Sony XZ1

05. Oktober 2017 07:00; Akt: 05.10.2017 07:21 Print

Dieses Smartphone hat ein iPhone-​​Problem

Schnelle Kamera, 3-D-Scanner, aber veraltetes Design: Wir haben das Sony XZ1 getestet. Großes Potenzial hat hier vor allem die Mini-Version.

Das Scannen mit dem 3-D-Scanner klappte nicht immer ganz so problemlos wie in diesem Werbevideo. (Video: Sony)

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Design und Handling

Eines muss man den Japanern lassen: Im Gegensatz zu anderen Herstellern zeigen sie Mut. Das Design des XZ1 ist markant und auf den ersten Blick als solches erkennbar. Das Problem: Im Jahr 2017 wirkt es zu angestaubt. Der große Rahmen um das Display ist nicht mehr zeitlaut. Das gleiche Problem hat auch Apples iPhone 8. Die Handys sind zwar technisch top, aber vom Design her ein Flop. Für Sony-Fans gibt es aber einen Silberstreif am Horizont: Die nächste Generation Handys könnte ebenfalls fast randlos auf den Markt kommen.

Leistung und System

Im XZ1 ist der Snapdragon-835-Chip verbaut. An Leistung mangelt es es nicht. Apps laufen so flüssig wie auf den anderen Top-Geräten, die auf den gleichen Prozessor setzen. Punkten kann Sony mit dem XZ1 beim System: Vorinstalliert ist Android Oreo, das neuste mobile Betriebssystem von Google. Es ist das erste Smartphone, das damit ausgeliefert wird. Hier hat Sony alles richtig gemacht.

Akkulaufzeit

Bei leichter Nutzung kommt man mit dem Gerät locker durch den Tag. Bei etwas intensiverer Nutzung, also wenn man Podcasts hört, mehrere Youtube-Videos schaut, Spotify streamt und regelmäßig Social-Media-Kanäle checkt, ist am frühen Abend Schluss, wenn das Smarthpone zuletzt am Morgen an der Steckdose war. Schade ist, dass der Akku im Vergleich zum Vorgänger (XZ) geschrumpft ist. Positiv ist, dass das XZ1 nach wie vor mit der Schnellladefunktion geladen werden kann.

Kamera

Im XZ1 ist das gleiche Kameramodul verbaut wie beim High-End-Modell XZ Premium, das im Frühling enthüllt wurde. Damit kann auch das XZ1 Videos mit Superzeitlupe (960 Bilder pro Sekunde) aufzeichnen. Ein Feature, das bisher nur Sony bietet. Im Test der Experten von Dxomark.com erreichte die Kamera aber nur 83 Punkte. Zum Vergleich: Das Note 8 und das iPhone 8 Plus führen die Tabelle derzeit mit je 94 Punkten an. Das heißt aber nicht, dass die Kamera schlecht ist. Besonder stark ist die Kamera zum Beispiel bei der Stabilisierung von Videos und dem schnellen Autofokus.

3-D-Scanner

Mit der Funktion lassen sich Köpfe, Lebensmittel oder Dinge aus dem Alltag in dreidimensionale Objekte umwandeln. Der Prozess dauert meist weniger als eine Minute, funktioniert aber nur, wenn genügend Licht vorhanden ist. Und wenn man sich nicht genau an die vom Gerät verlangte Vorgehensweise hält, dauert der Prozess deutlich länger. Bei allen eingescannten Köpfen hatte das System zudem Mühe, die Nase richtig darzustellen. Da es sich bei der Funktion um eine reine Softwarelösung handelt, hat Sony hier Möglichkeiten, nachzubessern. Viel mehr als eine Spielerei ist das Feature bisher nicht.

Preis und Fazit

Mit den Top-Smartphones der Mitbewerber kann das XZ1 zum Preis von 749 Euro kaum mithalten. Die Konkurrenz bietet für einen kleinen Aufpreis deutlich zeitlauteres Design. Die Sony-Fans werden an dem Smartphone dennoch Freude haben. Es ist ein würdiger Nachfolger des XZ. Einen Trumpf hat Sony aber noch im Ärmel: Mit dem XZ1 Compact kommt auch wieder ein 4,6 Zoll großes Gerät auf den Markt. Es bietet praktisch alle Funktionen des großen Bruders, ist aber deutlich kleiner und kostet auch noch 120 Euro weniger. Das dürfte Kunden glücklich machen, die auf kompakte Geräte schwören, aber nicht auf Leistung verzichten wollen, denn solche Geräte sind in den letzten Jahren rar geworden, aber immer noch beliebt. Hier kann Sony diese Lücke füllen.

(L'essentiel/tob)

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