Trumps Wirtschaftskrieg

21. Mai 2019 14:13; Akt: 21.05.2019 14:13 Print

So kontert der Huawei-​​Gründer gegen die USA

Auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump hat Google die Beziehungen zu Huawei gekappt. Jetzt äußert sich der Chef von Huawei.

storybild

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Google-Mutter Alphabet hat Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster und Handyhersteller Huawei ausgesetzt. Grund ist ein Dekret des US-Präsidenten Donald Trump. Huawei-Chef Ren Zhengfei reagiert kämpferisch auf die Maßnahmen. Die USA «unterschätzen» die Stärke Huaweis, sagte Ren dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Mit Blick auf Google sagte Ren, es seien Gespräche mit dem US-Konzern im Gange, wie mit dem Trump-Dekret umzugehen sei. Google sei eine «höchst verantwortungsvolle Firma».

Im Streit um den Ausschluss des Netzausrüsters Huawei vom US-Markt hat die US-Regierung zudem einen Aufschub von drei Monaten für Technologieexporte an die chinesische Firma gewährt. Bis Mitte August ist die Ausrüstung Huaweis mit US-Technologie damit weiter möglich, wie es in einem am Montag veröffentlichten Dokument des US-Handelsministeriums hieß. Diese Zeitspanne werde für Software-Updates und die Erfüllung anderer Vertragsverpflichtungen benötigt.

Nationaler Notstand

Ein von US-Präsident Donald Trump erlassenes Dekret, das US-Unternehmen die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft wird, werde durch den Aufschub jedoch nicht aufgehoben, hieß es in dem Dokument weiter.

Trump hatte vergangene Woche Unternehmen seines Landes per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Dazu rief er einen nationalen Notstand in der Telekommunikation aus.

Keine Google-Dienste

Huawei gilt als Hauptziel dieser Maßnahme. Die USA befürchten, dass Huawei-Technik ein Einfallstor für chinesische Spionage und Sabotage sein könnte. Huawei selbst verweist immer wieder auf seine Unabhängigkeit vom chinesischen Staat.

Der US-Gigant Google kappte am Montag in weiten Teilen seine Geschäftsbeziehungen mit dem Huawei-Konzern. Google beuge sich dem Dekret zur Telekommunikation, erklärte der US-Konzern zur Begründung. Das könnte künftig weitreichende Folgen für Huawei-Nutzer haben – betroffen sind nicht nur Updates des Android-Betriebssystems, sondern auch der Zugriff auf Dienste wie Gmail und Google Maps.

Für die Nutzer aktueller Geräte ändert sich zunächst nichts. Google rüstet mit seinem Betriebssystem Android die große Mehrheit der Smartphones weltweit aus. Eine stetige Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen ist von großer Bedeutung, damit das Android-System mit den jeweiligen Smartphones kompatibel ist.

(L'essentiel/afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mario am 21.05.2019 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Fannen Google hier Décisioun richteg. Huawei ass een Multi aus China mat ganz vill Afloss duerch d'Regierung an dës Regierung päift gréisstendeels op Mënschenrechter. An wann soueng Regierung tatsächlech mat eisen Donnéen sollt spillen, dann ass dat definitiv een Risiko. Well ween gëtt eis d'Garantie dass si eis Donnéen no eisen Regelen benotzen? An mengt een dass een dohannen Huawei kéinnt ukloen falls een Délit festgestallt gëtt?

  • Julie am 22.05.2019 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Google wird immer Machtmissbrauch vorgeworfen, vielleicht sollte Huawei sein Potential nutzen und eine Alternative schaffen

  • Deklaanen am 21.05.2019 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die bekloppten... Und wer spioniert mehr...... Google und verdient noch Geld mit unseren Profilen und Daten? Kappt den Amis den Verkauf von Akkus ????????????dann können Sie auch mit Ihrem drecks Tesla einpacken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 22.05.2019 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Google wird immer Machtmissbrauch vorgeworfen, vielleicht sollte Huawei sein Potential nutzen und eine Alternative schaffen

  • Mario am 21.05.2019 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Fannen Google hier Décisioun richteg. Huawei ass een Multi aus China mat ganz vill Afloss duerch d'Regierung an dës Regierung päift gréisstendeels op Mënschenrechter. An wann soueng Regierung tatsächlech mat eisen Donnéen sollt spillen, dann ass dat definitiv een Risiko. Well ween gëtt eis d'Garantie dass si eis Donnéen no eisen Regelen benotzen? An mengt een dass een dohannen Huawei kéinnt ukloen falls een Délit festgestallt gëtt?

  • Deklaanen am 21.05.2019 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die bekloppten... Und wer spioniert mehr...... Google und verdient noch Geld mit unseren Profilen und Daten? Kappt den Amis den Verkauf von Akkus ????????????dann können Sie auch mit Ihrem drecks Tesla einpacken.