Coronavirus in Luxemburg

26. März 2020 12:11; Akt: 26.03.2020 16:38 Print

Luxemburgs Gesundheits-​​Experten klären auf

LUXEMBURG - Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt. Gleichzeitig rüstet Luxemburg im Kampf gegen die Krankheit auf. Das ist der aktuelle Stand.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Corona-Krise ist in Luxemburg angekommen. Doch die Regierung hat mittlerweile viele Schritte unternommen, um der Krise zu begegnen. Am Donnerstag erklärten die Gesundheitsexperten des Landes den aktuellen Stand.

Romain Nati, Direktor des Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL), erklärt, dass Luxemburg an einer europäische Studie teilnimmt. Vier Medikamente sollen auf ihre Wirksamkeit gegen Covid-19 untersucht werden: Getestet werden die Mittel Remdesivir, Lopinavir sowie Ritonavir und Hydroxychloroquin. Wie viele Menschen aus Luxemburg zu den über 8000 Probanden gehören, kann er derzeit nicht beantworten. Auswahlkriterium ist: «Nur schwere Fälle nehmen daran teil.»

Inzwischen gelten viele Patienten in Luxemburg als geheilt. Mediziner wissen aber, dass das Virus noch lange in der Nasenschleimhaut nachweisbar ist, auch wenn die Symptome abgeklungen sind. Patienten, denen es wieder gut geht, werden daher nach Hause geschickt, müssen aber noch zwei Wochen in Quarantäne bleiben.

Telekonsultation

Seit Donnerstagmorgen ist die Plattform www.econsult.esante.lu online. Es ist die zentralisierte Plattform für die Telekonsultation in Luxemburg. Christian Oberlé, Direktor der Caisse nationale de santé (CNS) erklärt den Hintergrund: Während der Corona-Pandemie soll unbedingt die Zahl der Neuinfektionen gesenkt werden. Aus diesem Grund sollen auch Patienten zuhause bleiben und die Telekonsultation sei das perfekte Mittel, um das zu gewährleisten. Die Seite sei selbstverständlich gratis.

Wer sich hier von einem Arzt beraten lässt, bekommt sein Rezept direkt zugeschickt. Auch wird es an die Apotheke weitergeleitet, die der Patient dem Arzt nennt. Der Tarif sei demnach der gleiche wie wenn Patienten persönlich zum Arzt gehen.

Wer über keinen Internetanschluss verfügt, kann selbstverständlich auch weiterhin zum Telefon greifen. Oberstes Ziel sei, möglichst keine anderen Menschen zu gefährden und das Virus nicht weiter zu verbreiten.

Der CNS-Direktor erklärt weiter, dass Patienten ihre Krankschreibung daher derzeit ausnahmsweise nicht bei der CNS abgeben müssen. Die CNS wird automatisch über den Arbeitgeber informiert.

Vier neue Gesundheitszentren

Pierre Hertz ist Koordinator der vier neuen Gesundheitszentren im Land, der sogenannten Centres de Soins Avancés. Sie dienen dem gleichen Ziel wie die Telekonsultation: «Ansteckung verhindern». Wer fürchtet, sich bereits selbst mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, kann sich hier testen lassen. So sollen Corona-Patienten weitgehend von anderen Patienten getrennt bleiben, damit sich das Virus nicht ungehindert in Krankenhäusern verbreitet. Auch hier gilt die Regel: Erst einen Arzt anrufen. Dieser entscheidet dann, ob es sinnvoll ist, einen Test durchzuführen. Auch die Allgemeinmedizinerin Dr. Stéphanie Obertin betont, dass die Ärzte da sind, man aber nicht dort persönlich erscheinen soll: «Wir sind da. Rufen Sie uns bitte an.»

Bisher haben drei der geplanten vier Zentren eröffnet. Sie stehen an der Luxexpo in Luxemburg-Stadt, der Rockhal in Esch/Alzette und der Däichhal in Ettelbrück. Das Personal vor Ort wurde vor allem über einen Aufruf der Regierung gewonnen.

Zahnärzte

Alle Zahnarztpraxen des Landes sind geschlossen. Drei Praxen im Norden, im Zentrum und im Süden das Landes sind im Notdienst und öffnen im Rotationsprinzip. Auch hier gilt: Zunächst anrufen. Die Telefonnummer lautet: 8002 8080.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ger am 26.03.2020 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wosst nach net dat mir ee Centre de Seins avancés hätten,och gutt.

  • sputnik am 26.03.2020 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich so manche Aussage außer Frau Lenert und dr Nati die in ihren fachlichen Aussagen sicher wirkten und verständlich waren. Was zu bemängeln ist dass Fachleute in einer cellule de crise nicht der Luxemburger Sprache mächtig sind und Zahnarztmeister irgendwie sich unwohl fühlte und witzig wirken wollte. Tut mir leid Frau Lenert, bei allem Respekt gegenüber Ihnen und unserem Premierminister, die letzteren kamen nicht als sogenannte Experten rüber eher als profilneurotiker. Soll keine Beleidigung sein, aber in dieser Krise braucht die Bevölkerung Leute mit hochgradigem Wissen und Überzeugungskraft und keine Selbstdarsteller mit Hosen voll.

  • Ger am 26.03.2020 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Feeler ass entre-temps verbessert gin,Centre de Soins,merci.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 27.03.2020 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Dr Schmit hat schon für Unmut gesorgt, wahrscheinlich ist er deswegen von der Bildfläche verschwunden, leider war diese Pressekonferenz auch alles andere als überzeugend, umso mehr überzeugt Frau Lenert, sie ist äusserst glaubwürdig und das ist wichtig in Zeiten wo sogenannte Spezialisten noch vor Wochen das Coronavirus als harmlose Grippe abgehackt haben. Nach der Sanitärkrise kommt die Wirtschaftskrise...und am Ende wird auch die politische Landschaft sich komplett verändern, der Weizen wird sich von der Spreu trennen, statt 3.Spur A3 als Bsp. könnte man die neuen Scanner bezahlen

  • Ger am 26.03.2020 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Feeler ass entre-temps verbessert gin,Centre de Soins,merci.

  • sputnik am 26.03.2020 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich so manche Aussage außer Frau Lenert und dr Nati die in ihren fachlichen Aussagen sicher wirkten und verständlich waren. Was zu bemängeln ist dass Fachleute in einer cellule de crise nicht der Luxemburger Sprache mächtig sind und Zahnarztmeister irgendwie sich unwohl fühlte und witzig wirken wollte. Tut mir leid Frau Lenert, bei allem Respekt gegenüber Ihnen und unserem Premierminister, die letzteren kamen nicht als sogenannte Experten rüber eher als profilneurotiker. Soll keine Beleidigung sein, aber in dieser Krise braucht die Bevölkerung Leute mit hochgradigem Wissen und Überzeugungskraft und keine Selbstdarsteller mit Hosen voll.

  • Ger am 26.03.2020 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wosst nach net dat mir ee Centre de Seins avancés hätten,och gutt.

  • B. am 26.03.2020 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat en Chaos op der konferenz...Mei Froen wei Antwerten...