Gefährlicher Content

11. April 2019 16:14; Akt: 11.04.2019 16:17 Print

Dieses Game ist für Kinder ab 3 Jahren

Spiele, die als sicher für Kinder eingestuft werden, enthalten gefährliche und verstörende Inhalte. Googles Play Store unternimmt dagegen aber kaum etwas.

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Schießereien, Messerstechereien, Pistolen, Waffen, Blut, Geldspiel. Alles Dinge, die nichts in Spielen für kleine Kinder zu suchen haben. Trotzdem finden sich solche Inhalte in Googles Play Store und sind mit der Altersfreigabe Pegi 3 – sprich ab drei Jahren – gekennzeichnet. Das heißt laut Pegi.info: «Geeignet für alle Altersgruppen. Das Spiel darf weder Bilder oder Geräusche enthalten, die junge Kinder erschrecken oder ängstigen könnten. Sehr milde Formen von Gewalt sind akzeptabel.»

Das Spiel «Mad Max Zombies» lief etwa in dieser Kategorie. Von seinen Herstellern Umbel Games wurde der First-Person-Shooter mit Pegi 3 eingestuft. Und das, obwohl der Spieler darin verschiedene Waffen trägt, Blut zu sehen ist und Zombies umgelegt werden müssen.

Entfernung oder neues Release

Das Technik-Magazin «Wired» hat 36 Spiele mit unangebrachten Inhalten für ihre Altersfreigabekategorie sowie 16 weitere mit fragwürdigen Inhalten bei Google gemeldet. Mittlerweile seien 16 davon gänzlich vom Google Play Store entfernt oder erneut freigegeben worden, allerdings mit angepasster Altersfreigabe.

So heißt etwa «Mad Max Zombies» neu «Mad War Zombies» und ist mit Pegi 12 versehen. Bei dieser Alterskategorie ist explizitere Gewalt gegen Fantasiewesen oder nicht-realistische Gewalt gegen menschenähnliche Charaktere erlaubt.

Strengere Richtlinien für Altersfreigabe

Ein weiteres Beispiel ist «Drive Die Repeat», ein Spiel das über 100.000 Downloads hat. Wer dort einen Zombie umfährt, erntet explosive Blutspritzer. Ursprünglich war dieses Spiel ab sieben Jahren freigegeben gewesen, jetzt ist es dank «Wired» ebenfalls mit der Altersfreigabe Pegi 12 gekennzeichnet. Wie viele weitere Games solch unangebrachte und gefährliche Inhalte für ihre jeweilige Altersgruppe enthalten, bleibt offen.

Google indes scheint nach wie vor wenig gegen solche Games zu unternehmen. Zur Altersklassifizierung ihrer Games müssen Hersteller einen Fragebogen ausfüllen. Nur in den seltensten Fällen werden diese automatisch vergebenen Alterskategorien auf ihre Angemessenheit hin kontrolliert. Im Vergleich dazu hat Apple strikte Richtlinien und Genehmigungsprozesse für die Freigabe eines Spiels inklusive anschließendem Überprüfungsprozess.

(L'essentiel/vhu)

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