In Luxemburg

27. März 2020 07:02; Akt: 27.03.2020 07:06 Print

Isolierung stellt Familien vor große Herausforderungen

LUXEMBURG – Wenn Familien rund um die Uhr auf engem Raum zusammen leben, kann dies zu Spannungen führen.

storybild

Gegen Ärger hilft für Cynthia und ihre Tochter in der Isolation vor allem eins: Raus an die frische Luft!

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Diese Auszeit ist für uns sehr gut, weil wir sehr viel Zeit mit unserer Tochter verbringen können», erzählt Cynthia. Die Familienmutter genießt derzeit das Leben zur Hause mit ihrem Partner und ihrer fünfjähriger Tochter. Die Familie lebt in Vianden und profitiert dabei von der «idyllischen» Umgebung, in der es problemlos möglich ist, «risikofrei spazieren zu gehen». Tagsüber stehen immer zahlreichen Aktivitäten auf dem Programm – unter anderem «spielen, puzzeln, backen oder malen». Dazu gibt es noch «Aufgaben, die per Video von der Lehrerin geschickt werden».

Während Cynthias Familienleben traumhaft scheint, kann es in anderen Familien ganz anders aussehen. Das bestätigt auch Maja Hehlem, Psychologin bei Erzéiongs- a Familljeberodung in der ASBL AFP-Solidarité Famille. «In einer Krisensituation wie dieser, die für viele Familien – die es nicht gewohnt sind, so viel Zeit miteinander zu verbringen – völlig ungewöhnlich ist, kann es zu Spannungen kommen». Die Expertin befürchtet sogar, dass dies «zu Konflikten» führen könnte – besonders in Patchwork-Familien.

Um dies zu vermeiden sei es für Hehlem in solchen Fällen wichtig, «seine Gedanken und Emotionen auszudrücken». Außerdem sei es extrem wichtig – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder – «sich mindestens eine halbe Stunde am Tag zu isolieren, um einfach nur Zeit für sich selbst zu haben». Das ist natürlich nicht einfach, wenn man sich um Kleinkinder kümmern muss. Generell seien Regeln im alltäglichen Leben sehr wichtig, aber «man muss auch in ihrer Anwendung flexibel sein», sagt sie. Die Regierung ist sich der Herausforderung eines eingeschränkten Familienlebens bewusst und hat darum eine Sensibilisierungskampagne über Wohlsein in Isolation gestartet.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leiderwouer am 27.03.2020 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    noom corona werten pour famillen bestemmt auseneegoen, et ass een schon gereitzt dei 24 op 24 openeenhocken

  • Fred Flintstone am 27.03.2020 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wat Sagen Unser Großeltern Dazu?

  • Pit Meier am 27.03.2020 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wir 4 (Nicht-Risiko-Menschen, gesund) sitzen seit 2 Wochen in unserem Haus und haben bis auf 2 Mal Einkaufen 0 Kontakt zu anderen Menschen. Im Altenheim in Bartringen wohnen 130 Menschen. 150 Angestellte kümmern sich darum. Gehe ich mal davon aus, dass im Durchschnitt jeder Angestellte nur in einer Minifamilie mit 1 Kind lebt, also 3 Personen: Damit haben die Bewohner des Altenheimes (=Hochrisiko für Corona) direkt oder indirekt ständig Kontakt zu 450 Menschen. Also ich gesund mit Kontakt zu 3 anderen. Altenheimbewohner, Hochrisiko mit Kontakt zu 450 Personen. Perfekt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mani Webs am 27.03.2020 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Des Zäit stellt net nemmen Famillen viru grouss Erausfuederungen ... wunnt emol niewent enger Famille nombreuse wou d'Kanner an d'Elteren elo e groussen Deel vun hirer Zäit an engem Minigaard a voller Lautstärke blären ... si schengen keng Loft ze brauchen fir ze otmen. Null Respekt fir anerer ... an et kann een selwer emol net fortlaafen!

    • Monika am 28.03.2020 18:13 Report Diesen Beitrag melden

      Dat wat dir do vun iech gidd ass zwar richteg peinlech!

    einklappen einklappen
  • ApfelStamm am 27.03.2020 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Karma: Déi wou hier Kanner just durch de Staat an Schoul erzéihen loossen wollten, kréien elo d'Rechnung....

  • Pit Meier am 27.03.2020 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wir 4 (Nicht-Risiko-Menschen, gesund) sitzen seit 2 Wochen in unserem Haus und haben bis auf 2 Mal Einkaufen 0 Kontakt zu anderen Menschen. Im Altenheim in Bartringen wohnen 130 Menschen. 150 Angestellte kümmern sich darum. Gehe ich mal davon aus, dass im Durchschnitt jeder Angestellte nur in einer Minifamilie mit 1 Kind lebt, also 3 Personen: Damit haben die Bewohner des Altenheimes (=Hochrisiko für Corona) direkt oder indirekt ständig Kontakt zu 450 Menschen. Also ich gesund mit Kontakt zu 3 anderen. Altenheimbewohner, Hochrisiko mit Kontakt zu 450 Personen. Perfekt!

  • leiderwouer am 27.03.2020 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    noom corona werten pour famillen bestemmt auseneegoen, et ass een schon gereitzt dei 24 op 24 openeenhocken

  • Fred Flintstone am 27.03.2020 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wat Sagen Unser Großeltern Dazu?