Video-Richtlinien

17. Januar 2018 15:28; Akt: 17.01.2018 15:31 Print

Wie YouTube einen neuen Skandal verhindern will

YouTuber Logan Paul hatte in einem Clip den Leichnam eines Selbstmörders gezeigt. Einer von vielen Skandalen, die YouTube künftig verhindern will.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bereits im Dezember hatte Susan Wojcicki, Chefin von YouTube, angekündigt, Maßnahmen zu ergreifen, um Werbetreibende und YouTube-Produzenten vor unangemessenen Inhalten zu schützen. Zum einen sollen Werbetreibende auf YouTube ein sicheres Werbeumfeld finden, zum anderen sollen Videomacher die Gewissheit haben, dass ihre Einnahmen nicht durch schwarze Schafe und Spammer geschädigt werden.

In diesem Zuge kündigt YouTube drei wesentliche Änderungen an:

Neuer Schwellenwert für das YouTube-Partnerprogramm (YPP): Musste ein Kanal bislang 10.000 Aufrufe aufweisen, um am YPP teilzunehmen, benötigt ein Kanal ab sofort mindestens 1000 Abonnenten und muss eine Sehdauer von 4000 Stunden innerhalb der letzten zwölf Monate verzeichnen.

Manuell geprüfte Inhalte bei Google Preferred: In Zukunft werden Kanäle und die entsprechenden Videos, die zu Google Preferred gehören, manuell geprüft, und Werbeinhalte nur noch für Videos geschaltet, die YouTubes Richtlinien entsprechen.

Transparenz und Kontrollen: In den kommenden Monaten wird YouTube ein dreistufiges Kontrollsystem einführen, das Werbetreibenden erlaubt, die Anforderungen einer geeigneten Platzierung ihrer Marke widerzuspiegeln und die entsprechend mögliche Reichweite mitzubestimmen.

Ob die Richtlinien auch für Logan Paul nach seinem Suizid-Video wichtig sind, ist unklar. Er entschuldigte sich zwar und löschte den Beitrag. Dennoch muss das 22-jährige Teenie-Idol nun mit Konsequenzen rechnen. YouTube streicht seine Kanäle aus dem Premium-Werbe-Bereich und cancelt Projekte mit ihm.

(L'essentiel/red)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.