Künstliche Intelligenz

26. Oktober 2016 16:39; Akt: 26.10.2016 16:39 Print

Beim Poker haben Roboter keine Chance gegen uns

Bei hochkomplexen Spielen wie Schach ist künstliche Intelligenz kaum zu schlagen. Das menschliche Pokerface ist für Roboter jedoch ein Mysterium.

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Künstliche Intelligenz hat es inzwischen geschafft, den Menschen in sämtlichen Spielen der Welt zu schlagen – nur in einem nicht: dem Pokern. Das sagte Wolfgang Wahlster, Professor am Forschungszentrum Künstliche Intelligenz (DFKI) in Karlsruhe, bei den derzeit stattfindenden Medientagen in München.

Der Forscher erzählte bereits 2014 in einem Interview von einem Poker-Bot, einem virtuellen Pokerspieler, den man am DFKI entwickelt habe. Dieser beobachte die menschlichen Spieler, ziehe seine Schlüsse daraus und spreche sogar im typischen Pokerslang mit seinen Mitstreitern.

Roboter sind schlechte Fußballspieler

Die Beobachtungen der Wissenschaftler zeigten, dass der Computer Poker-Laien vor allem in Sachen Strategie weit voraus ist. Die mit Daten vollgestopften Maschinen seien für den Menschen bei komplexen Strategiespielen wie Schach oder dem chinesischen Go schier unbezwingbar.

Allerdings könnten die Algorithmen keine emotionale oder soziale Intelligenz entwickeln. Ihnen gelinge es nicht, ein Pokerface aufzusetzen, geschweige denn zu bluffen. Ebenfalls den Kürzeren ziehen würden Roboter beim Fußballspielen. Wahlster erklärte dies mit ihrer sozialen Inkompetenz: «Sie wollen immer selbst die Tore schießen und geben nicht ab.»

(L'essentiel/dpa/lia)

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