Google-Streit

02. September 2019 07:51; Akt: 02.09.2019 07:52 Print

Huawei bestätigt das Mate 30 – und so sieht es aus

Es geht auf und ab für Huawei: Nachdem Google seine Dienste und Apps für neue Huawei-Geräte gestrichen hat, hat Huawei wiederum das neue Mate angekündigt.

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Auf "Weibo" ist dieses Bild aufgetaucht, das das Mate 30 zeigen und offiziell von Huawei stammen soll. (Bild: Weibo)

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Was ist bisher passiert? Google erklärte unlängst, dass neue, kommende Geräte von Huawei ohne die Google-Services und -Apps auskommen müssen. Play-Store, Google Maps, Gmail – diese Dienste und mehr wären damit gestrichen. Zwar gilt derzeit eine befristete Ausnahmeregelung für Huawei-Geräte, neue Produkte würden aber nicht darunter fallen, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Wie reagiert Huawei? Das war bisher vollkommen offen, Beobachter gingen aber davon aus, dass der Start der neuen Smartphone-Serie verschoben werde. Dem ist nun nicht so. Am Sonntag kündigte Huawei die neue Mate-Serie dennoch an. «Der Countdown zum Huawei Mate 30 startet jetzt. Am 19.09.2019 schließen wir in München den Kreis. Überdenke die Möglichkeiten», heißt es auf Twitter.

Was bedeutet das? Einmal angekündigt, scheint es nun kein Zurück für Huawei mehr zu geben. Gleichzeitig mit der Ankündigung tauchte auf «Weibo» ein Bild auf (siehe oben), das das Mate 30 zeigen soll und ein offizielles Werbebild von Huawei darstelle. Die «Kreis»-Ankündigung von Huawei bezieht sich dabei wohl auf die neue, runde Kamera auf der Rückseite des Geräts.

Was passiert nun weiter? Darüber kann nur spekuliert werden. Knapp ist die Zeit für die Chinesen, um bis zur Präsentation ihres neuen Smartphones eine Blitzllösung mit Google und den USA zu erzielen. Zwar verfügt Google laut eigenen Angaben auch über ein eigenes Betriebssystem namens HarmonyOS, ob dieses jedoch schon so kurzfristig einsatzbereit wäre, ist unklar. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass Huawei eine Open-Source-Version von Android nutzt.

Warum eigentlich der ganze Streit? Hintergrund des Handelsstreits ist die von der US-Regierung erstellte schwarze Liste mit chinesischen Konzernen, denen strenge Kontrollen bei Geschäften mit den USA auferlegt werden. Angedeutet werden dabei Bedenken um die nationale Sicherheit, von Huawei geforderte Beweise wurden aber nie vorgelegt. US-Präsident Donald Trump nimmt diese Liste auch als Druckmittel her, um China zu einem für die USA günstigen Handelsabkommen mit China zu zwingen.

(L'essentiel/rfi)

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