Coronavirus in Luxemburg

27. März 2020 15:46; Akt: 27.03.2020 17:26 Print

«Jüngstes Corona-​​Opfer war 53 Jahre alt»

LUXEMBURG – Der Premierminister und die Gesundheitsministerin haben am Freitagum 16.30 Uhr die Lage im Großherzogtum erläutert.

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Premierminister Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert haben am Freitag um 16.30 Uhr über die Coronavirus-Pandemie in Luxemburg informiert, nachdem am Freitagmorgen der Regierungsrat getagt hatte.

Die Pressekonferenz können Sie auf unserer Seite live mitverfolgen:

Die Inhalte aus der Pressekonferenz live in Stichpunkten:

• Premierminister Xavier Bettel teilt gleich zu Beginn mit, dass mittlerweile 15 Menschen dem Coronavirus in Luxemburg zum Opfer gefallen sind. Einer der Patienten stammt aus Frankreich.

• Die Zahl der Coronavirus-Fälle beläuft sich mittlerweile in Luxemburg auf 1605.

• Der Regierungsrat hat verschiedene neue Maßnahmen besprochen.

• Niemand soll weniger als den Mindestlohn bekommen, auch für Arbeitnehmer in Kurzarbeit.

• Mieter sollen aktuell nicht von dem Vermieter vor die Tür gesetzt werden können.

• Luxemburg beteiligt sich mit 800.000 Euro an einer europäischen Initiative zur Erforschung eines Impfstoffs.

• «Wir gehen teilweise weiter wie andere Länder. Unsere Wirtschaft ist im Prinzip im Stillstand. Wir müssen weiter stark und diszipliniert sein. Wir haben eine Verantwortung, die Zahlen sagen genug aus.»

• «Es ist kein nationales Problem. Gestern gab es noch keine Einigung, aber es müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Europa ist ein Projekt der Solidarität.»

• Telearbeit könnte auch nach der Corona-Krise stärker eingesetzt werden.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert geht anschließend genauer auf die Arbeit im Gesundheitssystem ein:

• Durchschnittsalter der Verstorbenen: 80 Jahre

• Die jüngste Verstorbene war erst 53 Jahre alt, hatte aber eine Vorerkrankung.

- Unter den Todesfällen waren fünf Opfer aus Alters/Pflegeheimen.

• Das Durchschnittsalter der Infizierten in Luxemburg beträgt 46 Jahre.

• Es gibt weitere Infektionen in Altersheimen.

• «Die Zahl der Geheilten wird ab nächster Woche deutlich steigen.»

• Luxemburg ist das Land, welches weltweit am meisten testet.

• 148 Menschen werden aktuell Krankenhaus behandelt, 25 Patienten liegen auf Intensivstationen

• Rund 200 Intensivbetten stehen inklusive Reserve zur Verfügung. Mit 100 zusätzlichen Beatmungsgeräten kann die Kapazität auf 300 Betten erhöht werden.

• Die Kliniken in Luxemburg sind auch auf normale Patienten eingerichtet.

• Strategien für die Zeit nach der Krise werden aktuell entwickelt.

• Ab nächster Woche gibt es erste Szenarien, wie es im Großherzogtum weitergehen wird. Aktuell könne man noch nicht sagen, wann die aktuellen Maßnahmen gelockert werden können.

• Lenert startet einen weiteren Aufruf an die Bevölkerung: Einkaufen soll keine Beschäftigung sein.

• Das Cargo-Center ist extrem wichtig für Luxemburg. Wir sind auf Freiwillige angewiesen, Infos auf govjobs.lu .

• Über 11.000 Menschen haben sich bereits gemeldet.

• Luxemburg hat in der vergangenen Wochen viele Masken bekommen, weitere sollen noch kommen.

• Die Masken geben ein falsches Gefühl der Sicherheit: «Es ist kein absoluter Schutz.»

• «Die physische Distanz ist extrem wichtig.»

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sputnik am 27.03.2020 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt an Frau Lenert und Premierminister . Präzise,fachkundige und überzeugende Aussagen. Solch Führungskräfte braucht das Volk und keine profilneurotiker.

  • PROFITEURS am 27.03.2020 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Vater im chômage partiel ganztags zuhause, Mutter nimmt congé familial ??? Die Kollegen und der Steuerzahler der Mutter sagen DANKE !!! Bravo das zuzulassen, ich hoffe das wird kontrolliert und einer der beiden Profiteure wird im Nachhinein zur Kasse gebeten !!!!

  • Ivo Summers am 27.03.2020 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    ZITAT: " Niemand soll weniger als den Mindestlohn bekommen, auch für Arbeitnehmer in Kurzarbeit." Viele von den Leuten die jetzt noch arbeiten bekommen den Mindestlohn. Also ist man ja ein ziemlicher Dummkopf wenn man noch freiwillig zur Arbeit geht. Jetzt wäre wohl ein guter Zeitpunkt für Mindestlohnempfänger zu streiken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daweb am 28.03.2020 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Imenz vläicht einfach mol e bessi selwer nodenken statt nodenken loossen

  • Ivo Summers am 27.03.2020 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    ZITAT: " Niemand soll weniger als den Mindestlohn bekommen, auch für Arbeitnehmer in Kurzarbeit." Viele von den Leuten die jetzt noch arbeiten bekommen den Mindestlohn. Also ist man ja ein ziemlicher Dummkopf wenn man noch freiwillig zur Arbeit geht. Jetzt wäre wohl ein guter Zeitpunkt für Mindestlohnempfänger zu streiken.

  • PROFITEURS am 27.03.2020 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Vater im chômage partiel ganztags zuhause, Mutter nimmt congé familial ??? Die Kollegen und der Steuerzahler der Mutter sagen DANKE !!! Bravo das zuzulassen, ich hoffe das wird kontrolliert und einer der beiden Profiteure wird im Nachhinein zur Kasse gebeten !!!!

  • sputnik am 27.03.2020 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt an Frau Lenert und Premierminister . Präzise,fachkundige und überzeugende Aussagen. Solch Führungskräfte braucht das Volk und keine profilneurotiker.