Coronavirus In Luxemburg

20. April 2021 15:12; Akt: 20.04.2021 16:20 Print

Luxemburg setzt derzeit nicht auf Ivermectin

LUXEMBURG – Für die einen ein «Wundermittel», für die anderen verfrüht. Im Großherzogtum wird das Antiparasitikum Ivermectin nicht gegen Covid eingesetzt.

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Invermectin wird in Luxemburg gegen Parasiten eingesetzt, nicht aber gegen das Coronavirus. (Bild: L'essentiel)

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Hydroxychloroquin und Remdesivir sind zwei der Medikamente, die bislang in der Corona-Krise die meiste Aufmerksamkeit erlangt haben. Zu diesen Wirkstoffen tritt jetzt ein weiteres Mittel, dessen Wirksamkeit im Einsatz gegen Covid-19 derzeit heftig diskutiert wird – «Ivermectin». Das Antiparasitikum wird normalerweise bei der Behandlung von Krätze eingesetzt. Die französische Arzneimittelbehörde untersagt, das Medikament zur Behandlung von Corona-Patienten einzusetzen. Laut einem Bericht des Le Parisien bleibe es Ärzten jedoch weiterhin freigestellt, es zu verschreiben, allerdings müssen sie einen besonderen Vermerk auf dem Rezept eintragen. Über die Wirksamkeit des Medikaments gegen Covid-19 werden unterdessen weiterhin Studien durchgeführt.

Ähnlich wie die anderen genannten Präparate gibt es auch bei Ivermectin einige, die es als Wundermittel preisen. Besonders in Südamerika, aber auch in der Slowakei und der Tschechischen Republik ist das Medikament bereits für die Behandlung von Covid-19 zugelassen. Andere wiederum bemängeln die dünne Datenlage, die Aussagen zur medizinischen Wirksamkeit nicht zuließen. So fehle es nach Darstellung von Kritikern insbesondere an groß angelegten Studien. Viele Experten raten daher von der Nutzung des Wirkstoffes außerhalb klinischer Studien ab.

In Luxemburg wird Ivermectin «bei parasitären Infektionen» verschrieben, bestätigt die CHL-Abteilung für Infektionskrankheiten gegenüber L'essentiel. Gegen Covid werde das Medikament allerdings nicht eingesetzt. «Es fehlt an großen Studien, die eine Wirksamkeit des Mittels gegenüber Placebos belegen», betont Dr. Thérèse Staub vom CHL. Zudem sei das Mittel im Großherzogtum bereits schwer zu bekommen, wenn keine Pandemie herrsche. Das CHL habe nur einen geringen Bestand des Wirkstoffes auf Lager, erläutert Staub.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octopus am 21.04.2021 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get Dokteren hei am Land dei den Leit et verschreiwen !

  • Octopus am 21.04.2021 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An dei Docteren verschreiwen et schon iwwer 1,5Meint.

  • Octopus am 21.04.2021 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweier ze kreien, dat as eng infam Liigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Octopus am 21.04.2021 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An dei Docteren verschreiwen et schon iwwer 1,5Meint.

  • Octopus am 21.04.2021 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweier ze kreien, dat as eng infam Liigen.

  • Octopus am 21.04.2021 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get Dokteren hei am Land dei den Leit et verschreiwen !