Corona-Pandemie

09. Oktober 2020 19:26; Akt: 09.10.2020 19:34 Print

Infektionszahl klettert auch in Portugal rapide

«Nächste Woche werden wir neue Maßnahmen beschließen, ich kann aber noch nicht sagen, welche», erklärte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva.

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Portugal sorgt sich um die steigende Zahl die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten. (Bild: AFP/Miguel Riopa)

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Das Coronavirus macht auch dem bisher relativ gut durch die Krise gekommenen Portugal immer mehr zu schaffen. Mit 1394 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete die Gesundheitsbehörde DGS am Freitag in Lissabon die zweithöchste Ansteckungszahl seit Ausbruch der Pandemie. Mehr neue Fälle wurden nur ein einziges Mal vor knapp sechs Monaten erfasst: Am 10. April hatte es 1516 Neuinfektionen gegeben. Wegen der rapide steigenden Zahlen kündigte die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa bereits am Donnerstag (1278 Neuinfektionen) «neue Maßnahmen» an.

Die Gesamtzahl der Fälle kletterte den amtlichen Angaben zufolge auf fast als 84.000. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, stieg am Freitag um zwölf auf 2 062. Sorge bereitete derweil vor allem die Tatsache, dass die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten in etwas mehr als einem Monat von gut 300 auf mehr als 900 in die Höhe schoss.

«Das Land würde kaum wieder einen Lockdown ertragen»

«Nächste Woche werden wir neue Maßnahmen beschließen, ich kann aber noch nicht sagen, welche», erklärte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva. Eine strikte Ausgehsperre, wie sie es zu Beginn der Pandemie gegeben hat, schloss die Politikerin aber aus. «Das Land würde kaum wieder einen allgemeinen Lockdown wie im März und April ertragen», meinte sie auf Fragen von Journalisten.

In Portugal gilt – anders als im Nachbarland Spanien – nicht im gesamten Land eine generelle Maskenpflicht im Freien, sondern nur auf Madeira. Mund-Nasen-Schutz muss man aber unter anderem in öffentlichen Transportmitteln, in Läden und anderen geschlossenen Räumen sowie auch an Orten mit Menschenansammlungen tragen. Außerdem muss man einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen einhalten.

(L'essentiel/dpa)

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