Tops und Flops

18. Juni 2017 13:52; Akt: 18.06.2017 13:55 Print

VR kriselt, DLC boomen – und die Konsole lebt

Die größte Game-Messe der Welt ist auch Standortbestimmung der Branche. Wir haben sieben Erkenntnisse aus der diesjährigen E3 zusammengetragen.

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Keine VR-Euphorie

Noch weiß die Branche nicht wirklich, wie sie mit VR umgehen soll. Zwar wurden 138 Prozent mehr VR-Titel vorgestellt (126 Spiele, um genau zu sein), und auch die Warteschlange vor VR-Erfahrungen wie «Skyrim VR», «Fallout VR» oder «Doom VR» war lange in LA. Aber nicht nur bei Microsoft heißt es, VR sei «noch nicht im Wohnzimmer» angekommen. Von einer virtuellen Euphorie ist derzeit jedenfalls wenig zu spüren.

Die Konsole schlägt zurück

Vielerorts bereits für tot erklärt feiert die gute alte Konsole 2017 ein Comeback. Die Xbox One X – als Project Scorpio seit Monaten Gegenstand wildester Spekulationen – zeigt, wohin die Reise geht: Kompakt, leistungsstark, elegant und einigermassen günstig. Ob die Microsoft-Konsole Boden auf die PS4 Pro gut machen kann, wird sich weisen. Aber für etwas Totgesagtes sieht die One X verdammt vielversprechend aus.

DLC – vom Stiefkind zum Star

Erweiterungen waren bislang nette Begleiterscheinungen, das Rampenlicht haben sie bislang aber kaum jemandem geklaut. Bis jetzt: Die von Sony präsentierten DLCs «Uncharted: The Lost Legacy» sowie «Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds» sind richtig dicke Abenteuer, die einem regulären Spiel kaum nachstehen. Gelegen kommt so was auch, wenn eine Serie wie bei «Uncharted» bereits für beendet erklärt wurde.

Überraschung, wo bist du?

Es ist nicht nur bei der E3 so. Doch wirkliche Überraschungen suchen Fans an solchen Events mehr denn je vergeblich. Die meisten Titel wurden schon im Vorfeld gezeigt, bei Sony etwa war bis auf das Remake von «Shadow of the Colossus» das meiste bekannt. Dennoch, ein paar überraschende Highlights gabs auch 2017: Biowares «Anthem» etwa, «Beyond Good and Evil 2» oder das erstaunlich vielversprechend aussehende «Assassin's Creed: Origins».

Das Warten geht weiter

Vermisst wurden an der E3 ein paar Fan-Favoriten, auf die man sich insgeheim schon eingestellt hatte. Doch weder «Bloodborne 2», «The Last of Us 2» noch «Borderlands 3» wurden im Staples Center vorgestellt. Die größte Enttäuschung war aber das Fehlen von «Red Dead Redemption 2». Die Begründung folgte später: Man habe «Uncharted: The Lost Legacy» nicht die Show stehlen wollen. Wie auch immer: Das Warten geht weiter.

Open World zum Abwinken

Inhaltlich gilt festzuhalten – die Trends halten an: Waren die meisten Spiele bis vor einigen Jahren noch lineare Angelegenheiten, muss heute jeder neue Release mit einer gigantischen Spielwelt aufwartet. Open World-Titel und Koop-Titel wie «A Way Out» geben klar den Ton an. Wobei man sich fragen darf, ob eine offene Welt auch wirklich immer Sinn macht.

Nintendo bleibt stark

Erfahrene E3-Gänger haben nicht jede Nintendo-PK in guter Erinnerung. Doch die Japaner befinden sich in Topform – und an der E3 2017 haben sie es unterstrichen: «Super Mario Odyssey», «Metroid Prime 4», «Xenoblade Chronicles 2» sowie ein noch in den Entwicklung stehendes Pokémon-RGP – mit Nintendo darf und muss man weiter rechnen.

(L'essentiel/srt)

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