Gesundheitsschädlich

18. Juli 2019 13:43; Akt: 18.07.2019 13:54 Print

Influencerin springt in Giftsee – «das war's wert!»

Um ein schönes Bild auf Instagram zu teilen, gehen einige sehr weit. In Spanien springen sie sogar in einen toxischen See.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Monte Neme in der spanischen Provinz Galicien ist zu einem Hotspot für Instagrammer geworden. Ein kleiner See lockt Besucher mit seinem türkisfarbenen Wasser. Doch die Farbe ist nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern weil es direkt daneben eine alte Wolfram-Mine gibt.

Dies verschafft den Instagrammern zwar Likes, doch ein Sprung ins Wasser ist eindeutig gesundheitsgefährdend. So mussten bereits mehrere Personen wegen Hautirritationen und auch Problemen mit der Verdauung ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem sie Wasser geschluckt hatten, so Publico.es.

Gesundheitliche Konsequenzen

So hatte die Influencerin Uxía aus Compostela zwei Wochen lang mit einer allergischen Reaktion zu kämpfen. Dennoch sagte sie zum spanischen Radiosender Cadena Cope: «Mir war ein wenig schlecht, ja, aber das Foto hat sich gelohnt.»

Ein anderer Instagrammer erklärte, dass er im See badete, weil es «sehr schön war» und es keine Anzeichen dafür gegeben habe, dass das Baden verboten sei. Das Ergebnis: Übelkeit und Hautausschlag. Trotz eines Besuchs beim Arzt ging es zwei Wochen, bis wieder alles gut war. Ein Kommentar unter dem Bild lautete: «Gratuliere zum Bad in den hochgiftigen Abfällen der Wolframmine. Darwin wäre sicherlich stolz auf dich.»

Russisches Pendant

Auch in Russland gibt es einen giftigen See, der Instagrammer anlockt. Auf den ersten Blick sieht der kleine See in Nowosibirsk im Süden Russlands wunderschön aus. Umgeben von Grün schimmert das Wasser türkis. Der Ort hat deshalb auch den Namen «Malediven von Nowosibirsk» erhalten – und ist bei Instagram-Nutzern beliebt.

Hunderte haben den See in den letzten Wochen besucht, um dort Fotos zu machen. Einige von ihnen paddelten gar übers Wasser. Doch das sollte man besser bleiben lassen. Denn für die Farbe sorgen nicht wie in den Malediven weißer Sand und Plankton, sondern «giftige Nebenprodukte» eines Kohlekraftwerks, schreibt «The Guardian».

(L'essentiel/swe)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon P. am 19.07.2019 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wann ech daat schon heieren : Influencer(in) !!! Daat sin dach just Leit, di naischt am Liewen ronnbréngen a just onwichteg Topechkeeten an de Medien verbreeden fir sech domatt op Käschte vun nach mi domme Leit ze beraicheren. Total iwwerflëssech, sou Leit !!!

  • jimbo am 18.07.2019 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat beschte Beispill, wei verblödt dMenschheet ass vir e puer „Klicks“ ze kreien...

  • Oh Herr looss Gehier reenen am 19.07.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wéi domm muss een sinn?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Knouter am 19.07.2019 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm Dümmer Influencer - dat Wuert glaicht net fir naischt der Gripp :D

  • Oh Herr looss Gehier reenen am 19.07.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wéi domm muss een sinn?

  • Léon P. am 19.07.2019 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wann ech daat schon heieren : Influencer(in) !!! Daat sin dach just Leit, di naischt am Liewen ronnbréngen a just onwichteg Topechkeeten an de Medien verbreeden fir sech domatt op Käschte vun nach mi domme Leit ze beraicheren. Total iwwerflëssech, sou Leit !!!

  • jimbo am 18.07.2019 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat beschte Beispill, wei verblödt dMenschheet ass vir e puer „Klicks“ ze kreien...