Dichtes Gedränge

26. Oktober 2020 11:17; Akt: 26.10.2020 11:23 Print

Ski-​​Touristen in Tirol erhitzen die Gemüter

Die Skisaison im österreichischen Tirol lockt viele Touristen an. Trotz Hygienekonzepten drängen sich die Wintersportler dicht aneinander.

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In Tirol hat die Skisaison begonnen. Nachdem die Wintersportdestination Ischgl zu Beginn der Corona-Pandemie mit einem der ersten sogenannten Superspreading-Events für Schlagzeilen sorgte, kursieren nun in den sozialen Medien Videos von dicht gedrängten Skisportlern, teilweise ohne Maske. Die Bilder zeigen Szenen vom vergangenen Wochenende beim Kaunertaler Gletscher oder dem Hintertuxer. Die Skigebiete befinden sich mitten im Tiroler Risikogebiet.

Obwohl Österreich für seine Skigebiete Hygienekonzepte erlassen hat, scheinen diese nicht befolgt zu werden. Auf Twitter sorgen die Bilder für Unmut: «Und wir anderen sollen uns verbarrikadieren, damit das läuft? Sind denn alle verrückt geworden?», schreibt eine Userin auf Twitter. «Absolut nichts aus Ischgl gelernt. So was Idiotisches», so ein anderer Twitter-User.

Kommt es zu einem zweiten «Superspreading» in Ischgl?

Hat man wirklich nichts aus dem Ischgl-Debakel gelernt? Damals infizierte sich in Ischgl eine isländische Reisegruppe: Insgesamt 15 Corona-Fälle wurden ausgemacht. Die Behörden Islands ernannten Ischgl am 5. März zum Risikogebiet. «Focus» schreibt, die Maskenpflicht werde von den Verantwortlichen streng kontrolliert. Die Talstation werde durchgehend belüftet. Anstatt 80 Personen würden zurzeit nur 70 Personen in die Gondeln gelassen, so die Verantwortlichen. «Das ist eine neue Situation. Wir lernen dazu», sagt ein Sprecher der Kaunertaler Bahn gegenüber der «Welt».

Der große Ansturm habe die Betreiber der Kaunertaler Bahn überrascht. So seien 1500 Personen ins Skigebiet gereist. Die Betreiber appellieren aber auch an die Eigenverantwortung der Menschen. Diese werde aber nicht überall wahrgenommen, wie ein Bericht von ORF zeigte. So musste am Stubaier Gletscher bereits die Polizei anrücken, da einige Wintersportler sich nicht an die Hygieneregeln halten wollten.

(L'essentiel/Bianca Lüthy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maximilian am 26.10.2020 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Da hilft nur massiver Polizeieinsatz und empfindliche Bussgelder über tausend Euro.

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  • Litos am 26.10.2020 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Auch noch Geld Zahlen damit man krank wird?

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  • Nix Ski am 26.10.2020 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Also doch kein Skiurlaub dieses Jahr in Oesterreich !!! Die haben wirklich nix dazugelernt und ich nehme meine gesunde Familie nicht mit ins Ungewisse, dafür ist mir das Ganze doch zu teuer !!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sputnik am 27.10.2020 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hirnloses Verhalten!

  • realdusninja am 27.10.2020 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Nischtgl Genau, da ja nur ca. 7 Millionen von ca. 8 Milliarden sich angesteckt haben ist ja noch Luft nach oben.

  • realdusninja am 27.10.2020 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und das beste habe ich letztens bei einem Bericht gesehen. Unsere Ösifreunde propagieren dort auf den Plakaten nur noch 1m Abstand. Zirkulieren err ma, es gibts nix zu sehen.

  • bnm am 26.10.2020 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau so ist es.Wenn das Virus keine Nahrung mehr findet wird es verschwinden.

  • Nischtgl am 26.10.2020 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nützliche Info, damit hat sich unser diesjähriger Skiurlaub in A dann wohl erledigt... Ich will gar nicht wissen wie es in der Viruskabine aussieht!

    • @Nischtgl am 26.10.2020 16:52 Report Diesen Beitrag melden

      danke dann haben wir mehr Platz ohne sie!!

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