Neue Produkte

23. Oktober 2020 14:28; Akt: 23.10.2020 17:01 Print

Ein neuer iPod von Apple?

Nein! Huawei lanciert ein neues Handy mit einer ringförmigen Kamera und will mit seinen ersten Over-Ear-Kopfhörern offenbar Sony und Bose Konkurrenz machen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Überraschung: Huawei ist eigentlich für seine Handys bekannt. Jetzt will der chinesische Hersteller wohl den Kopfhörermarkt aufmischen. Das Unternehmen hat am 22. Oktober die Freebuds Studio lanciert. Es sind die ersten großen Over-Ear-Kopfhörer von Huawei. Der Hersteller verspricht dank einer eigens entwickelten Bluetooth-Antenne ein besseres Signal, vor allem wenn viele andere drahtlose Kopfhörer in der Nähe sind. Für Pendler dürfte das praktisch sein.

Zu Hause reichen die drahtlosen Kopfhörer bis in den Garten: Sie haben laut Hersteller eine Reichweite von 140 Metern. Wenn es im Büro oder im Zug mal wieder zu laut ist, soll ein aktives Noise-Cancelling den Lärm zum Schweigen bringen. Dazu sind in den Kopfhörern insgesamt zehn Mikrofone verbaut. Damit greifen die Chinesen Sony und Bose an. Die Firmen gelten als Marktführer bei Noise-Cancelling-Kopfhörern. Der Akku soll 24 Stunden halten respektive 20 Stunden mit Geräuschunterdrückung. Der Preis: 299 Euro. Verkauft wird der Kopfhörer ab Ende Oktober.

Kameraring fürs Handy

Nicht nur Kopfhörer, auch das Mate 40 Pro gab es bei der Präsentation zu sehen. Das neue Handy hat ein sogenanntes Space-Ring-Design. So sind die Kameras auf der Rückseite ringförmig angeordnet. Inspiriert wurde der Hersteller von einem schwarzen Loch. Galaktisch schnell soll auch die Datenübertragung sein. Denn Huawei vereint den Prozessor und das 5G-Modem auf einem Chip. Das soll nicht nur schneller sein, sondern auch Energie sparen, erklärte man bei der Präsentation.

Neigt sich der Akku dennoch dem Ende zu, kann man das Gerät mit Supercharge in Windeseile aufladen. Gegenüber dem Vorgänger soll der drahtlose Ladevorgang 85 Prozent schneller geworden sein. Der Fokus liegt beim Mate 40 Pro bei der Kamera. Diese wurde fürs Filmen optimiert und der Hersteller sagt, dass die Performance in der Nacht deutlich verbessert worden sei.

Augen auf

Weiter stehen den Nutzern sogenannte Creator-Templates zur Verfügung. Diese Filmvorlagen helfen beim automatisierten Erstellen von kurzen Filmchen. Bisher gibt es fünf Vorlagen, aus denen man auswählen kann. Das Sortiment soll künftig erweitert werden.

Eingelassen im 6,7 Zoll großen Display ist die Ultraweitwinkel-Selfie-Kamera. Damit bekommt man nicht nur eine Gruppe aufs Bild, sondern kann auch hohe Häuser im Hintergrund ablichten. Mit Ultraweitwinkel läuft man jedoch Gefahr, dass das Bild verzerrt wird. Darum hält hier Huawei mit technischer Trickserei dagegen.

Superpraktisch ist auch eine Funktion namens Eyes-on-Display. Das Gerät merkt nämlich, wenn man einen längeren Text liest und dunkelt dann das Display nicht ab. Erst wenn man den Blick vom Gerät abwendet, wird der Stand-by-Modus aktiviert.

Wegen eines andauernden Handelsstreits zwischen den USA und China sind auf dem Handy keine Google-Dienste vorinstalliert. Huawei bietet aber mittlerweile mit der App Gallery sein eigenes App-Ökosystem an. Der Zugriff auf Gmail, Map ode Drive über den Browser ist weiterhin möglich. Huawei verkauft das Mate 40 Pro ab November für rund 1200 Euro.

(L'essentiel/Tobias Bolzern)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.