Ungewollter Filter

19. Mai 2020 21:22; Akt: 19.05.2020 21:31 Print

Kamera am Smartphone erlaubt Röntgenblick

Das neue Gerät von Oneplus konnte mit seiner Kamera durch Plastik sehen. Viele User zeigten sich über dieses Feature belustigt und etwas verunsichert.

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Wer über das neue Smartphone Oneplus 8 verfügt und mit den Kamera-Settings herumgespielt hat, konnte eine kurze Zeit lang sein blaues Wunder erleben. Stellte man in der Kamera-App nämlich «Color Filter» ein, verwandelte sich das Telefon kurzerhand in eine «Röntgen»-Kamera.

Der Smartphone-Experte Ben Geskin hat das Feature als einer der ersten entdeckt und Bilder und Videos davon auf seinen Twitter-Kanal geladen. Eines der besten Beispiele zeigt er hier mit einer Apple-TV-Box.

Wie funktioniert das?

Beim Foto-Effekt handelt es sich um einen Monochrom-Filter der Oneplus-Kamera, wie Stern.de erklärt. Dieser fängt Infrarotstrahlen ein und macht sie sichtbar. So können beispielsweise auch die Punkte erkenntlich gemacht werden, die iPhones zur Gesichtserkennung mittels Face ID benutzen. Auch bei diesen handelt es sich um Infrarotlicht, das das iPhone ausstrahlt. Diesen Prozess demonstriert Geskin in folgendem Video:

Wird die Kamera auf dunkle Plastikobjekte gehalten, die nicht gegen Infrarotlicht isoliert wurden, können jene Strahlen, die durch das Gehäuse treten, sichtbar gemacht werden. Dies erlaubt es dem Nutzer, das Innenleben von scheinbar undurchsichtigen Geräten zu sehen. Auch vielen weiteren Nutzern auf Twitter gelang dieses Experiment und sie teilten diese Bilder zahlreich mit ihren Followern. So funktionierte der Trick beispielsweise bei dieser Fernbedienung:

Es wird angenommen, dass der «Röntgenblick» des Oneplus 8 durch Zufall entstanden ist und nicht absichtlich programmiert wurde. Denn der Hersteller hat den «Color Filter» laut Geskin mittlerweile deaktiviert, nachdem immer mehr User darüber berichtet hatten. «Es ist traurig, dass sie sich dazu entschieden haben. Ich fand es ein einzigartiges Feature», schreibt er auf Twitter. Es sei schließlich harmlos gewesen, da es beispielsweise nicht durch Kleider sehen konnte, wie viele Nutzer befürchtet hatten.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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