Panik vor Coronavirus

31. März 2020 20:37; Akt: 31.03.2020 20:41 Print

US-​​Luftwaffe zieht in Bunker tief unter der Erde

Die US-Luftwaffe verlegt ihre Kommandozentrale in eine Anlage, die Erdbeben und Atomkriege überstehen soll. Ob das Militär dort auch vor winzigen Erregern sicher ist, ist unklar.

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Die US-Luftwaffe zieht sich in einen 610 Meter tiefen Betonbunker zurück: Die Luftabwehrbehörde Norad und die Militärbehörde Northcom werden während der Corona-Krise in den USA ihre Kommandozentrale in den Cheyenne-Mountain-Bunker im US-Staat Colorado verlegen. Dort wollen sie bleiben bis die Pandemie vorbei ist, wie das Portal «The Drive» berichtet.

Hochrangige Militärkommandanten sowie Nuklear- und Spezialeinheiten operieren nun aus dem unterirdischen Hochsicherheitskomplex in den Rocky Mountains, um sicherzustellen, dass genügend gesunde Truppen zur Verfügung stehen.

Der Entscheid wurde getroffen, nachdem an Bord eines US-Flugzeugträgers mit rund 4000 Besatzungsmitgliedern rund 100 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden waren. Die Soldaten der «USS Theodore Roosevelt» wurden umgehend in eine Einrichtung der Streitkräfte auf der Pazifikinsel Guam ausgeflogen. Die Streitkräfte prüften am Dienstag eine Evakuierung der gesamten Besatzung.

Schutz vor Erdbeben und Atomkrieg – aber vor Viren?

Der Superbunker von Cheyenne Mountain ist legendär: Für dessen Bau zu Zeiten des Kalten Krieges wurden 700.000 Tonnen Granitgestein aus dem Berg geholt. Darin entstand eine Kleinstadt mit mehrstöckigen Gebäuden, einem Kraftwerk und einem Krankenhaus. Dazu gibt es noch ein Restaurant, ein Fitnesscenter und eine Sauna.

Geschützt wird der Bunker durch zwei 25.000 Tonnen schwere Stahltüren. Die Anlage soll Atomkriege, Erdbeben und Feuer überstehen. Ob dieser kolossale Schutz auch für winzige Viren gut ist, wird sich vielleicht bald zeigen.

Als ein Indiz für große Sorge beim US-Militär gesehen

In Krisenzeit soll der Bunker auch den US-Präsidenten beherbergen. Beim Attentat vom 11. September 2001 hatte sich das Pentagon überlegt, den damaligen Präsidenten George W. Bush dorthin zu bringen. Zuletzt wurde der Bunker im 2007 benutzt: US-Streitkräfte hatten russische Militärs eingeladen, um gemeinsam Wodka zu trinken.

Dass die Luftwaffe nun in den Cheyenne-Mountain-Bunker zieht, sei ein Hinweis dafür, wie besorgt das US-Militär wegen der Ausbreitung der Pandemie sei, so der Sender «CBS» - und auch dafür, wie wenig das Militär offenbar Trumps Krisenmanagement traue.

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 31.03.2020 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do steet och den „Stargate“....

    einklappen einklappen
  • Thomas Schmitt am 01.04.2020 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich ist die Anlage auch gegen "Viren" immun, sofern sie nicht mit dem Personal eingeschleppt werden. So ein Bunker ist auch gegen biologische Angriffe gewappnet. Vorteil des Ganzen: Wenn sie ihr Kriegsspiel richtig durchziehen, sollte ihnen nach ein paar Wochen nach dem Leben da drin so beschissen zu Mute sein, dass sie alles tun würden um den Ernstfall eines wirklichen Krieges zu vermeiden!

  • Kiloen an Tonnen am 01.04.2020 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    "25.000 Tonnen schwere Stahltüren". Ass daat net e wéineg iwerdriwen, wann ee bedenkt, dass deen neitste russesche Panzer T-14 sou ëm déi 50t op d'Wo kritt, wär dann esou eng Diir 500 mol méi schwéier?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Schmitt am 01.04.2020 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich ist die Anlage auch gegen "Viren" immun, sofern sie nicht mit dem Personal eingeschleppt werden. So ein Bunker ist auch gegen biologische Angriffe gewappnet. Vorteil des Ganzen: Wenn sie ihr Kriegsspiel richtig durchziehen, sollte ihnen nach ein paar Wochen nach dem Leben da drin so beschissen zu Mute sein, dass sie alles tun würden um den Ernstfall eines wirklichen Krieges zu vermeiden!

  • Kiloen an Tonnen am 01.04.2020 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    "25.000 Tonnen schwere Stahltüren". Ass daat net e wéineg iwerdriwen, wann ee bedenkt, dass deen neitste russesche Panzer T-14 sou ëm déi 50t op d'Wo kritt, wär dann esou eng Diir 500 mol méi schwéier?

  • jimbo am 31.03.2020 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do steet och den „Stargate“....

    • matthias am 01.04.2020 09:43 Report Diesen Beitrag melden

      hab ich auch gedacht :-)

    • Klaus R. am 01.04.2020 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      Psssst, ist doch Geheim.

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