In Luxemburg

25. März 2020 17:16; Akt: 25.03.2020 17:58 Print

«Offenbar wollen es manche Leute nicht verstehen»

LUXEMBURG – Privatleute, Cafés und sogar eine Bäckerei mussten bereits ein Bußgeld zahlen, weil sie sich nicht an die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gehalten haben.

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Die Luxemburger Polizei führt aufgrund der Einschränkung der Bewegungsfreiheit etwa 200 Kontrollen pro Tag durch. (Bild: Editpress)

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Es ist bereits mehr als eine Woche her, dass die Einwohner Luxemburgs angehalten wurden, möglichst zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Seit diesem Zeitpunkt ist die Bewegungsfreiheit der Bürger eingeschränkt, Gaststätten dürfen keine Kunden mehr empfangen. Obwohl in Luxemburg die Covid-19-Infektionen weiterhin stark ansteigen, halten sich einige Bürger und Betriebe noch immer nicht an die Auflagen. Eine Tatsache, die Premierminister Xavier Bettel die Zornesröte ins Gesicht treibt.

«Offenbar wollen es manche Leute nicht verstehen», sagte er. Seitdem die neuen Maßnahmen in Kraft getreten sind, seien von der Police Grand-Ducale «durchschnittlich 200 Kontrollen pro Tag durchgeführt» und «40 Bußgelder verhängt» worden. Nach Angaben des Staatschefs mussten bereits zehn Betriebe zur Kasse gebeten werden, darunter eine Bäckerei, die «nicht nur ihren Verkaufsraum geöffnet hatte, sondern auch Kunden auf ihrer Terrasse bedient hat.»

Werden die Strafen verschärft?

«Wir müssen diszipliniert sein», betonte Bettel und wies darauf hin, dass « jeder den Virus übertragen und damit ein Teil des Problems sein kann». Bisher sehe die Regierung nicht vor, die Strafen zu erhöhen. Ausgeschlossen sei dies aber auch nicht. Derzeit müssen Betriebe bei Zuwiderhandlung ein Bußgeld in Höhe von 4000 Euro zahlen. Das Doppelte, also 8000 Euro wird bei einer Wiederholung fällig. Privatleute kostet der Verstoß 145 Euro und 290 Euro, wenn die Strafe nicht innerhalb von 30 Tagen bezahlt wird.

Die Dauer der Bewegungseinschränkung hänge vom Verhalten aller ab, sagte Bettel: «Wir können sie verkürzen aber auch verlängern.» Zu früh wolle die Regierung die Maßnahmen jedoch nicht lockern. Ein «Bumerangeffekt», also ein erneutes Aufflammen der Krankheit, müsse unbedingt vermieden werden.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jerry am 25.03.2020 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jimbo Wei esou oft, wann ee keng Ahnung huet, einfach de Ball flaach haalen, (an am beschten och de Mond)

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  • svendorca am 25.03.2020 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich,.für private Menschen.3500 Euro,..in Italien das vierfache,..an hei 145 Euro..lachhaft esoue eppes..fenkt bei 1500 Euro un,.dat gedd vill Scheißpabeier

  • Jean Muller am 25.03.2020 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wurde eigentlich auch eine Geldbusse ausgestellt an den Laden in Wiltz der sich standhaft weigerte Bargeld anzunehmen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Michel am 26.03.2020 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wat as mat den Diskriminatiounen wéinst dem Corona Virus? Verschidden Butteker weigeren sech Borgeld unzehuelen z.B.

  • Jean Muller am 25.03.2020 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wurde eigentlich auch eine Geldbusse ausgestellt an den Laden in Wiltz der sich standhaft weigerte Bargeld anzunehmen?

    • Intresseiertkeen am 26.03.2020 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      Nee, die hatten die Kasse Leer..

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  • Rudi Ratlos am 25.03.2020 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Bettel ouni Plang!

  • Jerry am 25.03.2020 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jimbo Wei esou oft, wann ee keng Ahnung huet, einfach de Ball flaach haalen, (an am beschten och de Mond)

    • Ihrpfosten am 26.03.2020 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      Den "jong" huet hei mat den Fanger (hoffen ech) getippt. also neicht vun beidem. wees jo lo net wien hei den I***t ass... Halt dir leiwer mold Hän an der Tesch..!!

    • Jimbo am 26.03.2020 14:46 Report Diesen Beitrag melden

      Hues du dann méi Anung? Brauch e just dGeschicht vun der Spuenescher Gripp ze kucken, da weess een, dass dat hei nach net esou schnell eriwwer ass.

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  • JP La Garde am 25.03.2020 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    145€, dat stéiert en Staatsbeamten bei senger Pei net am gerengsten….