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20. August 2020 16:16; Akt: 20.08.2020 16:17 Print

«Fortnite»-​​Spieler stoßen 140.800 Tonnen CO₂ aus

Allein im April wurde «Fortnite» 3,2 Milliarden Stunden lang gespielt. Das hinterlässt einen signifikanten CO₂-Fußabdruck. Game-Entwickler setzen nun auf Umweltbewusstsein.

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Allein das virtuelle Konzert von Travis Scott war für rund 145,6 Tonnen CO₂ verantwortlich.

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«Fortnite» wird rund um die Welt gespielt, und jetzt mehr denn je. Wie das Unternehmen Epic Games, das «Fortnite» entwickelt, mitteilt, ist das Spiel allein im April zusammengerechnet 3,2 Milliarden Stunden lang gespielt worden. Grund dafür sind unter anderem verschiedene In-Game-Events, die viele Spieler anziehen.

So hat beispielsweise Travis Scott ein virtuelles Konzert in Fortnite gegeben, das innerhalb des ersten Tages bereits 12,3 Millionen Views aus der ganzen Welt angesammelt hat. Ähnlich verhielt es sich mit einer EDM-Live-Show von DJ Marshmello.

Solche Events sind aber nicht nur enorm gewinnbringend für alle Beteiligten, sie hinterlassen auch einen substanziellen CO₂-Fußabdruck, wie eine neue Studie des Marketingunternehmens Blueclaw zeigt. Tatsächlich befinde sich der durchschnittliche CO₂-Ausstoß beim Spielen von «Fortnite» auf Nintendo Switch, Xbox, Playstation und PC auf einer Höhe von rund 0,044 Kg pro Stunde und pro Spieler.

Travis verbrauchte 145,6 Tonnen CO₂

Rechnet man dies hoch, bedeutet das, dass «Fortnite»-Spieler allein im Monat April 140.800 Tonnen CO₂ ausgestoßen haben. Das ist ähnlich viel wie bei der Nutzung von 60 Milliarden Litern Benzin, 17,9 Milliarden Smartphones oder 70,3 Millionen Kilogramm Kohle.

Oder anders gesagt: Laut der Studie löst ein durchschnittlicher «Fortnite»-Gamer bis zu 5,1 Kg CO₂-Emissionen innerhalb der rund 108 Stunden, die benötigt werden, um beispielsweise die Main Story des Spiels durchzuspielen, aus. Hierbei fehlt aber noch der CO₂-Ausstoß, der aufgrund der digitalen Käufe und Downloads im Game entstehen. Die tatsächliche Zahl an CO₂, das ausgestoßen wird, ist also noch etwas höher.

Mit diesem Wissen lässt sich berechnen, dass allein das virtuelle Konzert von Travis Scott für rund 145,6 Tonnen CO₂ verantwortlich war, obwohl es nur gerade einmal 15 Minuten dauerte. Es handelte sich dennoch um das bis anhin beliebteste Online-Konzert, das je gehalten wurde, und hat dementsprechend viele Ressourcen verbraucht.

«Angry Birds» wird umweltbewusst

Einige Game-Entwickler haben bereits erkannt, dass in dieser Industrie einiges getan werden kann, um Unternehmen, aber auch die Spieler selbst für das Thema zu sensibilisieren. So haben sich die Entwickler des beliebten Handy-Spiels «Angry Birds» und zehn weitere Unternehmen zusammengetan und sich dazu verpflichtet, Informationen rund um das Thema Umweltschutz in ihre Games einfließen zu lassen.

Zu den weiteren Unternehmen, die sich dieser Öko-Allianz angeschlossen haben, gehören unter anderem die Macher von «Golf Clash», «Subway Surfers» und «Transformers: Earth Wars», wie BBC berichtet. «Rund drei Milliarden Menschen nutzen Mobiltelefone, und die Hälfte davon spielt darauf Games», sagt John Earner, Chef bei Space Ape, dem Unternehmen hinter «Transformers: Earth Wars». «Wir haben eine riesige Reichweite im Vergleich mit anderen Medien und glauben, dass wir hier etwas erreichen müssen.»

Konkret haben sich die Unternehmen dazu verpflichtet, in ihren Games einen neuen Modus, eine neue Karte, ein Event oder neues Artwork aufzuschalten, die die Spieler auf die Wichtigkeit des Themas Klimaschutz hinweisen und ihnen beibringen, was für einen positiven Einfluss auf die Umwelt sie in ihrem eigenen Leben haben können.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • coms am 22.08.2020 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    jaja Online spielen und auch Streamen ( video+musik) verbraucht enorm viel Strom, vom Server bis zum Endgerät sind viele Stromfresser im Internet dazwischen..

Die neusten Leser-Kommentare

  • coms am 22.08.2020 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    jaja Online spielen und auch Streamen ( video+musik) verbraucht enorm viel Strom, vom Server bis zum Endgerät sind viele Stromfresser im Internet dazwischen..