«League of Legends»

11. November 2019 15:26; Akt: 11.11.2019 15:29 Print

100 Millionen Fans schauten bei der WM zu

Mehr Zuschauer als beim Superbowl in den USA: Die «League of Legends»-WM in Paris strotzte vor Superlativen. Der Pokal geht nach China.

(Video: Wibbitz/Riot)

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Die 20.000 Plätze in der Pariser Accor Hotels Arena waren binnen Minuten ausverkauft. Dort fand am Wochenende der Finale der League of Legends-Weltmeisterschaft, der sogenannten Summoner's Cup, statt. Mit einem Preisgeld von mehreren Millionen Dollar war es einer der wichtigsten E-Sport-Events des Jahres. «Die erste WM fand noch in einem Konferenzraum statt. Jetzt füllen wir eine Arena und 100 Millionen Menschen schauen zu», sagte John Needham von Spielentwickler Riot Games zu CNN.

Das Team G2 Esports aus Berlin galt im Vorfeld der WM als klarer Favorit. So kippte es etwa das südkoreanische Team SK Telekom aus dem Rennen. Die G2-Crew hätte als erstes Team den Titel nach Europa holen können – hätte. Stattdessen gab es für sie an der WM einen Schlag ins Gesicht. Das chinesische Team FunPlus Phoenix (FXP) gewann den Finale mit 3:0. Damit bleibt die Trophäe in China, nachdem 2018 das Team Invictus Gaming die LoL-WM gewonnen hatte.

«Wir kommen zurück»

Nach der Niederlage war den Spielern und dem Chef von G2 der Frust anzusehen. Der G2-CEO lief nach einem Interview fluchend von der Bühne. Später entschuldigte er sich auf Reddit für den emotionalen Ausraster: «Es tut mir leid, dass ich Fuck gesagt habe. Ich war den Tränen nahe, und das Fluchen war das Einzige, das mich davon abhielt», erklärte Carlos ocelote Rodríguez.

Der Team-Captain von G2 blickt bereits nach vorne. «Europa ist eine starke Region», sagte Rasmus «Caps» Winther. «Wir müssen an ein paar Dingen arbeiten. Aber ich weiß, dass wir wieder auf die Beine kommen werden.»

Konferenz im Eiffelturm

Die fünfköpfigen Teams haben bei «League of Legends» nur ein Ziel: Als erstes die gegnerische Basis zu zerstören. Das Game des Entwicklers Riot Games hat sich innerhalb von zehn Jahren aus einer Nische zu einem Maßenphänomen gemausert: Beim Finale in Paris hielt man die Pressekonferenz im Eiffelturm ab, und der Pokal steckte in einem Louis-Vuitton-Koffer wie an der Fußball-WM in Russland. Im nächsten Jahr findet die Weltmeisterschaft von «League of Legends» in Shanghai statt.

(L'essentiel/tob)

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