Supercomputer

04. Juli 2018 10:42; Akt: 04.07.2018 10:45 Print

IBM setzt in Wimbledon auf künstliche Intelligenz

Während des Turniers in England analysiert IBM die Emotionen der Tennisspieler. Mithilfe von Software sollen so die Match-Highlights gefunden werden.

storybild

IBM nutzt die Supercomputer-Plattform Watson, um darüber die Bilder von den Spielen mit künstlicher Intelligenz zu analysieren.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der legendäre Tennis-Crack und Ausraster-König John McEnroe wäre wie gemacht gewesen für die Technologie, die beim diesjährigen Wimbledon-Turnier erstmals eingesetzt wird. Dabei analysiert eine künstliche Intelligenz die Spiele. Anschließend wird sie Szenen, in denen die Spieler emotional reagieren, automatisch zusammenschneiden.

Der Technologiepartner des All England Lawn Tennis Club, der das Turnier in London veranstaltet, ist das IT-Unternehmen IBM. Die intelligente Software, die auf deren Supercomputer-Plattform Watson läuft, berücksichtigt neben Emotionen auch Geräusche des Publikums, Bewegungen der Tennisprofis und Matchdaten.

Automatische Auswahl

Weil täglich mehrere Spiele stattfinden, kommen während des Turniers schnell viele Hundert Stunden Videomaterial zusammen: für Menschen eine Mammutaufgabe, sich die Aufnahmen durchzusehen und die besten Szenen zu finden. Das System von IBM hingegen wählt automatisch die wichtigsten Momente aus.

Das System wurde im April bereits beim Golfturnier The Masters eingesetzt. Für das Team von Wimbledon bedeutet dies, dass sie nicht nur schneller arbeiten können, sie schaffen es durch die Zeitersparnis auch, insgesamt mehr Videos produzieren können.

Weitere Nutzung

«Beim Golf gibt es eine Menge Action an verschiedenen Löchern und ähnlich beim Tennis, es passiert so viel jenseits des Centre Court» erklärt John Smith vom IBM-Forschungszentrum Thomas J. Watson. «Wir wollen, dass die Fans auf eine einzigartige Weise Tennis sehen können.» Neben den Video-Hghlights wird die künstliche Intelligenz von IBM auch für einen Chatbot-Service im Facebook Messenger genutzt.

Im Video erklären Mitarbeiter von IBM, wie die Analyse von Wimbledon genau funktioniert (Englisch). (Video: Youtube/IBMUK&Ireland)

(L'essentiel/swe)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.