Squalen

28. September 2020 15:53; Akt: 28.09.2020 15:54 Print

Müssen für Corona-​​Impfstoff 500.000 Haie sterben?

Eine halbe Million Haie könnten geschlachtet werden, um einen Stoff zu erhalten, der in Corona-Impfstoffen vorkommt. Schon jetzt werden jährlich rund drei Millionen Haie getötet.

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Via Facebook kämpfen Mitglieder der Tierschutzorganisation Shark Allies um das Überleben von rund 500.000 Haien. So viele Tiere könnten dem Kampf gegen Sars-CoV-2 zum Opfer fallen. Die Tiere produzieren in ihrer Leber nämlich sogenanntes Squalen, das in einigen der kommenden Corona-Impfstoffe zum Einsatz kommen soll.

In den Präparaten dient die Substanz als Adjuvans – eine Art Hilfsstoff, der durch das Hervorrufen einer stärkeren Immunantwort die Wirksamkeit des jeweiligen Impfstoffs erhöht. Anwendung findet das ölige Squalen bereits in einigen Grippeimpfstoffen. Nun soll es auch für Vakzine gegen das Coronavirus genutzt werden.

Schon jetzt drei Millionen tote Haie jährlich

Das Problem: Für die Gewinnung einer Tonne Squalen benötigt man rund 3000 Haie. Um also alle Menschen mit einer Impfdosis versorgen zu können, rechnet Shark Allies vor, müssten rund 250.000 Haie sterben. Allerdings gehen Experten davon aus, dass man, um eine ausreichende Immunisierung gegen Sars-CoV-2 zu erreichen, wohl zwei Dosen pro Person verabreichen muss. Sollte das tatsächlich so sein, verdoppelt sich die Zahl auf der zu tötenden Tiere auf eine halbe Million.

Möglicherweise müssten sogar noch mehr Haie ihr Leben lassen, schließlich wisse derzeit niemand, ob zwei Impfdosen im Kampf gegen Covid-19 ausreichen oder ob wie bei der Grippe auch regelmäßig nachgeimpft werden muss, zitiert Metro.co.uk Stefanie Brendl von Shark Allies. Bereits jetzt, so schätzen die Tierschützer, werden jährlich etwa drei Millionen Haie wegen Squalen getötet. Denn die Substanz wird nicht nur in der Medikamentenherstellung, sondern auch in Kosmetika und Maschinenöl verwendet.

Alternativen vorantreiben

Brendl und ihresgleichen appellieren, daran etwas zu ändern: «Es wird nie nachhaltig sein, etwas von einem Wildtier zu ernten.» Gerade bei Tieren, die sich nur in geringer Zahl fortpflanzten, sei dies bedenklich. «Wir versuchen nicht, die Produktion eines Impfstoffs zu verlangsamen oder zu verhindern», heißt es in dem Post. Vielmehr mache man sich dafür stark, in Zukunft nicht mehr auf das von Haien hergestellte Squalen zurückzugreifen, sondern auf solches, das von anderen Organismen produziert wird.

Unter anderem kann der Stoff aus fermentiertem Zuckerrohr gewonnen werden. Allerdings stehe dieser Ansatz noch am Anfang. Damit dieser vorangetrieben wird, haben die Hai-Schützer eine Petition gestartet, die bereits über 11.000 Personen unterzeichnet haben.

(L'essentiel/Fee Anabelle Riebeling)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De_klenge_Fuerzkapp am 28.09.2020 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer müssen Tiere ihr Leben opfern, für uns dreckige Kreaturen.

  • Pia am 28.09.2020 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Perfekt gesot klenge Fuerzkapp well verdingt hu mer et net!

  • vegan therapie am 29.09.2020 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Zitroun an Ingwer als Alternativ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • vegan therapie am 29.09.2020 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Zitroun an Ingwer als Alternativ?

    • De_klenge_Fuerzkapp am 29.09.2020 17:33 Report Diesen Beitrag melden

      Die beste Alternativ wäre ein gesunder Menschnverstand. Hier hätte der Virus keine Chance sich zuverbreiten.

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  • Pia am 28.09.2020 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Perfekt gesot klenge Fuerzkapp well verdingt hu mer et net!

  • De_klenge_Fuerzkapp am 28.09.2020 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer müssen Tiere ihr Leben opfern, für uns dreckige Kreaturen.