen in einer Pressekonferenz mit.

Hier die wichtigsten Punkte:

• Bisher sind in Luxemburg 484 Menschen am Corona-Virus erkrankt, fünf Personen sind infolge der Krankheit verstorben. Bei einem weiteren Toten, muss noch überprüft werden, ob er an Covid-19 gestorben ist. 16 Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, drei davon auf der Intensivstation.

• In den vergangenen Tagen wurden jeweils mehr als 700 Menschen auf die Krankheit getestet. «Weit mehr, als in anderen Ländern», wie Bettel betont. Wer Symptome zeigt, solle sich testen lassen.

• Die Menschen sollen weiterhin zu Hause bleiben. «Es ist erlaubt, mit der Familie oder seinen Mitbewohnern an die frische Luft zu gehen, mehr nicht», sagt Bettel. Ausflüge mit dem Auto oder mit mehreren Menschen sind tabu. Ausnahmen, wie der Weg zu Einkaufen, zum Arzt oder zur Arbeit gelten weiterhin. Der Sicherheitsabstand von zwei Metern ist unbedingt einzuhalten.

• Kinder, deren Eltern geteiltes Sorgerecht haben, dürfen sich in beiden Haushalten aufhalten. Besser sei es aber, wenn sich die Eltern für nächsten Zeit auf einen Haushalt einigen. Dringende Umzüge, die sich nicht verschieben lassen, sind ebenfalls erlaubt.

• «Ich bin froh, dass sich so viele Menschen daran halten. Wir kommen durch diese Krise, wenn sich jeder an die Regeln hält. Wer das nicht tut, ist ein Teil des Problems und bringt andere Menschen in ernsthafte Gefahr», so der Premier.

• Bisher führte die Polizei 400 Personenkontrollen durch. Geldstrafen gab es keine. Ein Geschäft und ein Restaurant wurden bestraft.

• Die Grenzsituation sei stabil, Lkw dürften weiterhin fahren. Der Kontakt mit den Nachbarländern sei eng. Die Situation an den Grenzen werde permanent überwacht. Am Freitag seien 50 luxemburgische Zollbeamte zur Grenze geschickt worden, um mit den Beamten der Nachbarländer zusammenzuarbeiten.

• Die neue Internetseite corona.letzshop.lu laufe gut. Dort können besonders gefährdete Menschen ihre Lebensmittel bestellen.

• Im Norden des Landes werden wieder Grenzübergänge geöffnet, damit Pendler keinen riesigen Umweg fahren müssen.

• Es gibt 2000 Zimmer für die Grenzgänger, die im Gesundheitssystem arbeiten. 155 nutzen derzeit dieses Angebot.

• Am CHL in Luxemburg-Stadt wird derzeit ein provisorisches Krankenhaus gebaut – eine präventive Maßnahme, falls sich die Situation verschlechtert.

• Wann diese Krise beendet ist kann Bettel «beim besten Willen nicht sagen.» Dafür sei es noch viel zu früh. «Auch Experten können mir darauf keine Antwort geben», so Bettel. Selbst sei er völlig symptomfrei.

• Die Regierung arbeite eng mit Cargolux zusammen, um die Versorgung sicherzustellen. «Wir haben das Glück, mit einem solchen Partner zusammenzuarbeiten.»

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Luxemburg finden Sie hier.

(sw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meenu.g am 21.03.2020 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Bettel, hu vergiess, mir kënne net zu China so si sin eng Diktatur, wa mir elo dat selwecht machen. Dat net perseinlech gengt iech, mee wengst der Demokratie, an do dran och haette kënnen Leisungen fond gin.

  • Meenung am 21.03.2020 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Bettel wann haut schons afgestemmt get fir den Ausnahmezoustand ze verlaenren, da denken ech si mer schons no un enger Diktatur. Ech denken, mer sollten elo mol richteg analyseieren, wat geschidd, a wann et danet greift, da kenne mer jo afstemmen. Net well aner Laenner et machen as dat gudd. Heiget eloawer Demokratie ennerwandert.

  • jimbo am 21.03.2020 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also ween denkt, dass dei Situation am Abrëll faerdeg ass, deen ass wierklech Optimist.... Dat do dauert nach bis Juni/Juli, da gett et an enger eischter Phase besser, jiddereen geet erem eraus, hällt dHygiene net an an da kennt dei zweet Well am September wou dSpull erem ugeet....

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 21.03.2020 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also ween denkt, dass dei Situation am Abrëll faerdeg ass, deen ass wierklech Optimist.... Dat do dauert nach bis Juni/Juli, da gett et an enger eischter Phase besser, jiddereen geet erem eraus, hällt dHygiene net an an da kennt dei zweet Well am September wou dSpull erem ugeet....

  • Meenu.g am 21.03.2020 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Bettel, hu vergiess, mir kënne net zu China so si sin eng Diktatur, wa mir elo dat selwecht machen. Dat net perseinlech gengt iech, mee wengst der Demokratie, an do dran och haette kënnen Leisungen fond gin.

  • Meenung am 21.03.2020 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Bettel wann haut schons afgestemmt get fir den Ausnahmezoustand ze verlaenren, da denken ech si mer schons no un enger Diktatur. Ech denken, mer sollten elo mol richteg analyseieren, wat geschidd, a wann et danet greift, da kenne mer jo afstemmen. Net well aner Laenner et machen as dat gudd. Heiget eloawer Demokratie ennerwandert.

  • AbS am 21.03.2020 00:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie wārs mit Hilfe‘ es gibt Leute die sich nicht mal 1 kg mehl kaufen koennen ist normal das jetzt Leute anfangen mit überfallen. Ein kleiner Gutschein für jeden mitburger luxemburgs wäre auch super .