IGTV

21. Juni 2018 12:33; Akt: 21.06.2018 12:38 Print

Instagram startet den Krieg gegen Youtube

An einem Event in San Fransisco hat Instagram IGTV vorgestellt. Mit der App können Nutzer vertikale Videos von bis zu einer Stunde Länge hochladen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Der Mitgründer und heutige Chef der Plattform Instagram, Kevin Systrom, hat am Mittwoch in Kalifornien eine neue Video-App angekündigt. Im Gegensatz zu Youtube müssen die Inhalte bei IGTV jedoch vertikal gefilmt und angeschaut werden. Ein Format das sich speziell für Smartphone-Nutzer eignet. «Die Art und Weise, wie wir Videos schauen, verändert sich», sagte er bei der Präsentation.

Die Clips sind gewöhnlich zwischen 15 Sekunden und 10 Minuten lang. Einige ausgewählte Nutzer sollen allerdings auch Videos von bis zu einer Stunde Länge publizieren können. Die IGTV-App ist dazu nicht zwingend notwendig, mit dem neuesten Update werden die längeren Videos auch bei Instagram selber zu sehen sein. Dazu müssen Nutzer nur auf das Fernsehsymbol innerhalb der App klicken.

Bekannte Gesichter

Instagram hat zudem bekannt gegeben, dass man die Marke von einer Milliarde Nutzern geknackt hat. Es ist damit nach Facebook, Whatsapp und dem Messenger bereits der vierte Dienst des Facebook-Konzerns, der dies geschafft hat. Der Vorteil von IGTV ist, dass die Nutzer direkt Videoinhalte von jenen Personen anschauen können, denen sie bereits auf Instagram folgen.

Um Videos hochzuladen muss jedoch – ähnlich wie bei Youtube – ein entsprechender Kanal erstellt werden. Dies steht grundsätzlich allen IGTV-Nutzern offen. Die Videos können direkt in der App gefilmt und publiziert werden. Ähnlich wie bei Snapchat werden die Videos automatisch abgespielt und wechseln am Schluss auf den nächsten Kanal.

Noch keine Werbung

Zum Start verzichtet Instagram darauf, Werbe-Videos einzublenden. Systrom erklärte jedoch, dass das neue Angebot sich offensichtlich gut dafür eigne. Weil Instagrammer viel Zeit investieren würden, um Videos zu erstellen, sollte den Machern künftig eine Möglichkeit geboten werden, mit ihren Videos Geld zu verdienen.

Auch bekannte Youtuber wie Marques Brownlee haben bereits erste Videos auf der Plattform veröffentlicht. Vorerst wird IGTV von den klassischen Youtubern wohl vor allem dafür verwendet werden, die Zielgruppe zu vergrößern. Für den Konzern geht es jedoch auch um viel Geld. Youtube macht einen Umsatz von einigen Milliarden Dollar pro Jahr, Instagram hofft nun offenbar, sich davon ein gutes Stück abschneiden zu können.

Die IGTV-App ist sowohl für iOS wie auch für Android erhältlich.

(L'essentiel/swe)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.