Google Gaming

20. März 2019 07:00; Akt: 19.03.2019 22:15 Print

Google will mit «Stadia» Gamewelt revolutionieren

Google hat an der Game Defahrradpers Conference den Streaming-Dienst «Stadia» vorgestellt. Der Dienst ist eng mit Youtube verknüpft und soll noch dieses Jahr starten.

Trailer für Googles neuen Game-Streaming-Dienst «Stadia». (Quelle: Google)

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Die Katze ist aus dem Sack: An der Game Defahrradppers Conference in San Francisco hat Google verraten, wie das Unternehmen die Welt des Gamens revolutionieren will. So will Google noch 2019 mit dem Game-Streaming-Dienst «Stadia» starten. Dies alleine wäre nichts Neues, denn einige große Player wie Microsoft, Playstation oder Nvidia haben bereits Streaming-Dienst angekündet oder im Einsatz.

Google aber setzt mit «Stadia» vollkommen auf seine Dominanz bei den Internettechnologien. So wird Google das Gamestreaming eng mit Youtube sowie dem Google Assistenten verknüpfen. Youtube-User sollen beim Schauen eines Gametrailers mit nur einem Klick auf einen «Play now»-Button direkt ins Spiel einsteigen können – ohne es herunterladen oder installieren zu müssen. «Wir wollen mit Stadia AAA-Games auf alle Devices rund um die Welt bringen», erklärte Googles General Manager Phil Harrison die Vision. Egal ob auf dem Handy, im Browser, auf dem Fernseher oder einem Tablet: Solange eine Chrome-Software auf dem Gerät läuft, soll das Streaming möglich sein - und dies als echtes Cross-Play.

Streamen in 4K

Spieler sollen umgekehrt die gespielten Sequenzen aber auch direkt mit anderen Zuschauern teilen können. Google wird dazu auch einen eigenen Game-Controller mit entsprechendem Sharing-Button veröffentlichen. Der Controller enthält einen weiteren Button, der er es per Knopfdruck erlauben soll, den Google-Assistenten aufzurufen um sich direkt im Spiel Hilfe zu holen, wenn man nicht weiterkommt.

Bei einer ersten Demonstration des damals noch «Project Stream» genannten Streamingdienstes, führte Google letzten Oktober vor, wie Spiele in HD-Qualität in Stereo gestreamt werden. Mit «Stadia» will Google aber die nächste Stufe nehmen: Spiele sollen beim Launch des Dienstes in 4K, mit Surround-Sound und einer Bildwiederholungsrate von 60fps gestreamt werden. Für die Zukunft verspricht Google sogar 8K und eine Bildwiederholungsrate von mehr als 120fps. Um dies zu ermöglichen, setzt Google auf ein eigenes Netzwerk mit Glasfaser-Verbindungen an über 7500 Punkte rund um die Welt.

Eigenes Studio gegründet

Anhand einiger Tech-Demos wurden weitere Möglichkeiten von «Stadia» gezeigt. So sollen beispielsweise Multiplayer-Games mit «Stadia» viel flüssiger und zuverlässiger als bei herkömmlichen Multiplayer-Matches laufen. Wegen der Server-Infrastruktur würden bald Battle-Royale-Turniere mit mehreren Tausend gleichzeitigen Spielern möglich sein, versprach Phil Harrison.

Damit nicht genug: Neben der Ankündigung, die Türen weit für Game-Entwickler rund um die Welt zu öffnen, gründet Google ein eigenes Studio: Stadia Games and Entertainment. Stadia soll laut Google die flexibelste Entwicklerplattform werden.

Konkretes zu den zu erwartenden Games wurde jedoch noch nicht verraten. Einzig ein Einblick in «Doom Eternal» wurde gezeigt. Im Sommer will Google näheres dazu verraten. Auch hat Google an der GDC noch nichts über die Preispolitik gesagt, wie viele die gestreamten Games kosten würden und ob es zum Beispiel einen Aboservice wie bei Netflix gibt.

(L'essentiel)

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