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19. März 2020 15:16; Akt: 19.03.2020 16:55 Print

Mehr Gewalt gegenüber Frauen in der Corona-​​Krise

Die soziale Isolation kann dramatische Konsequenzen haben: In China gab es deutlich mehr Fälle häuslicher und sexualisierter Gewalt. Europa rechnet mit Ähnlichem.

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Die Fälle von häuslicher Gewalt sind in China in die Höhe geschnellt. Europa erwartet eine ähnliche Entwicklung. (Bild: DPA/Maurizio Gambarini)

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Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben nicht nur medizinische Folgen, sondern auch psychologische. Welche dazu gehören, kann Europa sich im Fall von China ansehen. Denn das Land hat diese Phase bereits weitgehend hinter sich. Während die Zahl der Infektionen immer weiter zurückgeht, steigt eine andere Zahl: Internationale Medien berichten, dass mehr Scheidungen beantragt wurden. Laut der Global Times wurden die Standesämter in Peking regelrecht «gestürmt», sobald sie wieder geöffnet waren.

Ein zweiter Anstieg gibt Anlass zur Sorge. In China wurden auch deutliche mehr Fälle von häuslicher Gewalt gemeldet. Zum Teil war die Zahl dreimal so hoch wie sonst. Auch Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in Europa rechnen in den nächsten Wochen mit einer deutlichen Zunahme häuslicher und sexualisierter Gewalt. Das sagte Katharina Göpner vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (BFF) in Deutschland gegenüber der Taz.

In Luxemburg rückt die Polizei im Durchschnitt zweimal pro Tag wegen häuslicher Gewalt aus. Auf Anfrage bei Pro Familia Luxemburg teilte eine Mitarbeiterin mit, dass das Frauenhaus derzeit voll sei. Die Hotline für Notfälle sei aber rund um die Uhr besetzt.

(L'essentiel)

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