Linkedin

08. April 2021 10:05; Akt: 08.04.2021 10:10 Print

500 Millionen Profile von Datenklau betroffen

Gibt es bei der Networking-Plattform Linkedin ein Datenleck? In einem Hackerforum sind Daten von angeblich mehr als 500 Millionen Nutzerinnen und Nutzer der Plattform aufgetaucht.

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Nur wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass persönliche Daten von 500 Millionen Facebook-Nutzerinnen und -Nutzern abhanden kamen, steht schon das nächste Datenleck an. Wie es scheint, ist nun die Networking-Plattform Linkedin betroffen.

Ein Archiv mit Informationen, die angeblich von 500 Millionen Linkedin-Profilen abgegriffen wurden, wird auf einem beliebten Hacker-Forum zum Verkauf angeboten. Ein Sample mit zwei Millionen Datensätzen wird für umgerechnet zwei Dollar zum Download angeboten.

Namen und Mails

Der Datensatz mit den Angaben von über 500 Millionen Nutzerinnen und Nutzern soll für einen mindestens vierstelligen Betrag verkauft werden. Unklar ist, wie neu diese Daten sind, ob sie frisch abgegriffen wurden oder aus früheren Leaks zusammengestellt wurden. Laut einer Analyse von Cybernews.com stammen diese Daten aber tatsächlich von Linkedin. Auf eine Anfrage der Plattform hat Linkedin bisher noch kein Statement abgegeben.

Basierend auf der Analyse von Cybernews.com umfasst das Archiv zahlreiche Angaben: So sind neben der Linkedin-ID die Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Links zu anderen Profilen auf Social-Media, Jobtitel und andere Unternehmensdaten einsehbar. Sensible Informationen wie Kreditkartendaten sind bei der Analyse der Website im Test-Datensatz nicht gefunden worden.

Vorsicht bei Mails

Cyberkriminelle könnten diese Daten dennoch nutzen, um Angriffe zu starten. So wäre es etwa möglich, damit gezielt Phishing-Attacken zu lancieren, um Zugriff auf Linkedin- oder andere -Konten zu erhalten. Möglich wäre auch, dass die Angaben genutzt werden, um Spam per Mail oder SMS zu verschicken.

Die Experten raten darum zur Vorsicht. Man solle die Augen offen halten bei Linkedin-Nachrichten oder Aufforderungen und Verbindungsanfragen von fremden Personen. Allenfalls sollte das Passwort gewechselt werden – vor allem dann, wenn man es an einem anderen Ort ebenfalls einsetzt. Hier kann ein sogenannter Passwort-Manager helfen, um für jede Plattform eigene Passwörter zu erstellen. Außerdem sollte, wo immer möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle Online-Konten aktiviert werden.

(L'essentiel/Tobias Bolzern)

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